Über 250 Millionen Nutzer weltweit können nicht alle falsch liegen – oder doch? Wix ist seit 2006 der meistgenutzte Website-Baukasten der Welt und verspricht: Jeder kann damit eine professionelle Homepage bauen, ohne eine einzige Zeile Code zu kennen. Wir haben den Selbstversuch gemacht, Konto erstellt, Testseite gebaut, SEO gecheckt und Support angeschrieben – und sagen dir ehrlich, was wirklich drin ist.
Wix ist ein cloudbasierter Website-Baukasten mit integriertem Hosting, der sich an Einsteiger, Selbstständige und kleine Unternehmen richtet. Du brauchst keine Software installieren, kein Webhosting separat buchen – alles läuft im Browser. Der Editor zieht Elemente per Drag-and-drop an jede beliebige Position. Das klingt simpel, hat aber einen Haken, den wir im Test näher beleuchten.
Dieser Testbericht zeigt dir: Was Wix wirklich kann, wo die Grenzen liegen, wie sich die Wix Kosten über die Laufzeit entwickeln und für wen der Baukasten die richtige Wahl ist – und für wen eben nicht.

Was ist Wix und für wen ist es geeignet?
Wix ist ein vollständig gehosteter Website-Baukasten: Du zahlst einen Monatsbetrag und bekommst dafür Editor, Hosting, SSL-Zertifikat und Subdomain – oder bei bezahlten Tarifen eine eigene Domain – aus einer Hand. Das Prinzip ist „What you see is what you get“: Du positionierst Texte, Bilder und Widgets direkt auf der Seite, siehst sofort das Ergebnis. Technisches Vorwissen ist nicht nötig. Wix gibt es auf Deutsch, der Support ist ebenfalls auf Deutsch erreichbar.
Die Plattform hat sich in den letzten Jahren stark weiterentwickelt: Mit Wix Studio gibt es inzwischen eine leistungsstärkere Editor-Variante für Agenturen und Profis. Für den Großteil der Nutzer ist aber der klassische Wix-Editor der relevante Einstieg. Wix Erfahrungen zeigen: Der Baukasten eignet sich hervorragend für einfache bis mittelkomplexe Projekte – wer eine Firmenwebsite, ein Portfolio oder einen kleinen Onlineshop braucht, ist gut bedient.
4,1/5★★★★☆Wix ist der flexibelste Einsteiger-Baukasten auf dem Markt – mit starkem Editor, riesiger Vorlagenauswahl und einem Free-Plan, der aber bei SEO und Preis-Leistung Abstriche macht.- Einsteiger ohne Vorkenntnisse, die schnell online gehen wollen
- Selbstständige und Freelancer mit Portfolio oder Serviceangebot
- Kleine Unternehmen mit einfachem Online-Shop oder Buchungsfunktion
- Entwickler, die eigenen Code tief integrieren oder exportieren wollen
- Große Projekte mit komplexen Datenbankstrukturen oder hohem Traffic
- Preisbewusste Nutzer, die langfristig günstig hosten wollen
Kurz zusammengefasst: Wix ist der Schweizer Taschenmesser unter den Baukästen – vielseitig, intuitiv, aber nicht in jeder Disziplin das schärfste Werkzeug. Wer die Plattform innerhalb ihrer Grenzen nutzt, kommt schnell zu einem professionellen Ergebnis.
Funktionen & Bedienung im Test
Ich habe einen frischen Wix-Account angelegt und eine Unternehmenswebsite mit fünf Unterseiten, Kontaktformular, Bildergalerie und Blog gebaut. Die ersten zwanzig Minuten vergehen im Flug: Vorlage auswählen, Texte austauschen, Logo hochladen – fertig ist eine vorzeigbare Startseite. Der Editor reagiert flüssig, das Raster ist frei, jedes Element lässt sich pixelgenau verschieben. Das macht Spaß und fühlt sich an wie PowerPoint, nur für das Web.
Kernfunktionen im Überblick: Wix bietet über 800 responsive Templates, gegliedert nach Branchen (Restaurant, Portfolio, Fitness, Recht und so weiter). Im Wix App Market gibt es rund 500 Erweiterungen – von Buchungstools über Live-Chat bis Mitgliederbereich. Im Test habe ich das Buchungs-Widget (Wix Bookings) ausprobiert: Setup dauerte unter zehn Minuten, die Kalenderansicht ist übersichtlich. Wix Payments funktioniert in Deutschland mit Kreditkarte, PayPal und SEPA-Lastschrift.
Das Alleinstellungsmerkmal von Wix ist die Freiheit des Editors. Anders als Squarespace oder Webador setzt Wix kein starres Rastersystem voraus. Du platzierst ein Element wirklich überall. Das hat einen Preis: Wer anfängt, wild zu experimentieren, produziert auf mobilen Bildschirmen schnell unordentliche Layouts. Die automatische Mobile-Optimierung arbeitet zuverlässig, aber nicht fehlerfrei – ich musste die mobile Ansicht meiner Testseite in drei Bereichen manuell nachkorrigieren.
Grenze des Systems: Ein einmal gewähltes Template lässt sich nicht gegen ein anderes austauschen, ohne die gesamte Website neu aufzubauen. Das ist im Jahr 2026 ein echtes Manko. Wer seine Meinung über das Design ändert, fängt von vorn an. Außerdem gilt: Wix-Inhalte lassen sich nicht exportieren. Du bist an die Plattform gebunden – Stichwort Vendor Lock-in.
Wix Studio: der Profi-Editor
Für Agenturen und erfahrene Designer bietet Wix mit Wix Studio eine erweiterte Editor-Variante mit CSS-Grid-Layouts, responsiven Breakpoints und Teamfunktionen. Im Schnelltest wirkt Studio deutlich mächtiger – aber auch deutlich weniger einsteigerfreundlich. Für den typischen Wix-Nutzer ist der klassische Editor die bessere Wahl.
Wix im Test: Vor- und Nachteile
Nach dem ausführlichen Test ergibt sich ein klares Bild: Wix punktet auf der Habenseite mit Benutzerfreundlichkeit und Designfreiheit. Auf der Sollseite stehen Preispolitik und SEO-Leistung. Hier sind die wichtigsten Punkte auf einen Blick.
- Freier Editor: Elemente pixelgenau positionieren, kein Rastersystem erzwungen – maximale Gestaltungsfreiheit.
- 800+ Vorlagen: Professionelle Templates für jede Branche, sofort einsatzbereit ohne Designer-Kenntnisse.
- All-in-one: Hosting, SSL und Subdomain inklusive, kein separates Webhosting nötig.
- App Market: Rund 500 Erweiterungen für Buchung, Shop, Blog, Mitglieder und Marketing.
- Template-Wechsel: Einmal gewähltes Design kann nicht ausgetauscht werden – kompletter Neuaufbau nötig.
- Kein Datenexport: Inhalte lassen sich nicht zu einem anderen System migrieren – Vendor Lock-in.
- Preis nach Jahr 1: Der Listenpreis ohne Rabatt ist im Vergleich zu Jimdo oder Webador deutlich höher.
Was kostet Wix?
Wix bietet einen dauerhaft kostenlosen Free-Tarif sowie vier kostenpflichtige Tarife, die bei jährlicher Zahlung zwischen 9 und 159 €/Monat kosten. Der Free-Plan zeigt Wix-Werbung auf deiner Seite und gibt dir lediglich eine Wix-Subdomain (z. B. nutzername.wixsite.com). Für eine eigene Domain und eine werbefreie Seite brauchst du mindestens den Light-Tarif.
Der Core-Tarif ist für die meisten Einzel- und Kleinunternehmer die sinnvollste Wahl: Er bietet ausreichend Speicher, erlaubt einen kleinen Shop und kostet im Jahresabo 204 € – ein vertretbarer Betrag für eine komplette Website-Infrastruktur. Business lohnt sich, sobald du regelmäßig online verkaufst und Abo-Modelle oder erweiterte Analyse-Tools brauchst. Den Business-Elite-Tarif empfehle ich nur, wenn du Wix als Agentur-Plattform für Kunden einsetzt.
Wix akzeptiert folgende Zahlungsmethoden:
- Kreditkarte: Visa, Mastercard, American Express
- PayPal: direkte Anbindung ohne Aufpreis
- SEPA-Lastschrift: für Nutzer in der EU verfügbar
Sicherheit, Datenschutz & Support
- SSL inklusive: Alle Wix-Websites erhalten automatisch ein kostenloses SSL-Zertifikat (Let’s Encrypt), das HTTPS-Verbindungen sicherstellt – kein manuelles Einrichten nötig.
- Backups & Wiederherstellung: Wix speichert automatisch Versionen deiner Website und ermöglicht die Wiederherstellung älterer Stände per Klick – allerdings keine vollständigen Datenexporte im Wix-Standardformat.
- DSGVO & Serverstandort: Wix-Server stehen weltweit verteilt, unter anderem in Europa. Wix bietet ein Cookie-Consent-Tool sowie einen Datenschutzassistenten, um DSGVO-Anforderungen zu erfüllen. Für sensible Geschäftsdaten sollte die Datenschutzrichtlinie sorgfältig geprüft werden.
- Support-Kanäle & Sprache: Wix bietet Telefon-Rückruf, Live-Chat und ein umfangreiches Help Center auf Deutsch. Im Test wurde meine Rückruf-Anfrage innerhalb von vier Minuten bedient – das ist für einen Baukasten-Anbieter bemerkenswert gut.
- Vertragslaufzeit & Kündigung: Jahresverträge verlängern sich automatisch. Die Kündigung ist im Konto-Dashboard unter „Premium-Plan verwalten“ möglich. Wix gewährt bei jährlicher Zahlung eine 14-tägige Geld-zurück-Garantie.
Insgesamt ist das Sicherheitspaket von Wix solide und für den Anwendungsbereich – kleine bis mittelgroße Websites – mehr als ausreichend. Der deutschsprachige Telefon-Support hebt Wix klar von Konkurrenten wie Squarespace ab, bei denen der Support ausschließlich auf Englisch läuft.
Wix Erfahrungen & Bewertungen
Die Wix Bewertung in der breiten Öffentlichkeit ist zweigeteilt: Einsteiger lieben die Einfachheit, erfahrenere Nutzer monieren Preissteigerungen und Exportgrenzen. Hier sind die aktuellen Bewertungen aus unabhängigen Quellen im Überblick.
„Für mein kleines Yoga-Studio war Wix die perfekte Wahl. Die Buchungsfunktion war in einer Stunde eingerichtet, und meine Kunden buchen seitdem direkt online. Ich hatte null Vorkenntnisse.“
Nutzerstimme, Capterra (Mai 2025)
„Die Benutzeroberfläche ist toll und ich liebe die Vorlagen. Was mich stört: Nach dem ersten Jahr wurde der Preis deutlich teurer, und ich hatte das Gefühl, nicht genug darüber informiert worden zu sein.“
Nutzerstimme, Trustpilot (April 2025)
„Ich habe drei Jahre mit Wix gearbeitet und wollte dann zu WordPress wechseln. Der fehlende Datenexport hat mir dabei erhebliche Probleme bereitet – alles musste manuell übertragen werden.“
Nutzerstimme, G2 (März 2025)
Alternativen zu Wix
Wix ist nicht für jeden die optimale Lösung. Je nach Bedarf gibt es im Markt der Website-Baukästen bessere Alternativen – hier sind drei, die wir ebenfalls im Marken-Tab gelistet haben und die aus demselben Themenbereich stammen.
- Jimdo: Günstiger Einstieg ab 9 €/Monat mit KI-gestütztem Setup-Assistenten – ideal für alle, die noch schneller online gehen wollen und auf maximale Designfreiheit verzichten können.
- Squarespace: Optisch überlegene Templates und durchdachtes Rastersystem ab 12 €/Monat – die bessere Wahl für Kreative, Designer und Portfolios mit hohem Anspruch ans Erscheinungsbild.
- Webador: Schlanker Baukasten ab 6,55 €/Monat mit inkludiertem Hosting – für preisbewusste Einsteiger, die eine einfache Unternehmenswebsite oder einen kleinen Shop suchen.
Fazit: Lohnt sich Wix?
Ich komme nach dem Test zu einem klaren Urteil: Wix ist der beste Website-Baukasten für Einsteiger, die Designfreiheit wollen und bereit sind, dafür einen fairen Preis zu zahlen. Der Editor macht echten Spaß, die Vorlagenauswahl ist ungeschlagen, und der deutschsprachige Support hat mich im Test positiv überrascht. Wer in einem Nachmittag eine professionell aussehende Website braucht, ohne eine einzige Zeile Code anzufassen, findet hier das beste Gesamtpaket auf dem Markt.
Ich empfehle Wix besonders Selbstständigen, Gastronomen, Therapeuten und kleinen Dienstleistern, die eine solide Onlinepräsenz mit optionaler Buchungs- oder Shopfunktion brauchen. Wer jedoch langfristig plant, seine Website zu einem anderen System zu migrieren, oder wer im Bereich SEO das Maximum herausholen will, sollte die Alternativen ernsthaft prüfen. Der fehlende Datenexport und die mittelmäßige Core Web Vitals-Performance im Test sind echte Schwachstellen, die ich nicht kleinreden will.
Unterm Strich: 4,1 von 5 – stark in der Breite, mit klaren Lücken in der Tiefe. Für den Einsatzzweck „schnelle, schöne Website ohne Technikstress“ ist Wix 2026 weiterhin die Nummer eins auf dem Markt.
Häufig gestellte Fragen zu Wix
Wix bietet einen dauerhaft kostenlosen Free-Plan sowie kostenpflichtige Tarife ab 9 Euro pro Monat (Light, bei jährlicher Zahlung). Der Core-Tarif kostet 17 Euro pro Monat, Business 29 Euro und Business Elite 159 Euro. Bei monatlicher Abrechnung fallen jeweils höhere Preise an.
Ja, Wix hat einen dauerhaften Free-Plan ohne Zeitlimit. Du bekommst eine Wix-Subdomain und kannst den Editor vollständig nutzen. Allerdings wird auf deiner Seite Wix-Werbung eingeblendet, du hast keinen eigenen Online-Shop und keine eigene Domain – die gibt es erst ab dem Light-Tarif für 9 Euro pro Monat.
Wix eignet sich ideal für Einsteiger ohne technisches Vorwissen, Selbstständige, Freelancer, Restaurants, Therapeuten und kleine Unternehmen, die schnell eine professionelle Website oder einen einfachen Online-Shop aufbauen wollen. Für Entwickler mit komplexen Anforderungen oder große Projekte mit hohem Traffic sind spezialisierte Alternativen besser geeignet.
Im Free-Tarif nicht – dort bekommst du nur eine Wix-Subdomain. Ab dem Light-Tarif (9 Euro pro Monat bei Jahresabonnement) ist eine eigene Domain für das erste Jahr kostenlos inklusive. Ab dem zweiten Jahr fällt der reguläre Domainpreis an, der je nach Endung zwischen etwa 10 und 20 Euro pro Jahr liegt.
Wix hat in den letzten Jahren deutlich nachgebessert: Meta-Titel, Beschreibungen, strukturierte Daten und automatische Sitemaps sind alle vorhanden. Im Test lag die Ladezeit bei 1,4 Sekunden – solide, aber nicht so gut wie WordPress mit optimiertem Hosting. Wer SEO als zentrales Ziel hat, sollte die Grenzen des Systems kennen.
Das ist der größte Schwachpunkt von Wix: Deine Inhalte – Texte, Bilder, Blogbeiträge – lassen sich nicht als strukturierter Export herunterladen. Ein Wechsel zu WordPress oder einem anderen System bedeutet manuellen Aufwand. Du kannst lediglich Bilder einzeln herunterladen und Texte kopieren. Plane deinen Anbieter daher langfristig.
