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Formel-1-Saison wird neu gestartet

07.05.12
Circuit de CatalunyaDer Circuit de Catalunya vor den Toren Barcelonas
Foto: xpb.cc

Der Formel-1-Tross ist zurück aus Übersee. Am Wochenende beginnt die Saison 2012 mit dem Großen Preis von Spanien in Barcelona von vorne. Auch wenn die Kurse in Melbourne, Sepang, Schanghai und Manama inzwischen etabliert sind, gilt erst der Circuit de Catalunya als Gradmesser für die kommenden Rennen.

Auf dieser Strecke haben sich die Teams im Frühjahr vorbereitet, hier werden sie erstmals die neuen Entwicklungsprogramme und Modifikationen, die in den vergangenen Wochen von den Ingenieuren ausgetüftelt und in Mugello getestet wurden, zum Einsatz bringen.

"Von allen aktuellen Rennstrecken kennen wir Barcelona am besten, denn hier haben wir in den letzten Jahren viel getestet. Ein Auto, dessen Aerodynamik in Barcelona funktioniert, wird überall funktionieren", weiß Champions Sebastian Vettel. "Es wird also ein interessantes Wochenende." Das Team habe bei den Tests in der vergangenen Woche das Paket für Barcelona erarbeitet, so Vettel, "aber vor uns liegen noch einige Abstimmungsarbeiten am Set-up ".

Der Kurs an der Mittelmeerküste belastet vor allem die Reifen, was angesichts der teils willkürlichen Pirelli-Gummis interessant werden dürfte. "Der Abbau der Reifen wird in Barcelona eine Schlüsselrolle spielen, da man im Niemandsland landet, wenn der Abbau hoch ist", sagte Lotus-Fahrer Romain Grosjean.

Sehr wichtig ist zudem das richtige Set-up: Um auf den Geraden schnell zu sein, müssen die Flügel flach gestellt sein. In den schnellen Kurven bekommen die Fahrer dann allerdings Probleme, da die Autos dadurch zum Untersteuern neigen. "Wenn dein Auto hier untersteuert, wird es für dich wirklich anstrengend", berichtete McLaren-Pilot Jenson Button.

Spanien-GP: 1 Runde in Barcelona

Ferrari startet bei Null

Während Red Bull und McLaren wohl nur mit kleinen Modifikationen an den Start gehen (sofern sie in Mugello nicht mit verdeckten Karten spielten), wird Ferrari zu einem radikalen Weg gezwungen. Trotz des Sieges von Fernando Alonso in Malaysia war der F2012 bislang nicht wettbewerbsfähig. "Es fehlt nur noch das Wichtigste, das schnellste Auto von allen zu haben…", klagte Alonso. Nach den Tests in der 'Ferrari-Wohlfühlzone' in Mugello wird der Spanier bei seinem Heim-GP einen runderneuerten Ferrari um den Kurs steuern.

Den größten Schritt in die richtige Richtung wollen die Italiener mit einer neuen Auspuffanlage machen. Die Auspuffe sind nach außen gerichtet und sollen die Abgase über eine Schiene direkt auf den Diffusor leiten. Zudem soll die Motorabdeckung noch neu gestaltet werden. Auch Frontflügel und Unterboden werden sich ändern.

Auch Mercedes hat in Mugello einiges ausgeklügelt. "Das Positive an den Testfahrten war, dass wir uns wirklich auf die Neuentwicklungen konzentrieren konnten, die wir uns als Ziel gesetzt hatten", erläuterte Michael Schumacher.

Die großen Unbekannten werden wohl auch in Barcelona Lotus und Sauber sein. Nach den Plätzen 2 und 3 in Bahrain hat Lotus am Auto nur wenig verändert, dennoch fuhr Grosjean in Mugello die schnellste Zeit der Testwoche. "Sie haben das konstanteste Auto", sagte Mark Webber anerkennend.

Sauber stattete dagegen den C31 mit vielen neuen Teilen aus. "90 Prozent unseres Barcelona-Pakets sind schon am Auto", verriet Technikchef Matt Morris. "Wir werden später dann Teile ab- und wieder dranbauen, um Vergleichswerte zu bekommen." Neu sind unter anderem der Frontflügel und der Auspuff.

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