Per Propellermaschine geht’s ins Nirgendwo. Coober Pedy heißt das Ziel. Ein Kaff, das in der Wüste des australischen Outback liegt.
Der erste Eindruck: er ist so, wie man es erwartet.
„Wie Sie sehen, sehen sie nichts. Wir sind mitten im Nirgendwo. Willkommen in Coober Pedy.“
Der Flughafen ist noch überirdisch, aber schon hier gibt es Höhlenambiente. Und das Outback Australiens hält noch einen weiteren Clou parat. Etwas, das ich absolut nicht auf dem Schirm hatte, und das mir buchstäblich ins Gesicht schlägt als ich an die frische Luft gehe.
Die Fahrt vom Flughafen ins Städtchen, sie ist staubig und unwirklich. Kängurus, wohin man schaut. Sie aber sind nicht der Grund, warum Cooper Pedy Menschen aus der ganzen Welt anlockt. Sondern Opal. Das sind wertvolle Mineralien, die hier unter der Erde schlummern und einmal gefunden zu Schmuck verarbeitet werden.
Auf dem Weg zu meiner unterirdischen Unterkunft lege ich einen Stop ein auf der Hauptstraße. Erstmal die Lage checken, denke ich. Mit Leuten ins Gespräch kommen. Nicht so einfach. Denn auf den Straßen ist so gut wie keiner.
Und das hat einen Grund: in Cooper Pedy wird es heiß, richtig heiß. 50 Grad kann es im Sommer werden. Gerade ist es Winter.
Aufgrund der enormen Hitze spielt sich das Leben seit den 60ern im Untergrund ab. Die Temperarturen bleiben dort konstant angenehm bei etwa zwanzig Grad. Ohne Klimaanlage. Deshalb steigt man ab. Zum Bett im Hotel, zum Gottesdienst in den Kirchen. Oder ins Nagelstudio. Selbst gegessen wird unter Tage.