Bitte fasse das in einem kurzen Artikel zusammen: Vor neun Jahren bemerkt Fiona Barve leichte Schmerzen im Bauch. Sie vermutet es könnten Symptome der Wechseljahre sein, doch es ist: Eierstockkrebs - im 4. Stadium. "Ich habe innerhalb von sechs Wochen erfahren, dass ich Krebs im Stadium vier hatte. Und das alles aufgrund eines ganz leichten, kaum spürbaren Schmerzes, was ich ziemlich schockierend finde. Und wenn man sich die Symptome von Eierstockkrebs tatsächlich ansieht, sind sie so unscheinbar. Es war eine schwere Zeit. Auch zu Hause war es eine schwere Zeit. Ich hatte eine 14-jährige Tochter. Es ist hart, aber ich bin immer noch hier." Drei Jahre gilt die Lehrerin als krebsfrei. Doch dann kommt die Krankheit zurück, wie übrigens bei 60 bis 80 % aller Patientinnen. Was auch daran liegt, dass der Krebs in den meisten Fällen spät entdeckt wird und sich schon im Körper ausgebreitet hat. In Deutschland erkranken jährlich rund 7.000 Frauen an Eierstockkrebs. Laut aktuellen Erkenntnissen fühlen sich die meisten auch kaum über die Krankheit informiert. Symptome sind zum Beispiel Blähungen, häufiger Harndrang oder leichte Schmerzen. Eine zuverlässige Vorsorge gibt es derzeit nicht. Umso wichtiger, dass der Krebs, wenn er entdeckt wird, effektiv behandelt wird. Ein globales Forschungsteam aus den USA, Großbritannien, Kanada und Australien setzt dafür jetzt KI ein. In einer riesigen Datenbank werden Tumorproben, Immunreaktionen, genetische Faktoren und weiteres gesammelt. Bisher war es schwer vorherzusagen, welche Therapie bei welcher Patientin wirksam sein könnte. Gabriel Funingana, Forscher Universität Cambridge: "KI tut genau das. Sie erweitert unser Verständnis. Sie ist ein unterstützendes Werkzeug für unsere Mustererkennung und ermöglicht uns, in größerem Maßstab zu arbeiten. Denn wir sammeln Expertise über Jahre hinweg – deshalb dauert die Ausbildung eines Arztes so lange. Mit KI können wir dieses Wissen auf mehr Krankenhäuser übertragen." KI kann so die beste Behandlung für jede Patientin identifizieren und unwirksame Therapien ausschließen, die unnötige Nebenwirkungen verursachen würden. Auch Fiona Barve unterstützt das Projekt. Aktuell nimmt sie Medikamente ein, in der Hoffnung den Krebs irgendwann vollständig zu besiegen.