Jeder isst es anders: Getoastet oder ungetoastet, als Sandwich mit viel Belag oder doch nur mit einem Aufstrich – Toastbrot! Die Regale sind voll mit den verschiedensten Sorten.
"Und wenn wir mal ein bisschen genauer hinschauen, dann sehen wir, okay der Vollkornanteil der ist tatsächlich auch nur bei 8 Prozent. Krass, d.h. es ist überhaupt kein Vollkorn-Brot."
Was steckt drin, in unserem Toastbrot? Was gehört rein und was eher nicht? Das schauen sich Brotsommelier Johannes Dackweiler und unsere Reporterin Nina gemeinsam an.
Aufsager
"Das meistgekaufte Brot in Deutschland ist Toast. Meine Kinder schreien tatsächlich auch immer danach, deshalb möchte ich gern heute einmal wissen, was steckt da drin, aber vorher geh ich in den Supermarkt und vergleich die Preise."
Billig, haltbar, schnell zubereitet und kross - Industrietoast gibt es als Weizen- oder Buttertoast, Vollkorn, Dinkel bis hin zum Bio-Produkt überall zu kaufen. Wir machen den Preisvergleich.
Eine Packung aus dem Supermarkt kostet zwischen 89cent und 2.99 EUR. Ein handgefertigtes Toastbrot vom Bäcker würde dagegen 4.60 EUR kosten.
Unser Einkaufskorb ist voll.
Drei Packungen stellen wir in eine Küche und beobachten in den nächsten 2 Wochen, ob und wie schnell sie schimmeln. Darunter ein Bio-Weizenprodukt, ein Billig-Butter-Toast und ein Dinkel-Sandwich.
Mit dem Rest des Einkaufs gehen wir in die Backstube von Brotsommelier Johannes Dackweiler. Er leitet seit 12 Jahren eine Bäckerei in Düsseldorf.
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"Das ist aber mal eine gute Vielfalt, die du mitgebracht hast. Wir brauchen ja auch einen guten Querschnitt. Ja. Sehr schön."
Nämlich 22 verschiedene Sorten Toast.
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"Sollen wir uns einfach mal ein paar Exemplarisch rausnehmen und auf die Inhaltsstoffe gucken? Finde ich gut…
Was möchtest du nicht so gern auf der Inhaltsstoffliste lesen, als Bäcker, der das so mit Leib und Seele macht.
Umso kürzer sie ist, umso besser ist es, weil letztendlich brauchst du, um gutes Brot zu backen, Wasser, Mehl und Salz und ein Triebmittel in Form von Hefe oder Sauerteig. Okay, dass sind schon mal deutlich mehr als 5 bis 6 Zutaten. Na also jetzt hier an erster Stelle Weizenmehl, dass ist klar, das ist die Zutat, die am meisten drin ist, der Zucker ist natürlich ganz wichtig, gerade, wenn man noch einmal toasten tut, dass es dann eben dieses schöne Nachbräunen gibt. Von daher ist auch in meinem Toastbrot mit drin, sonst bekommst du nicht die schöne Farbe und den tollen Geschmack beim toasten. Ah interessant."
Auch wenns schön cross macht, empfiehlt unser Experte beim Kauf den Zuckergehalt zu checken. Und noch etwas fällt auf beim Weizentoast.
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"Wir haben hier jetzt natürlich sehr viele Kohlenhydrate, weils eben nur ein helles Mehl ist, ne. 51g auf 100g, Das ist viel."
Und was steckt im Vollkorn-Toast drin? Ordentlich Vollkorn sollte man meinen.
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"Hier sind 58 Prozent Weizen oder Getreideanteil drin, ne aber du siehst hier ist auch noch Weizenmehl drin, zur Stabilisierung. Du sieht das ist schon kein reiner Vollkornteig."
Der Grund: Außer Mehl enthält der Industrietoast einige weitere Bestandteile. Der wirkliche Vollkornanteil macht damit nur etwas über die Hälfte aller Zutaten aus.
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"So, und dann haben wir hier noch den Körner Balance Toast, wo man denken könnte, oh da hat man eine schöne gesunde Geschichte. Und wenn wir da mal ein bisschen genauer hinschauen, dann sehen wir der Vollkorn Anteil ist tatsächlich auch nur bei 8 Prozent. Krass, d.h. es ist überhaupt kein Vollkorn-Brot, sondern eben auch hier wieder mit dem Malzextrakt gefärbt und damit wird eben dieser Schein erzeugt, dass es ein Vollkornbort ist, ist es aber gar nicht.
Als nächstes testen die beiden wie viel Luft im Toast steckt.
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"So dann messen wir mal den Ursprungszustand des Turmes. Da sind wir genau bei 7cm. Und dann schauen wir mal, wie weit wir das herunterkriegen."
Einmal runter drücken bitte:
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"Oh da ist wirklich kein Wiederstand eigentlich. Krass das hätte ich nicht gedacht. 2cm."
Die Toasts enthalten ziemlich viel Luft.
Das ist so, weil die Backtriebmittel, wie Hefe und Sauerteig, während des Backens Zucker zu Gas verarbeiten. Das sorgt auch für die fluffige Konsistenz.
Wir haben jetzt geklärt was drin ist und worauf beim Kauf geachtet werden sollte, fehlt nur noch der Geschmackstest.
Vöxe
"Das erste merkt man, ist ein Buttertoast."
"Ehrlich gut"
"Vollkorn"
"Wäre die Nummer 1..."
"Schmeckt besser"
"Hier merkt man, dass es Vollkorn ist."
Geschmack ist individuell - eine Sache sollte aber wirklich niemand essen:
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"Wenn du Schimmel auf dem Brot hast, der geht wirklich in die Poren und wenn du da nur ein bisschen Schimmel hast, musst du es auf jeden Fall wegschmeißen, weil dann eben die Sporen im ganzen Brot sind."
Apropos Schimmel… Rückblick…
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"Ich hab die 3 Toast hier vor knapp 2 Wochen aufgestellt, weil ich gucken wollte, wie schnell sie anfangen zu schimmeln und jetzt gucke ich mir das mal genauer an. Ahh also hier ist jetzt auf jeden Fall schon eine Ecke mit Schimmel."
Das Resultat bei normaler Zimmertemperatur und Luftfeuchte: Eine Woche waren die Toasts ohne Probleme haltbar, doch im Laufe der zweiten Woche begann der Bio-Toast langsam zu schimmeln. Die günstigeren Butter und Dinkel-Toasts mit mehr Konservierungsstoffen dagegen hielten sich auch noch in Woche zwei.
Generell sollte man Toast am besten in einem Brotbehälter bei Zimmertemperatur lagern.
Und für noch längere Haltbarkeit lässt er sich auch einfrieren.
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"Wir haben heute wirklich einige Toasts auf dem Tisch gehabt. Von unter einem Euro bis zu 4.60 EUR auf 500g. Was die Inhaltsstoffe anging war keins der Brote irgendwie bedenklich. Und was ich schon wirklich eindrücklich fand, wie viel Luft in diesem verpackten Toast steckte."
Luft und Zucker, das steckt im meistgekauften Brot Deutschlands und das braucht es auch, denn sonst schmeckt es nicht so fluffig und cross. Und in Maßen kann man ihn dann auch beruhigt genießen!