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Hamilton strafversetzt - Vettel und Schumi pokern

12.05.12
Lewis Hamilton, Formel 1, SpanienLewis Hamilton wurde in Barcelona auf den letzten Startplatz strafversetzt.
Foto: dpa bildfunk

Pech für McLaren: Lewis Hamilton, der das Qualifying zum Großen Preis von Spanien gewonnen hat, ist auf den letzten Startplatz zurückversetzt worden. Die Rennkommissare bestraften den Briten, weil er nach seiner letzten gezeiteten Runde sein Auto auf Anweisung seines Teams auf der Strecke abgestellt hatte und nicht wie im Reglement gefordert bis in den Parc ferme in der Boxengasse gefahren war. Für den britischen Rennstall wäre es die 150. Pole Position gewesen.

Dabei fuhr Hamilton zuvor bei perfekten äußeren Bedingungen auf dem Circuit de Catalunya in 1:21,707 Minuten überlegen die Bestzeit. Die Regel, in den Parc ferme zurückzufahren, soll verhindern, dass Fahrer dadurch Benzin sparen. Denn für technische Überprüfungen muss noch mindestens ein Liter Benzin im Tank sein. Bei Hamilton waren es zum Zeitpunkt seines Stopps auf der Strecke noch 1,3 Liter, für den restlichen Weg hätte er aber wohl noch rund zwei Liter benötigt. Eine Ausnahme von dieser Regel wäre nur bei einem technischen Defekt gegeben.

Von Startplatz 1 geht dafür sensationell Pastor Maldonado in Barcelona ins Rennen. Der Williams-Pilot fuhr kurz vor Quali-Ende eine überragende Runde und drängte sich noch an Fernando Alonso vorbei. Der Ferrari-Star schnupperte zur Freude der spanischen Fans kurzzeitig sogar an der Pole Position.

Weit weg von der ersten Startreihe rangierten die deutschen Piloten. Mercedes-Fahrer Nico Rosberg belegte den 7. Platz* und war damit Bester der fünf Deutschen. Damit liegt er einen Rang vor Sebastian Vettel, der wiederum einen Platz vor Michael Schumacher rangiert. Der Red-Bull-Pilot und sein Mercedes-Konkurrent verzichteten beide auf eine gezeitete Runde. Sie wollten Reifen sparen und offenbar auf harten Reifen das Rennen angehen.

Vor dem deutschen Trio platzierte sich noch das Lotus-Duo Romain Grosjean und Kimi Räikkönen auf 4 und 5. Sergio Perez raste im Sauber auf Platz 6.

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Button und Webber eiskalt erwischt

Ein böses Erwachen gab es für Jenson Button und Mark Webber, die beide überraschend und zum ersten Mal in dieser Saison die Top 10 verpassten. McLaren-Pilot Button hatte sich offenbar verzockt und schied als Elfter denkbar knapp aus. Noch einen Rang dahinter landete Webber im zweiten Red Bull. “Ich bin schon ein bisschen überrascht. Wir dachten, es reicht“, gab der Australier zu. Neben seinem Teamkollegen Paul di Resta startet Force-India-Pilot Nico Hülkenberg von Rang 14 ins Rennen.

Als erster deutscher Fahrer kam wie immer Timo Glock ans Mikrofon. “Das Qualifying war weit weg von dem, was ich mir erhofft habe. Es ist nicht rund gelaufen“, sagte der Marussia-Pilot, der von Position 22 in den Großen Preis von Spanien starten wird. Dass er sich seinem Teamkollegen Charles Pic (Platz 21) schon zum zweiten Mal in dieser Saison geschlagen geben musste, wurmte den 30-Jährigen.

Noch mehr ärgerten sich Bruno Senna und Narain Karthikeyan. Williams-Pilot Senna leistete sich auf seiner letzten schnellen Runde einen Dreher und schied als 18. in Q1 aus. Der Inder Karthikeyan scheiterte im HRT an der 107-Prozent-Hürde. Eine Bestzeit von 1:28,363 Minuten hätte der HRT-Pilot mindestens fahren müssen. Er schaffte jedoch nur 1:31,122 und verpasste die Qualifikation fürs Rennen deutlich. Da Karthikeyan jedoch im 3. Training die geforderte Zeit einmal unterboten hatte, wird er wohl trotzdem starten dürfen.

*Alle Plätze ohne Berücksichtigung von Hamiltons Strafversetzung

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