„Es ist ein Traum zerplatzt!“Schimmelhorror im neuen Heim! Familie Casanova verliert 240.000 Euro
Es ist ein Albtraum, der einfach kein Ende nehmen will.
2021 verwirklicht sich Familie Casanova den Traum vom Eigenheim, bezahlt 240.000 Euro für ein angeblich kernsaniertes Haus. Doch schon kurz nach dem Einzug breitet sich überall Schimmel aus. Schwarzer Moder kriecht die Wände hinauf, es riecht muffig. Bleiben die Casanovas auf einem renovierungsbedürftigen Haus und einem Schuldenberg sitzen oder können sie ihr Geld zurückverlangen? Die Antworten gibt’s im Video.
Schimmel-Papst gibt Tipps: So beugt ihr Feuchtigkeit im Haus vor
Die Wände sind nass, der Boden wölbt sich – in jede Ecke des Hauses von Familie Casanova in der Nähe von Bremerhaven ist die Feuchtigkeit gekrochen. Ein Extremfall, doch Schimmelbefall per se ist in deutschen Wohnungen und Häusern keine Seltenheit. Jede vierte Wohnung soll Studien zufolge mindestens einmal von Schimmel befallen sein.
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Die wichtige Frage ist also: Wie können Mieter und Eigentümer Schimmel vorbeugen? Klaus-Peter Böge, Deutschland bekanntester Schimmelgutachter, nennt die wichtigsten Maßnahmen:
In feuchten Räumen wie Waschraum oder Keller sollten die Wände mit atmungsaktiver Farbe gestrichen sein – zum Beispiel Kalk- oder Silikatfarbe.
In feuchten Räumen lohnt sich ein Abluftventilator, der automatisch anspringt, wenn die Luft zu feucht ist.
Im Keller sollten keine Koffer, Textilien oder Holzmöbel gelagert werden, die Feuchtigkeit speichern. In den Keller gehören nur nicht-organische Sachen wie Fahrräder.
In der Küche einen Wrasenabzug bzw. eine Dunstabzugshaube einbauen
Wäsche wenn möglich draußen trocken – auch im Winter.
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Übrigens sind Böge zufolge Schimmelentferner aus der Sprühflasche „überflüssig und unsinnig“, Schimmel müsse vielmehr immer mechanisch entfernt werden. Heißt: Die Sporen werden zuerst versiegelt und anschließend müssen Putz, Tapete oder Vertäfelung runter.
Wer ein Haus kaufen will oder in eine neue Wohnung zieht, sollte immer einen Schimmelgutachter zurate ziehen, so der Experte. Der ist zwar teuer, aber am Ende deutlich billiger, als einen tückischen Schimmelbefall zu beheben. (jbü/nma)





























