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Neuer Schumi-Bolide: Schaut Rosberg in die Röhre?

02.05.10

Foto: xpb.cc

Michael Schumacher fiebert dem Europa-Auftakt entgegen. Beim Großen Preis von Spanien in Barcelona bekommt der siebenmalige Weltmeister ein komplett neues Auto. Glaubt man den Experten, wird der neue Mercedes GP W01 Schumacher sehr entgegen kommen, weil das Auto genau auf die Bedürfnisse des 41-Jährigen abgestimmt wird. "Schumacher braucht ein Auto, das schnell einklenkt und mit dem er spät in den Kurvenscheitelpunkt hineinbremsen kann, um früh herausbeschleunigen zu können. Darin war und ist er ein Perfektionist", sagte Niki Lauda dem Fachmagazin 'Motorsport aktuell'.

Genau dieses Auto soll in Barcelona für Schumacher und Nico Rosberg bereitstehen. Neben umfangreichen Modifikationen an Aerodynamik und Radstand des Mercedes wird auch das Chassis ausgetauscht. "Es ist kein komplett neues Chassis, sondern eines, das wir schon bei den Testfahrten benutzt haben", sagte Teamchef Ross Brawn bei einer Wohltätigkeitsveranstaltung in London. Die komplette Überarbeitung des bislang hinter der Konkurrenz herhinkenden 'Silberpfeils' kommt besonders Schumacher zugute. Der 41-Jährige war in den ersten Saisonrennen mit dem zum Untersteuern neigenden Auto überhaupt nicht zurechtgekommen. "Mit den schmäleren Vorderreifen muss er früher bremsen, kommt damit relativ langsam zum Kurvenscheitelpunkt und hat Probleme mit dem untersteuernden Wagen, der auf der Vorderachse aus der Kurve schiebt", erklärt Lauda Schumachers 'Leiden'.

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Schumacher gefällt es eher, wenn Autos übersteuernd ausgelegt sind, also in Kurven mit dem Heck ausbrechen. Aus diesem Grund wurde der Radstand um geschätzte fünf Zentimeter verlängert, um mehr Gewicht in Richtung Hinterachse zu verlagern. Mit einer verbesserten Aerodynamik soll die Lücke zu den bislang dominanten Autos von Red Bull, McLaren und Ferrari geschlossen werden.

Brawn hatte aber noch eine weitere, überraschende Erklärung parat, warum Schumacher bislang im teaminternen Duell gegen Rosberg keinen Stich sah. Schumachers Chassis sei "bei den ersten Rennen beschädigt worden", sagte Brawn: "Wir hatten es so gut repariert, wie es uns während der Rennen möglich war. Aber jetzt sind wir zurück in der Fabrik und werden das Test-Chassis wieder einsetzen."

Zugleich stärkte er dem schwächelnden Rekordchampion den Rücken. "Es wäre verrückt, zu sagen, er ist da, wo er gerne sein würde. Aber er ist sehr entschlossen, erfolgreich zu sein. Und die Enttäuschungen werden nur dazu führen, dass er es noch härter versuchen wird", sagte Brawn. Schumacher sei immer noch entschlossen, das sehe man, wenn er im Auto sitze, sagte Brawn. Dass es nicht richtig laufe, liege nicht an fehlender Geschicklichkeit oder Mut, meinte der Brite: "Die Technik und das Auto müssen getunt werden." Schumacher verliere nur an einzelnen Stellen Zeit. Brawn: "Deshalb denken wir, dass er das ausräumen wird, wir das ausräumen werden und dann dahin kommen, wo wir sein müssten."

Brawn und das Mercedes-Team haben alle Hebel in Bewegung gesetzt, um Schumacher das passende Auto hinzustellen. Aber was sagt eigentlich Nico Rosberg dazu? Wie wird er mit dem neuen Silberpfeil zurechtkommen? Denn der 24-Jährige hamonierte bisher bestens mit dem 'alten' Auto und sammelte als WM-Zweiter schon 50 WM-Punkte. Ob Rosberg sich genauso auf den Spanien-GP freut wie Schumacher? Die Antwort des jungen Deutschen ist genauso cool wie seine Auftritte in diesem Jahr: "Das kommt auch mir zugute", sagte Rosberg über die Modifikationen am Auto.

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