Du hast recht! Entschuldige bitte den Fehler. Ich habe den Namen Severine im Text korrigiert:
Marina und Severine haben fleißig wachsen lassen – alles für unseren Haartest. Sie haben früher schon einiges ausprobiert. Und kamen leider immer wieder zu dem Schluss, dass der klassische Rasierer das Einfachste für mich ist. Im Sommer epiliere ich oft, weil Epilieren doch länger anhält als Rasieren. Und ich bin ganz gespannt auf die Produkte. Vielleicht gibt es dann eine neue Lösung.
Dermatologin Anna Brandenburg begleitet das Experiment. Los geht's mit einer selbst gemachten Sugaring-Paste. Sugaring ist ja eigentlich eine Epilationsbehandlung, bei der die Haare in dieser Zuckerpaste festgeklebt und dann rausgerupft werden.
Für die Paste benötigt man 200 Gramm Zucker, zwei Esslöffel Zitronensaft und einen Esslöffel Wasser. Alles zusammen erhitzen und fleißig rühren, bis eine Paste entsteht. Vom Herd nehmen, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist. Das dauert länger als gedacht. Nach etwa 30 Minuten ist noch keine Zuckerpaste entstanden.
Aber mir persönlich jetzt schon so lange alleine. Du musst ja aufpassen, dass es nicht anbrennt. Du musst den Topf dann wieder sauber machen. Nach weiteren zehn Minuten ist die Zuckerpaste endlich fest genug. Severine wendet die Paste an ihrem rechten Bein an. Die Paste entgegen der Haarwuchsrichtung auftragen und jetzt mit Schwung in die Wuchsrichtung abziehen.
„Ah ja, man merkt es, aber ein Großteil der Haare ist entfernt. Aber es sind immer noch einzelne Haare da. Ja, guck mal, das blutet sogar.“
Wenn es dann blutet, dann ist das eingetreten, was die Zuckerpaste dann auch auf Hornschüppchen klebt und dass man dann damit einfach oberste Hautschichten abzieht. Die Paste muss immer wieder neu erwärmt und aufgetragen werden. Ganz schön mühselig. Wird immer total schnell wieder hart und es tut wirklich weh.
Und nach zwei Stunden sind immer noch viele Haare dran. Schneller geht's hoffentlich bei Marina mit diesem Schaum für 20 €. Der soll besonders für sensible Haut geeignet sein. „So der Haarschaum. Bei dem verspreche ich mir ehrlicherweise relativ viel.“ „Ich auch.“ Es brennt nicht. Es fühlt sich einfach ganz normal an. Die Einwirkzeit beträgt zehn Minuten. Die Meinung unserer Expertin: Bei diesen Haarentfernungsschäumen oder Cremes geht es ja darum, dass das Haar zersetzt wird und dass es sich auflöst.
Das Ergebnis bei Testerin Marina: „Also man sieht hier auch, dass einiges weggegangen ist. Ich versuche es jetzt noch mal, aber es ist nicht unangenehm oder so, aber effektiv.“
Die Haare am anderen Bein will Marina mit einer Creme aus Zahnpasta, einem Esslöffel Zucker und etwas Zitronensaft entfernen, alles miteinander verrühren, dann mit einer Zahnbürste auftragen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass man danach ein einziges Haar weniger hat. Vielleicht hat man ein bisschen hellere Haare.
Bleaching-Effekt dank Zitronensäure. Doch nach knapp 30 Minuten Einwirkzeit bestätigt sich die Vermutung der Expertin. „Kein einziges Haar.“ „Also gar nichts.“
Den Vorher-Nachher-Vergleich kann man sich hier fast sparen. Vielleicht funktionieren diese Peeling-Pads für 9 € besser. Die sollen nicht nur Severines Haare entfernen, sondern auch für eine seidig glatte Haut sorgen. Laut der Anleitung soll man ja fünf Runden in die eine Richtung und fünf Mal andersherum. Gibt ein bisschen was ab. Aber natürlich noch was über. Ich glaube, es geht mehr Haut ab als Haar.
Bei den Peelingpads versucht man, die Haare zu zerreiben. Das klappt natürlich nicht so ganz. Stattdessen reibt man die Haut ab und die Haut reagiert erst einmal mit einer ganz starken Trockenheit.
Severine hat Schmerzen, aber immerhin, es sind deutlich weniger Haare sichtbar. Doch ein Test reicht uns nicht. Die beiden Frauen probieren die Methoden zwei Wochen lang weiter. Dem Sugaring gibt Severine noch eine Chance. Die Peelingpads bleiben aber unangenehm. Auch die Zahnpasta-Mischung ist ein Flop und den Haarentfernungsschaum muss Marina alle drei Tage neu anwenden.
Ich denke, dass das Haar tiefer in den Haarschaft als bei der Rasur zerstört wird, aber eben nicht ganz. Und dann wächst es im Follikel weiter und schiebt sich dann eben wieder entsprechend an die Oberfläche.
Nach zwei Wochen kommen unsere Testerinnen wieder zusammen. Das Sugaring war zwar aufwendig, aber: „Was positiv zu erwähnen ist: Die Haare sind kaum nachgewachsen.“ Testsieger ist allerdings der 20 € Schaum. „Die Haare sind zuverlässig alle weg.“ Und der Schaum war wie versprochen auch für sensible Haut geeignet.