Viele Feuer auch in der Türkei und Italien

Urlaubsinsel Rhodos: Lebensgefährliche Hitzewelle und Hotels bedroht

03. August 2021 - 10:06 Uhr

44 Grad, Dörfer auf Rhodos evakuiert

Die Gluthitze dauert in Griechenland unvermindert an. Die ganze Woche über erwartet das Wetteramt Werte um die 44 Grad. Wegen der extremen Trockenheit und starker Winde ist auf der Ferieninsel Rhodos ein bereits am Sonntag ausgebrochener Großbrand außer Kontrolle geraten, wie die Feuerwehr am Montagmorgen mitteilte.

Hotelanlagen sind auf Rhodos bislang nicht von dem Brand und der starken Rauchbildung betroffen. Der Zivildienst ordnete jedoch die Evakuierung von drei Dörfern im Westen der Inselhauptstadt an. In weiten Teilen der Ferieninsel war am Sonntagabend der Strom vorübergehend ausgefallen.

Twitter-Video zeigt Flammen und den Einsatz eines Löschflugzeuges in Manavgat

Türkei: Viele Feuer in der Ferienregion Antalya

Türkische Einsatzkräfte kämpfen seit Tagen pausenlos gegen massive Waldbrände im Land. Insgesamt sind fast 100 Brände seit Mittwoch in zahlreichen Provinzen ausgebrochen. Besonders schlimm wüteten die Brände an der türkischen Mittelmeerküste. Seit Tagen ist es in der Türkei über 40 Grad heiß und erst am Freitag ist eine Entspannung in Sicht. Die Trockenheit bleibt aber bestehen, was für den Ausbruch von weiteren Feuern sorgen könnte. Die Brände haben bislang sechs Todesopfer gefordert. Auch in Italien brennt es. Dort ist vor allem das glutheiße Sizilien betroffen.

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Waldbrände: Mehr als 1.800 Rettungskräfte im Einsatz

Der staatliche Fernsehsender TRT berichtete am Freitag, in der Mittelmeerstadt Marmaris seien auch Hotels evakuiert worden, nachdem ein Brand nahe der Stadt ausgebrochen war. In der Nähe des Urlaubsortes Bodrum wurde ein Hotel evakuiert.

Der ehemalige deutsche Fußball-Nationalspieler Mesut Özil will nach den verheerenden Waldbränden in Antalya 1.000 Setzlinge für das betroffene Gebiet spenden. Das twitterte der 32 Jahre alte Mittelfeldspieler von Fenerbahce Istanbul am Donnerstagabend und folgte damit auf mehrere seiner Teamkollegen.

Video: Flammeninferno und Ascheregen im Urlaubsparadies

Lebensgefährliche Hitze mit Staub und Ruß

Höchsttemperaturen für die Türkei bis 8. August 2021

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Neben dem Wind begünstigt die Trockenheit die Flammen. Eine Hitzewelle lastet auf Teilen der Mittelmeerregion mit Temperaturen von weit über 40 Grad. Luft aus der zentralen Sahara sorgt dort neben der Hitze auch für Staubbelastung. Dazu kommen die Rußpartikel der Waldbrände, die die Luftqualität weiter verschlechtern. Nicht nur die lokalen Höchstwerte, sondern auch die Dauer macht aus dieser Sommerhitze eine lebensgefährliche Lage.

Feuer in Italien: Waldbrand-Schwerpunkt Sizilien

Auch Italien sind die Feuerwehren weiter im Dauereinsatz gegen die lodernden Waldbrände. Mehr als 800 Einsätze hätten die Vigili del Fuoco in den zurückliegenden 24 Stunden wegen der Waldbrände gehabt, teilte die Feuerwehr am Samstagmorgen mit. Allein in Sizilien rückten die Retter 250 Mal aus. Im Osten der beliebten Urlaubsinseln brannte es am Freitag vor den Toren der Küstenstadt Catania. Dicker Rauch zog über zahlreiche Wohnhäuser. Der Flughafen Catanias musste kurzzeitig den Betrieb einstellen. Der Nachrichtenagentur Ansa zufolge brachten die Behörden ungefähr 150 Menschen aus der Gegend um Catania in Sicherheit, die von den Flammen eingeschlossen waren und an den Strand flüchteten.

Auch in anderen Teilen Italiens wurde die Feuerwehr nach eigenen Angaben zu zahlreichen Waldbrandeinsätzen gerufen. Darunter 130 Mal in den Regionen Apulien und Kalabrien, 90 Mal im Latium, wo die Hauptstadt Rom liegt und 70 Mal in Kampanien.

Der Wetterbericht für Italien

Trockenheit und Hitze werden noch mehrere Tagen anhalten. Damit bleibt die Waldbrandgefahr hoch. (dpa,osc)

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