Sie suchen Ihre Vereinsseite bei Google und merken: Unter dem Link steht irgendein Ausschnitt aus dem Seitentext statt einer Beschreibung, die zum Klicken einlädt. Eine eigene Beschreibung für die Suchergebnisse können Sie in Google Sites laut SEO-Fachleuten nicht festlegen, Google wählt den Text selbst aus.
Google Sites ist mit einem Google-Konto kostenlos, Hosting und Sicherheitszertifikat sind inklusive. Laut Google-Hilfe lässt sich auch eine eigene Domain verbinden, sofern Sie die Inhaberschaft bestätigen. Einige Schriften funktionieren laut Google unter eigenen Domains allerdings nicht, weil sie nur für Google-Adressen lizenziert sind. Einen Shop, einen Blog mit Kategorien oder Weiterleitungen gibt es nicht.
Für interne Seiten, Schulprojekte und Team-Wikis ist Google Sites ideal: einfach, kostenlos und eng mit Google Drive, Docs und Kalender verbunden. Wer eine Google Sites Alternative sucht, will meist eine öffentliche Website, die bei Google gefunden wird, einen Shop oder mehr Gestaltung. Dieser Vergleich zeigt acht Alternativen und was eine Website mit eigener Domain im Jahr kostet. Alle Details zu Google Sites lesen Sie im Google-Sites-Test.
Warum Nutzer eine Google Sites Alternative suchen
Google Sites ist kostenlos und schnell. Drei Punkte führen trotzdem zum Wechsel:
- Wenig SEO-Einstellungen: Eigene Beschreibungen für Suchergebnisse und Weiterleitungen fehlen. Wix, Squarespace und WordPress.com bieten Titel, Beschreibungen und Weiterleitungen pro Seite.
- Kein Shop und kein Blog: Produkte verkaufen oder Beiträge mit Kategorien veröffentlichen ist nicht vorgesehen. Webador und Squarespace verkaufen schon im Einstieg, WordPress.com ist ein vollwertiges Blogsystem.
- Wenig Gestaltung: Wenige Designvorlagen, eingeschränkte Schriften unter eigener Domain. Wix bietet über 900 Vorlagen und frei platzierbare Elemente.
Zur Einordnung: Google Sites kostet nichts, auch nicht mit eigener Domain, und die Zusammenarbeit im Team läuft wie in Google Docs. Für interne Seiten und einfache Informationsseiten ist es kaum zu schlagen.
Die besten Google Sites Alternativen 2026 im Überblick
Preise laut Anbieter bei jährlicher Zahlung. Euro-Preise brutto, Dollarpreise ohne Steuer.
| Anbieter | Am besten für | Eigene Domain ab | Shop | Blog |
|---|---|---|---|---|
| Google Sites | Vergleichsbasis | kostenlos (nur Domainkosten) | nein | nein |
| Wix | Vielseitige Websites | 16,66 € (Light) | ab Core, 29,75 € | ja |
| Squarespace | Kreative, Portfolios | 12 € (Basic) | ab Basic, 2 % Gebühr | ja |
| Webador | Einfacher Start | 6,55 € (Lite) | ab Pro, bis 10 Produkte | ja |
| Jimdo | Vereine, lokale Betriebe | 12 € (10 € bei 24 Mon.) | laut Paket | ja |
| WordPress.com | Blogs, wachsende Seiten | 4 € (Persönlich) | höhere Pakete | ja |
| Canva | Design-Seiten | 12 € (Pro) | nein | nein |
| Webflow | Designer, Agenturen | 15 $ (Basic) | eigene Pakete | ab CMS |
| Mozello | Mehrsprachige Seiten | 10,71 € (Premium) | ja | ja |
Die 5 besten Google Sites Alternativen im Detail
1. Wix
⭐ 4,8/5 – vielseitiger Baukasten mit SEO und Shop
Wix ist die naheliegende Wahl, wenn aus der Google-Sites-Seite eine öffentliche Website werden soll. Sie platzieren Elemente frei, wählen aus über 900 Vorlagen und legen für jede Seite Titel und Beschreibung fest. Light kostet 16,66 € im Monat inklusive Mehrwertsteuer ohne Wix-Werbung, verkaufen können Sie ab Core für 29,75 €.
Weiterleitungen, Sitemaps, Blog und ein großer App-Markt sind eingebaut. Die enge Verbindung zu Google Drive und die gemeinsame Bearbeitung wie in Google Docs fehlen. Und anders als Google Sites kostet Wix mit eigener Domain rund 200 € im Jahr. Mehr im Wix-Test.
- SEO: Titel, Beschreibung, Weiterleitungen.
- Vorlagen: Über 900.
- Shop: Ab Core.
- Preis: Ab 16,66 € statt kostenlos.
- Team: Keine Google-Docs-Zusammenarbeit.
2. Squarespace
⭐ 4,6/5 – Designvorlagen mit Shop ab dem Einstieg
Squarespace ist die Wahl für Kreative, die ein Portfolio mit Unterseiten und einen echten Shop wollen. Die Vorlagen sehen ohne Nacharbeit professionell aus. Schon im Paket Basic für 12 € im Monat bei jährlicher Zahlung können Sie verkaufen – Squarespace behält dabei 2 % jedes Verkaufs ein, ab Core für 18 € entfällt die Gebühr.
Blog, SEO-Einstellungen pro Seite und Weiterleitungen sind eingebaut. Eine dauerhaft kostenlose Version gibt es nicht, nur eine Testphase. Der Editor ist strukturierter als bei Wix, Elemente lassen sich nicht ganz so frei platzieren. Mehr im Squarespace-Test.
- Design: Professionelle Vorlagen.
- Shop: Ab Basic.
- Kostenlos: Keine Gratis-Version.
- Editor: Weniger frei als Wix.
3. Webador
⭐ 4,3/5 – einfachster Editor mit Shop
Webador ist fast so einfach wie Google Sites, aber für öffentliche Websites gemacht. Seiten und Speicher sind in allen Paketen unbegrenzt, der Support auf Deutsch ist kostenlos. Lite kostet 5,50 € netto, also 6,55 € brutto im Monat bei jährlicher Zahlung, zeigt aber noch Werbung. Pro kostet 11,90 € brutto mit Domain im ersten Jahr und einem Shop für bis zu zehn Produkte.
Für eine Visitenkarte, eine Vereinsseite oder einen kleinen Laden ist das eine starke Wahl. Die Gestaltung ist eingeschränkter als bei Wix, und für mehr als zehn Produkte brauchen Sie das Paket Business. Mehr im Webador-Test.
- Einfachheit: Ähnlich leicht zu bedienen.
- Shop: Ab Pro.
- Werbung: In Lite sichtbar.
- Produkte: Pro nur bis zehn.
4. Jimdo
⭐ 4,1/5 – einfacher Start mit Domain inklusive
Jimdo aus Hamburg baut aus einigen Fragen eine fertige Seite mit Unterseiten. Start kostet laut aktueller Preisübersicht 12 € im Monat bei zwölf Monaten oder 10 € bei 24 Monaten, inklusive eigener Domain. Ein Paket mit laufend aktualisierten Rechtstexten gibt es zusätzlich.
Für Vereine, Handwerksbetriebe und Selbstständige ist Jimdo der unkomplizierteste Weg zu einer öffentlichen Website mit deutschem Anbieter. Die Gestaltungsfreiheit ist kleiner als bei Wix, die Zusammenarbeit im Team weniger ausgeprägt als bei Google Sites. Mehr im Jimdo-Test.
- Domain: Inklusive.
- Anbieter: Aus Deutschland.
- Preis: Ab 10 € statt kostenlos.
- Gestaltung: Einheitlicher.
5. WordPress.com
⭐ 3,9/5 – Blog und mehrseitige Website zum kleinen Preis
WordPress.com ist die günstigste mehrseitige Alternative mit eigener Domain: Das Paket Persönlich kostet 4 € im Monat bei jährlicher Zahlung, also 48 € im Jahr. Kategorien, Schlagwörter und ein ausgereifter Redaktionsablauf sind eingebaut, seit April 2026 lassen sich laut WordPress.com in allen bezahlten Paketen Plugins installieren.
Damit bekommen Sie ein vollwertiges Blogsystem mit SEO-Einstellungen, das mit dem Projekt wächst. Die Einarbeitung dauert länger als bei Google Sites, und für einen Shop brauchen Sie ein höheres Paket. Mehr im WordPress.com-Test.
- Blog: Kategorien und Schlagwörter.
- Plugins: In allen bezahlten Paketen.
- Einarbeitung: Länger.
- Shop: Erst in höheren Paketen.
Weitere Google Sites Alternativen im Kurzüberblick
6. Canva
Canva veröffentlicht Entwürfe direkt als einfache Website. Laut Canva-Hilfe sind in der kostenlosen Version fünf Websites auf einer my.canva.site-Adresse möglich, eine eigene Domain gibt es ab Pro für 12 € im Monat oder 110 € im Jahr. Shop und Blog fehlen wie bei Google Sites. Mehr im Canva-Test.
7. Webflow
Webflow gibt Designern pixelgenaue Kontrolle über jedes Element, Animationen und ein CMS für Blog oder Referenzen. Basic kostet 15 $ im Monat bei jährlicher Zahlung, das CMS gibt es ab 25 $. Die Lernkurve ist deutlich steiler als bei Google Sites. Mehr im Webflow-Test.
8. Mozello
Mozello ist auf mehrsprachige Websites und kleine Shops ausgelegt: Jede Sprachversion lässt sich mit einer eigenen Domain verknüpfen. Premium kostet 9 € zuzüglich Mehrwertsteuer, also 10,71 € im Monat bei jährlicher Zahlung, und bietet 50 GB Speicher sowie eine kostenlose Domain. Mehr im Mozello-Test.
Google Sites vs. Alternativen: Was eine Website mit eigener Domain kostet
Günstigstes Paket mit eigener Domain ohne Anbieter-Werbung, ein Jahr bei jährlicher Zahlung. Euro-Preise brutto, Dollarpreise ohne Steuer:
| Lösung | Ein Jahr | Domain | Shop |
|---|---|---|---|
| Google Sites | 0 € plus Domain | beim Registrar kaufen | nein |
| WordPress.com Persönlich | 48 € | verbinden | nein |
| Canva Pro | 110 € | verbinden, Kauf extra | nein |
| Mozello Premium | 128,52 € | inklusive | ja |
| Webador Pro | 142,80 € | im 1. Jahr inklusive | bis 10 Produkte |
| Jimdo Start | 144 € | inklusive | laut Paket |
| Squarespace Basic | 144 € | verbinden | ja, 2 % Gebühr |
| Wix Light | 199,92 € | verbinden | erst ab Core |
Das Ergebnis: Google Sites bleibt unschlagbar günstig, Sie zahlen nur die Domain. WordPress.com ist die günstigste Alternative mit Blog und SEO-Einstellungen. Wer verkaufen will, findet bei Mozello, Webador und Squarespace Shops für rund 130 bis 145 € im Jahr. Weitere Anbieter finden Sie im Vergleich der KI-Website-Builder.
Welche Google Sites Alternative passt zu Ihnen?
- Sie wollen eine vielseitige Website mit SEO: Wix.
- Sie präsentieren kreative Arbeiten mit Shop: Squarespace.
- Sie wollen es so einfach wie Google Sites: Webador oder Jimdo.
- Sie wollen bloggen: WordPress.com.
- Sie brauchen mehrere Sprachen: Mozello.
- Sie bleiben bei Google Sites: Aktuelle Angebote finden Sie im Google-Sites-Gutschein.
So wechseln Sie von Google Sites
Fazit: Interne Seite oder öffentliche Website?
- Google Sites: kostenlos, auch mit eigener Domain, aber ohne Shop, Blog und eigene Suchbeschreibungen.
- Vielseitig mit SEO: Wix.
- Design mit Shop: Squarespace.
- Einfach wie Google Sites: Webador, Jimdo.
- Blog zum kleinen Preis: WordPress.com.
Häufig gestellte Fragen zu Google Sites Alternativen
Für eine vielseitige öffentliche Website mit SEO und Shop ist Wix die beste Wahl. Squarespace passt für Kreative, Webador und Jimdo sind fast so einfach wie Google Sites. WordPress.com ist die günstigste Alternative mit Blog. Klären Sie zuerst, ob Sie die Seite intern oder öffentlich nutzen. So finden Sie schnell das passende Werkzeug.
Ja. Mit einem Google-Konto erstellen und veröffentlichen Sie Websites kostenlos, Hosting und Sicherheitszertifikat sind inklusive. Auch eine eigene Domain lässt sich laut Google-Hilfe verbinden, Sie zahlen dann nur die Domain beim Registrar. Mit Google Workspace erhalten Unternehmen zusätzliche Verwaltungsfunktionen. Werbung zeigt Google Sites auf veröffentlichten Seiten nicht. Für Vereine und Privatleute ist das ein großer Vorteil.
Ja. Laut Google-Hilfe verbinden Sie eine eigene Domain in den Einstellungen unter benutzerdefinierte Domains, nachdem Sie die Inhaberschaft bestätigt haben. Einige Schriften funktionieren unter eigenen Domains nicht, weil sie nur für Google-Adressen lizenziert sind. Bei Arbeits- oder Schulkonten hilft der Administrator. Planen Sie für die Einrichtung und Bestätigung etwas Zeit ein.
Google indexiert Google-Sites-Seiten wie andere Websites. Eine eigene Beschreibung für die Suchergebnisse, Weiterleitungen oder strukturierte Daten können Sie aber nicht festlegen, Google wählt den Beschreibungstext selbst. Selbst mit eigener Beschreibung entscheidet Google zwar letztlich selbst, meist wird sie aber genutzt. Wix, Squarespace und WordPress.com bieten diese Werkzeuge. Aussagekräftige Seitentitel, klare Überschriften und gute Texte helfen trotzdem spürbar.
Nein, einen eingebauten Shop mit Warenkorb und Zahlungsabwicklung hat Google Sites nicht. Sie können höchstens auf externe Zahlungslinks verweisen. Squarespace erlaubt Verkäufe schon im Paket Basic, Webador ab Pro für bis zu zehn Produkte, Wix ab Core. Auch Mozello bietet einen kleinen Shop. Prüfen Sie mögliche Gebühren pro Verkauf vorab genau.
Ja. Wix, Jimdo, Webador und WordPress.com bieten kostenlose Versionen mit Werbung und einer Adresse des Anbieters. Canva erlaubt fünf kostenlose Websites auf einer Canva-Adresse. Eine eigene Domain gibt es bei allen erst im Bezahlpaket, anders als bei Google Sites. Testen Sie die kostenlosen Versionen vorher in Ruhe mit Ihren Inhalten.
Für interne Seiten und Schulprojekte bleibt Google Sites oft die beste Wahl, besonders mit Google Workspace for Education. Für öffentliche Vereinsseiten mit eigener Domain eignen sich Jimdo und Webador, weil sie einfach zu bedienen sind und Domains oder Rechtstexte anbieten. Prüfen Sie auch, wer die Seite später regelmäßig pflegt und aktualisiert.
Einen Export in einen anderen Baukasten bietet Google Sites nicht. Sie kopieren Texte, laden Bilder herunter und bauen die Seite neu auf. Dateien aus Google Drive bleiben dort und lassen sich in der neuen Website weiter verlinken. Planen Sie bei kleinen Seiten einige Stunden ein. Nutzen Sie den Umzug, um Texte für Suchmaschinen zu verbessern.
Entfernen Sie die Domain in den Google-Sites-Einstellungen und verbinden Sie sie mit dem neuen Anbieter, indem Sie die DNS-Einträge beim Registrar ändern. Notieren Sie vorher alle Einträge, besonders für E-Mail. Die Umstellung dauert meist wenige Stunden bis zwei Tage. In dieser Zeit können beide Seiten kurz erreichbar sein, das ist normal und unproblematisch.
Mozello ist auf mehrsprachige Seiten ausgelegt, jede Sprachversion lässt sich mit einer eigenen Domain verknüpfen. Wix bietet ebenfalls mehrsprachige Funktionen. Bei Google Sites legen Sie für mehrere Sprachen in der Regel eigene Seiten oder Websites an, was bei Änderungen doppelte Arbeit bedeutet. Prüfen Sie vorher, ob Ihr Paket mehrere Sprachen enthält.
Bleibt die Domain gleich, ändert sich für Google wenig. Ändern sich Adressen, richten Sie im neuen Baukasten 301-Weiterleitungen ein und reichen die neue Sitemap in der Google Search Console ein. Kurzfristige Schwankungen sind normal und vergehen meist nach einigen Tagen. Prüfen Sie die Seite danach regelmäßig in der Search Console auf Fehler.
Wenn Sie interne Seiten, Team-Wikis oder einfache Informationsseiten betreiben, eng mit Google Drive arbeiten und keinen Shop oder Blog brauchen. Dann ist Google Sites kostenlos und unkompliziert. Ein Wechsel lohnt vor allem für öffentliche Websites, die bei Google gefunden werden sollen. Testen Sie Alternativen vorher in Ruhe mit einer Probeseite.
