Die deutsche Seite unter der .de-Domain, die englische unter .com. Bei Mozello ist das ein Häkchen im selben Tarif für 9 € – Domains inklusive.
Bei den meisten Baukästen bedeutet Mehrsprachigkeit eine Unterseite mit angehängtem Sprachkürzel, und eine zweite Domain kostet extra. Der lettische Anbieter verknüpft dagegen jede Sprachversion mit ihrer eigenen Adresse. Für einen Handwerker mit deutscher und türkischer Kundschaft oder eine Kanzlei mit internationalen Mandanten ist das der Unterschied zwischen einer Notlösung und einem richtigen Auftritt.
Bezahlen muss man das mit einer schmalen Vorlagenauswahl. Wir haben Tarife, Funktionsumfang und öffentliche Erfahrungsberichte ausgewertet – und zeigen, für wen sich Mozello lohnt und wo Vorsicht geboten ist.
Was ist Mozello und für wen ist es geeignet?
Mozello ist ein Website-Baukasten aus Lettland, betrieben von einem kleinen Softwarehaus. Die Bedienoberfläche gibt es in rund zwanzig Sprachen, Hosting und SSL-Zertifikat sind in jedem Tarif enthalten. Zum Angebot gehören außerdem ein Blog, eine Shop-Funktion und ein Buchungssystem für Dienstleister.
Der Zuschnitt ist ungewöhnlich. Mozello richtet sich an Einsteiger, lässt aber gleichzeitig eigenen Code zu – JavaScript, CSS und HTML sind zugänglich. Wer also ohne Vorkenntnisse startet und später doch etwas anpassen will, rennt nicht sofort gegen eine Wand. Das unterscheidet den Anbieter von vielen geschlossenen Baukästen.
3,6/5★★★★☆Beste Mehrsprachigkeit in dieser Preisklasse, dazu Code-Zugriff – dafür die kleinste Vorlagenauswahl im Vergleich.- Selbstständige mit Kundschaft in mehreren Sprachen
- Alle, die je Sprache eine eigene Domain führen wollen
- Kleine Shops – es fallen keine Transaktionsgebühren an
- Einsteiger, die später doch eigenen Code einbinden möchten
- Wer eine große Auswahl an Vorlagen erwartet
- Projekte, die auf viele Erweiterungen angewiesen sind
- Nutzer, die telefonischen oder deutschsprachigen Support brauchen
- Shops mit vielen Produktmerkmalen – je Artikel sind höchstens drei möglich
Funktionen und Bedienung
Die Mehrsprachigkeit ist der Grund, warum es Mozello überhaupt in diese Auswahl schafft. Sie gehört zum Grundumfang und ist kein Aufpreis-Baustein. Inhalte werden je Sprache getrennt gepflegt, die Seitenstruktur bleibt synchron, und ein Sprachumschalter erscheint automatisch. Andere Anbieter verlangen dafür eine Erweiterung oder gleich den nächsthöheren Tarif.
Dazu kommt die Funktion, die den Unterschied macht: Jede Sprachversion lässt sich mit einer eigenen Domain verknüpfen. Die deutsche Fassung läuft dann unter der .de-Adresse, die englische unter .com. Für die Wahrnehmung bei Kunden und für die Suchmaschinen ist das deutlich stärker als ein angehängtes Sprachkürzel.
Beim Übersetzen hilft eine eingebaute KI. Sie überträgt Texte in die zweite Sprache, erzeugt auf Wunsch ganze Seiten, optimiert Beschreibungen für Suchmaschinen und erstellt Bilder. Abgerechnet wird über Guthaben, gestaffelt über alle vier Stufen: 2.000, 10.000, 30.000 und 60.000 Einheiten im Monat. Das Guthaben erneuert sich monatlich, verfällt also nicht ungenutzt zu Ihren Lasten; zusätzliche Einheiten lassen sich dazukaufen.
Der Shop ist klar gestaffelt: 5 Produkte im kostenlosen Tarif, 15 im Einstieg, 500 im mittleren und unbegrenzt im größten. Die Sprünge sind ungewöhnlich groß – wer mehr als 15 Artikel verkaufen will, landet direkt bei 18 € im Monat. Bemerkenswert ist dafür die Transaktionsgebühr: Sie beträgt in allen Stufen 0 %, der Anbieter behält also nichts von Ihren Verkäufen ein. Gebühren des Zahlungsdienstleisters fallen natürlich trotzdem an. Bei den Produktoptionen wird es enger: Nur ein Merkmal je Artikel in den unteren Tarifen, drei in den oberen.
Mozello im Test: Vor- und Nachteile
- Mehrsprachigkeit im Grundumfang: Kein Aufpreis-Baustein wie bei vielen Wettbewerbern.
- Domain je Sprache: Deutsche Seite unter .de, englische unter .com statt angehängtem Kürzel.
- Domain inklusive: 29 Endungen kostenlos, darunter .de, .at und .ch.
- Keine Transaktionsgebühren: Der Anbieter behält nichts von Ihren Verkäufen ein.
- Code-Zugriff: JavaScript, CSS und HTML sind zugänglich – ungewöhnlich für einen Baukasten.
- KI-Guthaben erneuert sich: 2.000 bis 60.000 Einheiten je Monat, kein Verfall zu Ihren Lasten.
- Wenige Vorlagen: Die kleinste Auswahl im Vergleich, viele wirken angestaubt.
- Kein deutschsprachiger Support: Die Oberfläche ist deutsch, die Hilfe läuft auf Englisch.
- Kein Telefon, kein Chat: Kontakt nur per E-Mail und Ticketsystem.
- Berichte über gelöschte Gratis-Seiten: Mehrere Nutzer schildern Verluste im kostenlosen Tarif.
- Kein Export: Ein Umzug zu einem anderen Anbieter bedeutet Neuaufbau.
Was kostet Mozello?
Vier Stufen, davon eine dauerhaft kostenlos. Die Beträge gelten bei jährlicher Zahlung; bei vierteljährlicher Abrechnung liegen sie höher. Für Kunden in der EU kommt die Umsatzsteuer hinzu – aus 9 € werden für Privatkunden also rund 10,71 €.
Für die meisten ist Premium die richtige Wahl: Domain, SSL, 50 GB Speicher und KI-Guthaben für 9 € im Monat – das ist im Baukasten-Markt ein fairer Kurs, zumal Mehrsprachigkeit schon enthalten ist. Der Sprung auf Premium Pro lohnt nur, wenn Sie wirklich je Sprache eine eigene Domain führen wollen; 18 € Aufpreis im Monat sind für diese eine Funktion viel Geld.
| Tarif | Jährlich | Vierteljährlich | Aufschlag |
|---|---|---|---|
| Premium | 9 €/M | 11 €/M | 22 % |
| Premium Plus | 18 €/M | 22 €/M | 22 % |
| Premium Pro | 27 €/M | 33 €/M | 22 % |
Sicherheit, Datenschutz und Support
- SSL in jedem Tarif: Auch kostenlose Seiten laufen verschlüsselt, ohne dass Sie etwas einrichten müssen.
- Anbieter aus der EU: Als lettisches Unternehmen unterliegt Mozello unmittelbar der DSGVO. Für die Frage nach dem Speicherort ist das eine kurze Antwort.
- Kein Export: Inhalte lassen sich nicht als Datei ausleiten. Wer später wechseln will, baut die Seite neu auf – bei einem eigenen Hosting-Paket hätten Sie diese Bindung nicht.
- Support nur schriftlich: Kontakt per E-Mail und Ticketsystem, kein Telefon und kein Chat. Die Oberfläche ist auf Deutsch, die Kommunikation mit dem Support läuft auf Englisch.
- Vertrag verlängert sich automatisch: Wer nicht vor Ablauf kündigt, zahlt die nächste Periode. Eine anteilige Rückerstattung bei vorzeitiger Kündigung eines Jahresvertrags ist nicht vorgesehen.
Mozello Erfahrungen und Bewertungen
Mozello ist ein Nischenanbieter, entsprechend überschaubar ist die Zahl öffentlicher Bewertungen – anders als bei Wix oder Jimdo gibt es keine belastbare Durchschnittsnote aus Tausenden Stimmen. Die vorhandenen Berichte zeichnen aber ein klares Bild.
Beim Durchgehen der Berichte fallen vier Muster auf – sie sind aufschlussreicher als jede Durchschnittsnote.
- Die Mehrsprachigkeit wird durchweg gelobt. Fachportale heben hervor, dass nur wenige Baukästen diese Funktion überhaupt anbieten – und Mozello sie ohne Aufpreis mitliefert. Das ist der Hauptgrund, warum Nutzer sich für den Anbieter entscheiden.
- Gelöschte Gratis-Seiten sind der schwerste Vorwurf. Mehrere Bewertungen schildern, dass kostenlose Websites ohne Vorwarnung verschwanden. In einem Fall nennt der Anbieter Inaktivität als Grund, in einem anderen bleibt der Grund offen. Wer den Gratis-Tarif nutzt, sollte das wissen.
- Die Vorlagen sind der wunde Punkt. Das kehrt in nahezu jeder Einschätzung wieder: zu wenige, optisch nicht auf der Höhe. Wer Wert auf ein modernes Erscheinungsbild legt, muss selbst Hand anlegen.
- Entwickler kommen überraschend gut zurecht. Fachquellen heben hervor, dass Mozello anders als viele Baukästen Zugriff auf JavaScript, CSS und HTML gewährt. Wer über die Vorlagen hinauswill, hat damit einen Weg – den Wix und Squarespace so nicht öffnen.
Alternativen zu Mozello
- Jimdo: Deutscher Anbieter mit deutschsprachigem Support und moderneren Vorlagen – die naheliegende Wahl, wenn Mehrsprachigkeit keine Rolle spielt.
- Webador: Aufgeräumter Editor zu niedrigem Preis, mit Shop schon in den mittleren Tarifen. Gut für einfache Seiten ohne Sprachbedarf.
- Wix: Hunderte Vorlagen, großer Erweiterungsmarkt, mehr Gestaltungsfreiheit – dafür deutlich teurer und komplexer.
Fazit: Lohnt sich Mozello?
Mozello ist ein Spezialist, kein Allrounder – und genau darin liegt sein Wert. Wenn Ihre Kundschaft in zwei oder drei Sprachen unterwegs ist, bekommen Sie hier für 9 € im Monat etwas, das anderswo Aufpreis kostet oder gar nicht angeboten wird. Die Domain ist inklusive, auch eine .de, Transaktionsgebühren fallen keine an, und die KI übersetzt auf Wunsch gleich mit.
Der Preis dafür ist gestalterische Armut. Die Vorlagenauswahl ist die kleinste in diesem Vergleich, und viele Entwürfe wirken nicht mehr zeitgemäß. Wer eine Seite will, die auf Anhieb nach 2026 aussieht, ohne selbst an Farben und Schriften zu feilen, ist bei anderen Lösungen besser bedient.
Zwei Ratschläge zum Schluss: Nutzen Sie den Gratis-Tarif zum Ausprobieren, aber nicht als dauerhaftes Zuhause – mehrere Nutzer berichten von gelöschten kostenlosen Seiten. Und sichere Texte und Bilder von Anfang an selbst, denn einen Export gibt es nicht. Wer das beherzigt, bekommt einen fair bepreisten Baukasten mit einer Stärke, die im Markt selten ist.
Häufig gestellte Fragen zu Mozello
Es gibt einen dauerhaft kostenlosen Tarif und drei bezahlte: Premium für 9 Euro im Monat, Premium Plus für 18 und Premium Pro für 27 Euro, jeweils bei jährlicher Zahlung. Bei vierteljährlicher Abrechnung sind es 11, 22 beziehungsweise 33 Euro – ein Aufschlag von 22 Prozent. Für Kunden in der EU kommt die Umsatzsteuer hinzu.
Ja, und sie gehört zum Grundumfang statt zu einem Aufpreis-Baustein. Inhalte werden je Sprache getrennt gepflegt, die Struktur bleibt synchron, ein Sprachumschalter erscheint automatisch. Andere Baukästen verlangen dafür eine Erweiterung oder einen höheren Tarif. Zusätzlich lässt sich jede Sprachversion mit einer eigenen Domain verknüpfen.
Ja, ab dem Premium-Tarif. Der Anbieter listet 29 Endungen, die kostenlos registriert werden können – darunter .de, .at, .ch, .com, .net, .eu und .org. Eine bereits vorhandene Domain lässt sich ebenfalls verbinden. Im kostenlosen Tarif bekommen Sie nur eine Adresse unterhalb von mozello.com.
Mehrere Nutzer berichten in öffentlichen Bewertungen genau davon – teils ohne Vorwarnung, in einem Fall mit Inaktivität als Begründung. Nutzen Sie den Gratis-Tarif deshalb zum Ausprobieren, nicht als dauerhaftes Zuhause für eine Seite, in die Sie Arbeit gesteckt haben. Sichern Sie Inhalte zusätzlich selbst.
Deutlich weniger als die großen Wettbewerber – Fachportale führen die Auswahl im niedrigen zweistelligen Bereich, während Wix und Squarespace mehrere Hundert anbieten. Der Anbieter setzt darauf, dass Sie Farben, Schriften und Layout selbst anpassen; über den Zugriff auf CSS und HTML geht das weiter als bei anderen Baukästen. Für gestalterisch anspruchsvolle Projekte bleibt es trotzdem ein Nachteil.
Ja, und das ist für einen Baukasten ungewöhnlich. Fachquellen heben hervor, dass JavaScript, CSS und HTML zugänglich sind. Wer ohne Vorkenntnisse startet und später doch etwas anpassen will, steht damit nicht vor einer verschlossenen Tür – bei vielen geschlossenen Systemen ist an dieser Stelle Schluss.
Nein, die Transaktionsgebühr beträgt in allen vier Stufen 0 Prozent – der Anbieter behält keinen Anteil Ihrer Verkäufe ein. Einige Wettbewerber verlangen im Einstiegstarif dagegen einen Prozentsatz. Die Gebühren Ihres Zahlungsdienstleisters fallen selbstverständlich trotzdem an.
Sie übersetzen Texte in die zweite Sprache, erzeugen auf Wunsch ganze Seiten, optimieren Beschreibungen für Suchmaschinen und erstellen Bilder. Abgerechnet wird über Guthaben, gestaffelt über alle vier Stufen: 2.000, 10.000, 30.000 und 60.000 Einheiten im Monat. Das Guthaben erneuert sich monatlich, zusätzliche Einheiten sind zubuchbar.
Die Bedienoberfläche gibt es auf Deutsch, die Hilfe jedoch nicht: Der Support kommuniziert auf Englisch, und zwar ausschließlich schriftlich über E-Mail und Ticketsystem. Telefon und Chat bietet der Anbieter nicht. Wer im Problemfall auf Deutsch sprechen möchte, ist bei Jimdo besser aufgehoben.
Nur mit Aufwand. Einen Export der Inhalte als Datei bietet Mozello nicht – ein Wechsel bedeutet in der Regel, die Seite beim neuen Anbieter neu aufzubauen. Sichern Sie Texte und Bilder deshalb von Anfang an parallel selbst, dann hält sich der Aufwand in Grenzen.
Für die meisten Premium mit 9 Euro im Monat: Domain, SSL, 50 GB Speicher und KI-Guthaben sind enthalten, Mehrsprachigkeit ohnehin. Premium Pro lohnt nur, wenn Sie je Sprache eine eigene Domain führen wollen – 18 Euro Aufpreis im Monat sind für diese eine Funktion viel Geld.
Die Kündigung läuft über den Kundenbereich. Wichtig: Der Vertrag verlängert sich automatisch, wenn Sie nicht vor Ablauf kündigen, und eine anteilige Rückerstattung bei vorzeitiger Kündigung eines Jahresvertrags ist nicht vorgesehen. Trage Ihnen den Termin bei der Bestellung ein.
