Saison der Schach-Bundesliga wird bis 2021 verlängert

Ein Schachspieler macht einen Zug. Foto: picture alliance / Lukas Schulze/dpa/Symbolbild
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12. Juli 2020 - 17:42 Uhr

Die wegen der Coronavirus-Pandemie unterbrochene Saison der Schach-Bundesliga wird bis ins Frühjahr 2021 verlängert. Das beschlossen die 15 Vereine der Liga am Sonntag einstimmig. Offen sind noch sieben Spieltage der seit Oktober laufenden Saison, die drei letzten Runden der am stärksten besetzten Schachliga sind für Mai zentral in Berlin geplant.

Der deutsche Meister OSG Baden-Baden hatte dagegen angeboten, die sieben Runden im September zentral auszutragen. Doch mehrere Vereine fürchteten, wegen Reisebeschränkungen und Ansetzungen an Werktagen kein wettbewerbsfähiges Team zusammenzubringen. "Die Saison online fortzusetzen, war nie ernsthaft in der Diskussion", sagte Rainer Polzin von den SF Berlin.

Die Vereine, die die Saison gern schon im September beendet hätten, werden stattdessen einen deutschen Mannschaftsmeister 2020 ermitteln. Die OSG Baden-Baden soll das Ersatzturnier in der zweiten Septemberhälfte ausrichten. Außer dem Gastgeber beteiligen sich mit der SG Solingen, dem SC Viernheim, den SF Deizisau, Werder Bremen und möglicherweise dem SV Hockenheim alle, die bei regulärer Fortsetzung der laufenden Saison noch Meister werden konnten.

Eine Streckung der Schachsaison ins nächste Jahr wurde seit Monaten von Funktionären präferiert. Aufsteiger aus den zweiten Bundesligen müssen sich nun bis 2021 mit dem Einstieg gedulden. Falls zweite Ligen zwischenzeitlich eine weitere Saison austragen, ist eine Aufstockung der Schach-Bundesliga auf 18 Vereine eine Option.

Quelle: DPA