Alle Jahre wieder dieser lästige Papierkram, rund ein Drittel der Deutschen machen ihre Steuererklärung nicht regelmäßig, dabei gibt es einiges zu holen.
Steuerberater Dirk Mohr: „Es ist schon in der Größenklasse von mehreren 100 Euro bis zu einem niedrigen vierstelligen Betrag. Also 1.000 Euro.”
Grundsätzlich müssen Selbstständige, Menschen mit mehreren Jobs und Ehepaare mit der Steuerklassenkombination III/V eine Steuererklärung abgeben. Freiwillig kann sie aber jeder einreichen. Neu seit diesem Jahr: die Elster Plus App mit der Funktion „Steuererklärung mit einem Klick“:
Steuerberater Dirk Mohr: „Diese Form ist nur für einfache Steuererklärung gedacht, also für jemanden, der nicht verheiratet ist, keine Kinder hat und Angestellter ist und nur einen Lohn bezogen hat.”
Die meisten können es sich also nicht so leicht machen und müssen eine ausführliche Erklärung einreichen: Das geht zum Beispiel kostenfrei mit ELSTER, andere Anbieter wie etwa Taxfix, Wiso Steuer oder Smartsteuer sind meist einfacher in der Handhabung – verlangen jedoch eine Gebühr. Doch wo kann ich mir jetzt Geld zurückholen?
Steuerberater Dirk Mohr: „Also bei Werbungskosten gerade aus Angestelltentätigkeit kann man sehr viel sparen.”
Absetzen lassen sich sechs Euro pro Tag im Homeoffice, der Arbeitsweg und Schulungen, wie etwa ein Erste-Hilfe-Kurs. Für beruflich genutzte Arbeitsmittel, wie etwa Schreibwaren, Berufskleidung oder Handy und Laptop, lassen sich schon allein pauschal 110 Euro abrechnen. Und auch beim Handwerker kann man sparen, da hat unser Experte noch einen Geheimtipp, die Betriebskostenabrechnung:
Steuerberater Dirk Mohr: „In dieser Betriebskostenabrechnung ist immer ein gewisser Anteil an den haushaltsnahen Dienstleistungen, vielleicht sogar Handwerkerleistungen enthalten. Daraus ergibt sich ganz oft mehrere 100 Euro, die man steuermindernd geltend machen kann.
Außerdem lassen sich auch Kirchensteuer und Spenden steuerlich absetzen. Bei Spenden bis zu 300 Euro reicht dafür sogar der Kontoauszug. Zuletzt lohnt sich noch ein genauer Blick auf die Krankheitskosten: vom Nasenspray, über eine neue Brille, bis hin zu den Fahrtkosten zum Arzt und wieder nach Hause:
Steuerberater Dirk Mohr: „Da kann man schon alles, was gesundheitlich notwendig ist und erforderlich ist, von der Steuer absetzen.”
Steuerberater Dirk Mohr: „Ich erlebe sehr oft, dass da sehr große Beträge am Ende des Tages rauskommen.”
Fehlt ein Beleg, kann man sich diesen mit der Krankenkarte nochmal von der Apotheke ausstellen lassen. Und keine Sorge: Wer seine Steuererklärung schon abgegeben hat, kann, solange der endgültige Bescheid vom Finanzamt noch nicht da ist, Nachweise über seine Steuerapp oder ELSTER nachreichen – und sich so noch mehr Geld zurückholen.