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Di Montezemolo: Ich will Vettel

20.12.12 16:53
Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo und Fernando AlonsoDi Montezemolo mit seiner Nummer 1 Fernando Alonso
Foto: Getty Images/Bongarts

Ferrari-Präsident Luca di Montezemolo hat erstmals offen zugegeben, dass er an einer Verpflichtung von Sebastian Vettel interessiert ist. "Wenn Alonso aus irgendeinem Grund morgen zurücktritt, dann will ich Vettel", sagte der Ferrari-Chef dem Fachmagazin 'auto, motor und sport'. "Vettel ist für die Zukunft ein potenzieller Ferrari-Fahrer."

Gleichzeitig machte der Ferrari-Boss jedoch klar: Ein gemeinsames Engagement mit seiner derzeitigen Nummer 1, Fernando Alonso, kommt nicht in Frage. "Alonso und Vettel, das wird schwierig", gab der 65-Jährige zu und erklärte: "Wenn du den besten Fahrer der Welt hast, musst du ihm optimale Bedingungen bieten."

Und wer derzeit der beste Fahrer für ihn ist, machte der Ferrari-Boss unmissverständlich klar: Alonso. "Ich bin unheimlich happy mit ihm. Er ist mehr als nur ein Fahrer. Er ist eine Schlüsselfigur, weil er sich so unglaublich in die Teamarbeit mit einbringt", sagte di Montezemolo. Der Spanier ist für den Ferrari-Chef eine perfekte Mischung aus den zwei ehemaligen Ferrari-Piloten Michael Schumacher und Niki Lauda.

"Fernando hat von beiden etwas", meinte di Montezemolo. "Von Lauda die Rennintelligenz und das Teamwork. Aber wie Schumacher kann Alonso auch eine Kampfmaschine sein." Alonso wisse in einem Rennen genau, wann er langsam und wann schnell fahren muss. "Wenn es von ihm verlangt wird, fährt er aber auch das ganze Rennen absolut voll", sagte der Italiener. Außerdem sei er unheimlich produktiv in der Arbeit mit den Ingenieuren.

Felipe Massa und Fernando Alonso, FerrariFahren auch 2013 gemeinsam für Ferrari: Felipe Massa und Fernando Alonso
Foto: dpa bildfunk

Ferrari beobachtet Hülckenberg

Doch auch von Vettel ist di Montezemolo begeistert. "Er ist jung, er steht mit beiden Beinen auf dem Boden, er ist bodenständig, und er hat einen unbändigen Siegeswille", lobte der der Präsident der Scuderia den dreimaligen Weltmeister. Eine Verpflichtung von Vettel wäre eine Provokation für Alonso. Ein Engagement gemeinsam mit Vettel betrachtet di Montezemolo als ähnlich problematisch wie die Paarung Alonso - Lewis Hamilton vor einigen Jahren bei McLaren.

Deshalb setze man weiter auf Felipe Massa als Wasserträger von Alonso. Di Montezemolo gab aber zu, dass der Brasilianer in der vergangenen Saison vor dem Aus bei der Scuderia stand. "Felipe war eine zeitlang verschwunden. Erst ab dem Grand Prix in Monza kehrte er wieder nach Maranello zurück, um ein echter Ferrari-Fahrer zu sein", sagte di Montezemolo. "Mit seinen Leistungen zum Schluss der Saison hat er sich den Platz verdient. Ich gehe davon aus, dass er mit viel mehr Selbstvertrauen in die neue Saison geht."

Zudem habe Ferrari niemanden gesehen, "der uns die Garantie gegeben hätte, einen besseren Job als Felipe zu machen". In der kommenden Saison will di Montezemolo jedoch mögliche Massa-Nachfolger genau beobachten. Zu denen zählt offenbar auch Nico Hülkenberg. "Ich bin sehr gespannt, wie sich Hülkenberg im Sauber mit unserem Motor im Heck schlagen wird", verriet der Ferrari-Boss, der überraschend aber auch Lotus-Pilot Romain Grosjean auf dem Zettel hat. Er wolle sehen "was aus dem jungen Mann wird, der auf der ersten Runde des Rennens in diesem Jahr manchmal etwas zu schnell war", meinte di Montezemolo.

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