Welche Themen bewegen den Norden heute? Welche Entwicklungen gab es über Nacht? Darum gehts in der Morgenkonferenz bei RTL Nord.
"Redakteure diskutieren ein Thema"
Hamburg, Kiel, Hannover, Bremen – jeden Morgen kommen hier unterschiedliche Themen und Perspektiven zusammen. Was ist relevant? Welche Infos müssen wir überprüfen? Und welche sind die wichtigsten für unsere Berichterstattung bei RTL Nord? Schon bei der Themenauswahl zeigt sich etwas, das Journalismus ausmacht: Vielfalt.
Mein Thema heute: Medien und Demokratie. Dazu treffe ich Hamburgs Mediensenator Carsten Brosda zum Interview. Vier Fragen habe ich vorbereitet. Klingt überschaubar. Doch bevor die Kamera läuft, beginnt die eigentliche Arbeit.
Aufsager Julia Lübbersmeyer, Reporterin
"Meine Aufgabe ist nicht, Ihnen zu sagen, was Sie über ein Thema denken sollen. Meine Aufgabe ist es, ganz objektiv alle wichtigen Informationen zu sammeln, sie zu prüfen, unterschiedliche Seiten zu hören und Ihnen die Zusammenhänge so darzustellen, dass Sie sich selbst ein Bild machen können."
Und als Regionalreporterin interessiert mich besonders, was politische Entscheidungen bei uns im Norden für die Menschen bedeuten.
Für mein Gespräch mit Carsten Brosda heißt das heute: recherchieren, Positionen prüfen, Fragen vorbereiten – und überlegen, wo ich kritisch nachhaken muss.
Aufsager Julia Lübbersmeyer
"Hinter mir steht eine ganze Redaktion. Texte werden gegengelesen, Informationen und Quellen überprüft und bewertet. Und für unsere Arbeit gelten journalistische Standards – festgehalten unter anderem im Pressekodex."(Ausgedruckt in Kamera halten: Pressekodex)
Ein tagtäglicher Aufwand. Gerade vor Ort, in der regionalen Berichterstattung, ist das wichtig, erklärt Medienforscher Prof. Jan-Hinrik Schmidt.
((O-Ton Prof. Jan-Hinrik Schmidt,
Medienforscher und Soziologe
03:01:18:00 ))
"Wenn es keine journalistische Berichterstattung über regionale Themen gäbe, dann würden andere Stimmen diese Lücke füllen. Menschen haben einen Bedarf daran, sich zu informieren. Was ist in der Region, in meinem Bundesland, in der Stadt, in der ich lebe, gerade los? Wenn das nicht der Journalismus liefert, sondern vielleicht Interessensgruppen. Das können Parteien sein, das können Organisationen sein, das können Unternehmen sein. Dann fehlt mir unter Umständen diese objektive, vielfältige und ausgewogene Einordnung, die der Journalismus leisten kann."
Recherche, Dreh, Text, Schnitt, Veröffentlichung und Sendung – alles an einem Tag. Was am Ende bei Ihnen ankommt, ist das Ergebnis vieler Gespräche, sorgfältiger Recherche und hoher journalistischer Standards. Wenn Menschen sich nicht unabhängig informieren und selbst ein Bild machen können, dann ist die Demokratie in Gefahr. Und dafür braucht Journalismus: Vielfalt, Vertrauen, Verantwortung - auch hier bei RTL Nord.