Zahnersatz schützt

Studie: Forscher entdecken Risikofaktor für Demenz

Gesunde Zähne sind wichtig für die Gesundheit.
Gesunde Zähne sind wichtig für die Gesundheit.
© Getty Images, franckreporter

13. Juli 2021 - 15:45 Uhr

Gesunde Zähne für Gesundheit

Gesunde Zähne sind wichtig für unsere Gesundheit, das ist längst bekannt. Denn schlechte Zähne beeinträchtigen das Immunsystem, können Herzkrankheiten und Schlaganfälle begünstigen und Mundbakterien stehen auch im Zusammenhang mit Demenz. Jetzt haben US-Forscher des "Rory Meyers College of Nursing" der New York University in einer Studie einen weiteren Risikofaktor ausgemacht, der Demenz begünstigt.

Zahnausfall begünstigt Demenz

US-Forscher haben in einer neuen Studie herausgefunden, dass Menschen mit Zahnausfall ein 1,48 Mal höheres Risiko haben, kognitive Krankheiten zu entwickeln. Speziell auf Demenz bezogen sei das Risiko 1,28 Mal höher als bei Menschen ohne Zahnausfall. Auch die schwere des Zahnausfalls soll eine Rolle spielen. Demnach seien Menschen, die viele Zähne verloren haben, gefährdeter als Menschen, die wenige Zähne verloren haben. Wie genau der Zahnausfall die Demenz oder andere kognitive Einschränkungen fördert, geht aus der Studie nicht hervor. Für die Studie begutachteten die Forscher mehrere andere Studien mit über 30.000 Probanden, darunter fast 5.000 Menschen mit verminderten kognitiven Fähigkeiten.

Lese-Tipp: So beeinflussen unsere Zähne unsere Gesundheit.

Zahnersatz wirkt dem entgegen

Die Forscher bescheinigten darüber hinaus Zahnersatz eine positive Wirkung auf die kognitive Gesundheit. Wenn Erwachsene keinen Zahnersatz für ausgefallene Zähne bekamen, war die Wahrscheinlichkeit, an kognitiven Krankheiten zu erkranken, höher als bei Menschen, die einen Zahnersatz haben. Diese zeigten nicht mal das erhöhte Risiko für kognitive Einschränkungen. (mol)

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