Von Nahrungsergänzungsmitteln zur Rimkustherapie: Testergebnis! Was hilft wirklich gegen Wechseljahresbeschwerden?
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Bevor es mit dem Praxis-Test weitergeht, schaut Reporterin Nina gemeinsam mit Angela Clausen von der Verbraucherzentrale NRW, wie verschiedene Nahrungsergänzungsmittel abschneiden. Welche Kritik die Expertin an den Produkten äußert und welches Mittel in unserem großen Test letztlich gegen die Symptome der Menopause geholfen hat, zeigt das Video oben.
Gemeinsam mit Angela Clausen von der Verbraucherzentrale NRW schaut sich Reporterin Nina verschiedene Nahrungsergänzungsmittel an.
Drei der Produkte beinhalten Isoflavone. Die sollen auf natürliche Weise hormonelle Schwankungen ausgleichen.
„Es gibt ganz klare Empfehlungen, dass bestimmte Mengen an Soja- oder Rotklee-Isoflavonen nicht überschritten werden sollten und auch, dass der Zeitraum, wie das eingenommen wird, nicht überschritten werden soll. Und unser großes Manko ist, dass diese Hinweise auf fast keinem Produkt draufstehen.“
Nur auf dem Produkt von DM sind die Hinweise zur Anwendungsdauer drauf. Das teuerste der vier Produkte hat dagegen keine Isoflavone und ist das, was Nina ganz am Anfang getestet hat: die Gummibären gegen Müdigkeit.
„Ja und dann wird da ja auch noch von einem Menopause- oder Wechseljahrespausen-Wirkstoffkomplex gesprochen.“
„Hört sich genial an, war ein super Marketingexperte. Sagt aber nichts. Es gibt nicht diesen Menopausen-Wirkstoffkomplex.“
Und dabei wird auf der Internetseite sogar damit geworben, dass die Bären wissenschaftlich fundiert seien.
„Es gibt nicht einmal irgendeine wissenschaftliche Studie, die sagen würde, dass man unbedingt diese ganzen Vitamine braucht, Süßstoffe dazu. Und so eine Studie gibt es nicht.“
Zwar gibt es laut Angela Clausen zum Beispiel wissenschaftlich fundierte Ergebnisse, dass Vitamin B für ein normales Immunsystem gut sein kann. Das heißt aber noch lange nicht, dass die Kombination aus den Vitaminen hier ebenso wirksam ist. Unsere Reporterin bittet die Firmen um Stellungnahme. Doch weder zu den fehlenden Hinweisen noch zu den gemachten Versprechen erhalten wir eine Erklärung.
Zurück zu unserem Test mit Jutta, Yvonne, Barbara, Nina und Dr. Pia Baust in Woche sieben: Jutta hat gerade ein wirklich straffes Arbeitspensum.
„Aber anders als noch vor ein paar Wochen stresst mich der Gedanke an viel Arbeit nicht und oder nicht mehr so sehr. Ich fühle mich eher wie ich, dass ich eher in mir ruhe.“
Und das spiegelt sich auch in ihrem Blut wider. Vor zwei Monaten lag der Progesteron-Wert bei Jutta gerade mal bei 2,4. Jetzt ist er bei über 11!
„Wie fühlen sie sich aktuell?“
„Ja, tatsächlich ist es total überraschend. Ich fühle mich wirklich wesentlich besser. Ich habe viel weniger Ängste, wobei fast gar keine Ängste mehr.“
Jutta will weiter bei ihrer Therapie bleiben und Yvonnes Hitzewallungen sind auch weg.
„Was bei ihnen jetzt verrückt ist, dass die Werte noch gar nicht so extrem gestiegen sind. Aber das Entscheidende ist ja auch, wie es Ihnen damit geht.“
Bei Barbara waren sowohl Östrogen als auch Progesteron zu Beginn auf null. Sie hatte starke Gelenkschmerzen, war oft schlapp.
„Also ich fühle mich auf jeden Fall besser, was meine Vitalität angeht. Ich bin wirklich in letzter Zeit so weit gegangen wie schon lange, lange nicht.“
„Ja, also dieser Leistungsabruf, den sie jetzt haben, der ist mit Sicherheit durch das Progesteron gekommen.“
Und immerhin zwei Kilo hat sie abgenommen. Auch ich habe knapp drei Kilo weniger und schlafe besser. Ich habe das Gefühl, dass ich mehr Energie habe als vorher – wahrscheinlich, weil mein Vitamin D-Wert jetzt bei über 30 liegt.
„So zwischen 50 und 100 wären die optimalen Werte. Aber es geht auf jeden Fall bergauf.“
Auch mit meinen anderen Werten. Zwei Monate haben wir gemeinsam ausprobiert, was unser Leben besser machen kann. Unsere Bilanz: „Wir wollen ja eigentlich alle nicht krampfhaft irgendwie jünger werden dadurch, dass wir Hormone nehmen oder Vitamine, sondern eigentlich wollen wir unser Alter genießen können und auf uns hören können, was wir brauchen.“
„Ich würde jetzt gar nicht unbedingt sagen, jede Frau muss Hormone nehmen und ohne geht es gar nicht, aber alle, die das so vorher vehement ablehnen, da denke ich immer: Hm, komm mal dahin!“
„Und was war so der größte Aha-Moment?“
„Mir hat die Beratung einfach sehr gut gefallen, durch Frau Dr. Baust, die auf das Gesamtbild geguckt hat.“
Denn es sind nicht immer nur Hormone, die fehlen. Selbst meine Migräne habe ich mit den Mikronährstoffen nach zwei Monaten jetzt gut im Griff. Aber ich bin emotionaler als früher und schließe auch bioidentische Hormone für mich nicht aus. Wichtig ist, dass wir Frauen da nicht allein durch müssen, sondern jemanden an unserer Seite haben, der uns versteht und optimal unterstützt.

