Hier ist der Text ohne Zeitcodes:
Dieses Paket war voll mit Kleidung und Zigaretten BEVOR Günter Arndt es zur Post gebracht hat. Betonung auf WAR.
Am Dienstag erhielt ich dann den Anruf von meinem Schwager, der gesagt hat, dass das Paket angekommen ist. Er hat sich auch bedankt, aber er sagte, es war leer. Ich sage Jörg, das kann nicht sein. Du willst mich veräppeln? Nein, Das Paket ist leer.
UND es war neu zugeklebt.
Auch ein Päckchen an seine Tochter, das er gleichzeitig in Fürstenwalde abgegeben hatte, kam leer bei ihr an.
Da war mir eigentlich sofort klar, dass es nicht auf oder während des Transportes, also von alleine aufgegangen ist. Oder vom LKW gefallen oder sonst was, sondern da muss irgendeine Hand angelegt haben, um dieses Paket geöffnet zu haben.
Günter Arndt sagt, er habe direkt einen Brief an die DHL Zentrale in Bonn geschrieben.
Auf unsere Anfrage schreibt die DHL aber, es sei bislang keine Meldung von Herrn Arndt eingegangen.
Weiter heißt es in der DHL-Stellungnahme:
"Sollte es Verdachtsfälle auf Unregelmäßigkeiten geben, wird unsere interne Konzernsicherheit eingeschaltet, die diesen im Detail nachgeht und bei Bedarf auch eng mit der Polizei und den Ermittlungsbehörden zusammenarbeitet. [...] Bislang gibt es in der Region keine besonderen Auffälligkeiten, wir werden dem aber weiterhin mit der notwendigen Aufmerksamkeit nachgehen."
Was Sie tun können, wenn ihr Paket leer ankommt, haben wir für Sie bei der Verbraucherzentrale nachgefragt:
Josephine Frindte, Verbraucherzentrale Berlin
(Einblendungen:
Fotos machen von
Inhalt vor Versand - leerem Paket
Nachforschungsauftrag stellen)
Das Wichtigste ist, erstmal tatsächlich Beweise zu sammeln. Also das heißt, ein Foto zu machen, damit man so weit erstmal alles in der Hand hat und dann auch den Kontakt zum Versanddienstleister aufzunehmen, also einen Nachforschungsauftrag zu stellen, damit der Versanddienstleister überhaupt erstmal Bescheid weiß, was los ist.
Im Falle von DHL geht das am besten innerhalb einer Woche nach Zustellung über die Website DHL.de. Hier gibt es wie auch bei anderen Paketzustellern wie Hermes oder UPS ein Formular für die Schadensanzeige.
Wie kann man sich vor so etwas schützen?
Also das Beste ist, glaube ich, sowieso, wenn man ein Paket versendet, dass man es versichert versendet. Der Aufschlag ist nicht sonderlich hoch. Das sind 2 € Unterschied zwischen dem unversicherten und versicherten Paket. Man kann dann eine Versicherungssumme zwischen 5 bis 750 € quasi geltend machen.
Ein weiterer Tipp der Expertin:
Verpacken Sie das Paket am besten nicht so, dass man von außen erkennen kann, was drin ist. Also elektronische Geräte vielleicht nicht unbedingt mit dem MacBook Karton versenden.
Günter Arndt möchte den Schaden ersetzt haben - fast 500 Euro. Eine Antwort auf seinen Brief hat er nach eigener Aussage bislang nicht bekommen.