Dr. Britta Kuehlmann im RTL-Interview: Kokoswasser – gesund oder nicht? Ernährungsexpertin klärt auf
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Erfrischend, voller Elektrolyte und angeblich sogar gut für die Haut: Kokoswasser erlebt gerade einen echten Boom in den sozialen Netzwerken. Doch hält das Trendgetränk wirklich, was Influencer versprechen? RTL hat mit Ernährungsexpertin Dr. Britta Kuehlmann gesprochen und zwei beliebte Sommerdrinks unter die Lupe genommen.
Solche Sommerdrinks mit Obst und Gemüse werden gerade auf Social Media richtig gefeiert. Im Mittelpunkt steht eine Zutat: Kokoswasser – erfrischend, lecker und angeblich richtig gesund. Was dahintersteckt, weiß Dr Kuehlmann:
Dr. Britta Kuehlmann: „Was so toll daran ist, ist, dass es voller Elektrolyte ist – vor allen Dingen mit viel Kalium versehen. Ein bisschen Magnesium ist auch dabei. Und das macht es zum isotonischen Supergetränk, vor allen Dingen in den warmen Sommermonaten oder wenn man viel geschwitzt hat.”
Für gesunde Menschen kann laut unserer Expertin ein Glas Kokoswasser pro Tag durchaus gesund sein. Aber nicht übertreiben, denn Kokoswasser enthält Zucker. Beim Griff ins Regal sollte man hier drauf achten.
Dr. Britta Kuehlmann: „100 Prozent Kokoswasser – das es nicht gemischt, gepanscht ist, mit Wasser oder sogar noch Zucker-Zusatzstoffen, dass es nicht aus dem Konzentrat besteht.”
Der Zuckergehalt sollte nicht über 3,5 Gramm pro 100 Milliliter liegen und 12 bis 14 Kilokalorien sprechen für ein naturbelassenes Produkt. Jetzt wollen wir aber mal zwei der Trendgetränke unter die Lupe nehmen. Sie sollen gesund sein und für eine schöne, strahlende Haut sorgen. Los geht’s mit einem Mocktail aus Wassermelone und Kokoswasser. Dafür braucht man rund 80 Gramm Wassermelone, 150 bis 200 Milliliter Kokoswasser, Limettensaft und eine Prise Salz. Alles einmal durchmixen und fertig.
Dr. Britta Kuehlmann: „Die Wassermelone spendet uns ein Antioxidans, das Lycopin zum Beispiel. Das ist dieser rote Pflanzenstoff. Und auch das L-Citrullin, das ist eine Aminosäure, die auch gut für die Durchblutung ist. Beides zusammen wirkt dann einfach super hydratisierend, durchfeuchtet nicht nur den ganzen Körper, sondern auch die Haut.”
Und auch dieser Karotten-Kokosdrink soll gut für die Haut sein und sie nicht nur mit Feuchtigkeit versorgen, sondern auch noch einen sommerlich gebräunten Ton verleihen. Einfach Eiswürfel in ein Glas geben, halb mit Karottensaft und halb mit Kokoswasser auffüllen, ein Spritzer Zitrone dazu und der Drink ist bereit.
Dr. Britta Kuehlmann: „Der Karottensaft hat sehr viel Betacarotin, was für unseren Körper eh wundervoll ist, wird zum Teil in Vitamin A umgewandelt und kann sich zum Teil in die oberste Hautschicht ablagern. Und wir kriegen so einen schönen Bronzeton.”
Der Effekt kommt allerdings nicht über Nacht. Für eine sichtbare Veränderung sollte man die Drinks sechs bis acht Wochen lang täglich trinken. Aber wie schmecken unsere Trendgetränke eigentlich? Wir machen den Geschmackstest in einem Kölner Park.
Testerin: „Das gefällt mir auf jeden Fall schon besser. Das finde ich sogar mehr Refreshing als den Karottensaft. Also Wassermelone habe ich eh zu Hause. Ich würde es auf jeden Fall mal probieren. Also, wieso nicht?”
Tester: „Also Wassermelone oder sowas, das hat man schon oft im Sommer. Aber Möhre eigentlich gar nicht. Deswegen fand ich den sehr lecker.”
Testerin: „Ich liebe Kokos.”
Testerin: „Also wenn ich mir selber einen Möhrensaft mache, schmeckt er irgendwie besser. Ja, das ist mehr meins, weil es ein bisschen bitterer ist. Gar nicht schlecht. Erfrischend jetzt im Moment.”
Und genau das macht einen Sommerdrink aus. Bei unserer Stichprobe ist der Melonendrink auf jeden Fall ganz weit vorne. Also einfach mal selbst ausprobieren und erfrischen lassen.
