Zerschlagene Fensterscheiben, eingetretene Türen: Verwüsteten zwei Jungen diese Grundschule?
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Eine Grundschule in Hannover wird während der Osterferien komplett verwüstet: Fenster und Türen werden eingetreten, Geschirr zerschlagen und die Turnhalle geflutet. Zwei Jungen im Alter von 11 und 12 Jahren sollen dafür verantwortlich sein
Eine Schneise der Verwüstung zieht sich durch das Gebäude. Überall Scherben und zerstörte Möbel. Wochenlang sucht die Polizei nach den Tätern, die am Ostermontag die Grundschule an der Uhlandstraße in Hannover zerlegten. Jetzt ist klar Es waren keine Profieinbrecher. Es waren mutmaßlich zwei Jungen, elf und zwölf Jahre alt, Kinder.
Wir haben im Rahmen des Ermittlungsverfahrens Inhalte in sozialen Netzwerken geprüft, da auch ja Social Media Challenges zur Prüfung standen. Allerdings waren es schlussendlich andere, im Ermittlungsverfahren generierte Hinweise maßgeblich für den Ermittlungserfolg.
Der Schaden liegt im mittleren fünfstelligen Bereich. Küchengeräte wurden aus Wänden gerissen, die Turnhalle geflutet. Ein Angriff auf einen Ort, der eigentlich sicher sein sollte. Der Schulleiter kann es immer noch nicht fassen.
Es war ein Trümmerhaufen hier. Zuerst war man einfach überfordert. Man konnte das gar nicht richtig. War irgendwie sagen das ist jetzt Realität ist oder nicht. Dann wurde einfach daraus Hilflosigkeit und irgendwann hat man gemerkt ja, es wurde gleichgültig. Es ist einfach unverständlich, dass man so eine Wut haben kann. Scheinbar, dass einfach viel kaputt gemacht wurde.
Ob die Kinder ehemalige Schüler sind? Bisher noch unklar. Damit der Unterricht direkt weitergehen kann, lässt die Stadt das Chaos beseitigen. Streckt das Geld erst mal vor, können die Eltern der mutmaßlichen Täter zur Kasse gebeten werden. Das ist noch nicht entschieden. Strafrechtlich haben die Jungen aber nichts zu befürchten. Weil sie mit elf und zwölf Jahren noch nicht strafmündig sind, wird die Staatsanwaltschaft voraussichtlich keine Anklage erheben.
Es gibt immer mehrere Faktoren, die zu einem solchen aggressiven Verhalten führen. Dahinter steckt häufig das Gefühl von Ohnmacht. Ich werde nicht wahrgenommen, ich habe keine Anerkennung. Ich bin frustriert, manchmal auch gelangweilt. Die Gruppe spielt auch eine ganz, ganz wichtige Rolle dabei. Und dann entsteht eine sehr explosive Mischung, die sich manchmal in einer solchen krassen Gewalttat bzw Zerstörung äußert.
Hier an der Grundschule hängt ein riesiges Danke, denn Eltern und Nachbarn haben eine Spendenaktion gestartet, bei der fast 13.000 € zusammengekommen sind, die den Schülern zugutekommen sollen, damit die diese Bilder so schnell wie möglich vergessen können.
