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Tornado fegt über Viersen: Mindestens zwei Verletzte und "Schneise der Verwüstung"

Häuser in Viersen-Boisheim zeitweise unbewohnbar

Ein Tornado hat im Raum Viersen am Niederrhein am Mittwochabend nach Behördenangaben eine "Schneise der Verwüstung" angerichtet. Mindestens ein Mensch wurde bei dem Unwetter schwer verletzt. "In Viersen-Boisheim sind Häuser so stark beschädigt, dass sie vorübergehend unbewohnbar sind", teilte der Kreis mit. 

Hausdächer wurden abgedeckt und Bäume knickten um

Gegen 18 Uhr sei der Wirbelsturm über die Ortschaften Viersen-Boisheim, Nettetal-Schaag, Schwalmtal-Dilkrath, Schwalmtal und teilweise über Niederkrüchten gezogen, berichtete die Kreisverwaltung auf ihrer Facebookseite am Mittwochabend. 

Bäume stürzen auf Autos

Auf einer Landstraße zwischen Schwalmtal-Dilkrath und Viersen-Boisheim seien mehrere Bäume auf Autos gestürzt. Die Straßen nach Boisheim seien weiträumig abgesperrt. Ein Sprecher des Kreises berichtete von einem schwer verletzten Autofahrer in Nettetal-Schaag und einem Feuerwehrmann, der einen Stromschlag erlitten habe. Auch die Polizei sprach von einem Schwerverletzten und einem Leichtverletzten.

Das Unwetter hat sich innerhalb von Minuten abgespielt

Tornado über Viersen
In Boisheim wurden von dem Wirbelsturm auch Bäume umgerissene Bäume. © dpa, Federico Gambarini, sab

Die Bahnlinie Mönchengladach-Venlo musste laut Polizei gesperrt werden. Auch mehrere Straßen blieben zunächst gesperrt, weil umgeknickte Bäume den Weg blockierten. Das Unwetter hat sich nach ersten Polizeiangaben innerhalb von etwa 10 bis 15 Minuten abgespielt. 

Edith Schaul in Viersen-Boisheim stand gerade im Garten, als das Unwetter aufzog. Erst Wolken, es donnert, dann wird auch Erde aufgewirbelt. Sie suchte schnell Schutz im Haus. "Ruckzuck, in fünf Minuten war es vorbei", schilderte sie wenige Stunden später.

Eine meteorologische Einordnung dieses Tornados finden Sie hier.

Quelle: DPA

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