Schumacher in Sao Paulo im Mini-Panzer
25.11.11
Michael Schumacher fährt in Sao Pauli im Mini-PanzerFoto: RACE-PRESS
Sao Paulo, wo am Wochenende der Große Preis von Brasilien ausgetragen wird, ist das wichtigste Wirtschafts- und Finanzzentrum des größten Landes in Südamerika. Hier wird das ganz große Geld verdient, deshalb zieht die 10-Millionen-Einwohner-Metropole auch die Reichen und Schönen an.
Doch wo viel Licht, da ist - besonders in Brasilien - auch viel Schatten. Auf den Straßen von Sao Paulo regiert die Gewalt. Zwar ist die Mordrate von 52 Morde je 100.000 Einwohner im Jahre 1999 auf 10,64 im Jahre 2010 gesunken, doch sind das immer noch mehr als 1.000 Morde pro Jahr. Zudem werden jährlich 100.000 Raubüberfälle begangen.
Wie gefährlich es auf den Straßen von Sao Paulo zugeht, musste Jenson Button im vorigen Jahr erfahren. Der McLaren-Pilot war nach dem Qualifying mit seinem Vater und seinem Manager auf dem Weg zum Hotel, als das Auto an einer Kreuzung von sechs bewaffneten Männern angehalten wurde - eine in Brasilien gängige Methode. Der Fahrer des Wagens von Button reagierte geistesgegenwärtig, gab Gas und raste davon. Weniger Glück hatten Teammitglieder von Sauber, die am selben Abend überfallen und ausgeraubt wurden.
Doch wo viel Licht, da ist - besonders in Brasilien - auch viel Schatten. Auf den Straßen von Sao Paulo regiert die Gewalt. Zwar ist die Mordrate von 52 Morde je 100.000 Einwohner im Jahre 1999 auf 10,64 im Jahre 2010 gesunken, doch sind das immer noch mehr als 1.000 Morde pro Jahr. Zudem werden jährlich 100.000 Raubüberfälle begangen.
Wie gefährlich es auf den Straßen von Sao Paulo zugeht, musste Jenson Button im vorigen Jahr erfahren. Der McLaren-Pilot war nach dem Qualifying mit seinem Vater und seinem Manager auf dem Weg zum Hotel, als das Auto an einer Kreuzung von sechs bewaffneten Männern angehalten wurde - eine in Brasilien gängige Methode. Der Fahrer des Wagens von Button reagierte geistesgegenwärtig, gab Gas und raste davon. Weniger Glück hatten Teammitglieder von Sauber, die am selben Abend überfallen und ausgeraubt wurden.
Polizei-Konvois reichen Schumacher nicht
Damit sich solche Szenen in diesem Jahr nicht wiederholen, hat die Polizei das Sicherheitsaufgebot rund um den Kurs erhöht. 3.500 Polizisten werden rund um die Uhr an der Strecke sein, um für die Sicherheit der Zuschauer, aber auch der Piloten zu garantieren. Sobald ein Fahrer das Autodromo Carlos Pace verlässt, wird er von einem Polizei-Konvoi eskortiert. "In diesem Jahr fühlen wir uns sicherer. Es ist aber schlimm, dass man hier immer mit so etwas rechnen muss“, sagte Button der englischen Tageszeitung 'The Times‘.Für Michael Schumacher ist das noch nicht genug. Der Rekord-Weltmeister hat sein eigenes Gefährt, mit dem er zur Arbeit fährt: Ein 3,5 Tonnen schwerer Mercedes mit schusssicheren Reifen und Scheiben soll vor Überfällen schützen. Teamkollege Nico Rosberg verzichtet auf einen solchen Mini-Panzer, hat aber einen Bodyguard als Fahrer. Nur Sebastian Vettel wirft alle Sicherheitsbedenken über Bord. "Ich bin zum sechsten Mal hier, noch nie ist mir etwas passiert“, sagte der Weltmeister. Seine einzige Sicherheitsmaßnahme: Er trägt keine Teamkleidung, wenn er das Fahrerlager verlässt.












