Nach der Bestellung bekommen Sie eine E-Mail mit Zugangsdaten – und sonst nichts. Kein Kundenbereich zum Klicken, keine Website mit einem Knopfdruck, keine Sicherungen.
Das ist kein Versäumnis, sondern das Geschäftsmodell: Sie mieten eine leere Maschine und richten alles selbst ein. Dafür bekommen Sie mehr Rechenleistung und Speicher für Ihr Geld, als jedes betreute Angebot bieten kann. Die Frage ist nur, ob Sie damit etwas anfangen können.
Wir haben Tarife, Leistungsumfang, Grenzen und Datenschutzangaben ausgewertet. Dieser Testbericht zeigt, für wen sich das lohnt und wann Sie besser die Finger davon lassen. Ein Hinweis vorab: Die Preise verstehen sich ohne Mehrwertsteuer.
Was ist Contabo und für wen ist es geeignet?
Contabo ist ein Anbieter aus München, gegründet 2003, spezialisiert auf eigene Server – virtuell oder als echte Maschine. Sie bekommen Rechenleistung, Arbeitsspeicher und Plattenplatz, mehr nicht. Was darauf läuft, bestimmen und installieren Sie selbst.
Die Zielgruppe sind Entwickler, Systemverwalter und Wiederverkäufer mit Erfahrung. Wer eine Website betreiben will, ohne sich um Technik zu kümmern, ist bei Alfahosting oder webgo deutlich besser aufgehoben – dort gibt es WordPress mit einem Klick.
3,4/5★★★☆☆Viel Rechenleistung für wenig Geld, keine Preissprünge und monatlich kündbar – dafür verwalten Sie alles selbst, einschließlich Sicherungen.- Entwickler mit Erfahrung in der Serververwaltung
- Wer eine Testumgebung oder einen Übungsserver braucht
- Projekte mit hohem Bedarf an Arbeitsspeicher
- Alle, die monatlich kündbar bleiben wollen
- Die erste eigene Website
- Wer keine Kommandozeile bedienen kann oder will
- Geschäftskritische Seiten ohne eigene Betreuung
- Alle, die Sicherungen im Paket erwarten
Leistung und Verwaltung
Der Ablauf nach der Bestellung ist kurz: Sie erhalten Zugangsdaten, melden sich am Server an und beginnen bei null. Betriebssystem wählen, Webserver einrichten, Datenbank anlegen, Verschlüsselung besorgen, Sicherheitseinstellungen setzen – jeder Schritt einzeln, über die Kommandozeile.
Für jemanden, der das kennt, sind das anderthalb Stunden. Für alle anderen ist es ein Nachmittag mit offenen Anleitungen und am Ende trotzdem eine Umgebung, die vielleicht nicht sicher konfiguriert ist. Das ist die eigentliche Rechnung bei diesem Anbieter: Der niedrige Preis kauft Ihnen Hardware, nicht Zeit.
Eine komfortable Verwaltungsoberfläche gehört nicht zum Angebot; sie lässt sich gegen Aufpreis dazubuchen. Das ist im Servermarkt üblich, verschiebt aber die Rechnung: Wer sie braucht, zahlt am Ende deutlich mehr als den beworbenen Einstiegspreis.
Der Preis bleibt, wo er ist
Ein Punkt, der in dieser Testreihe selten ist: Es gibt keinen Aktionspreis, der nach zwölf Monaten steigt. Was Sie im ersten Monat zahlen, zahlen Sie auch im dreißigsten. Zusammen mit der Mindestlaufzeit von einem Monat bedeutet das: Sie gehen kein Risiko ein und können jederzeit aussteigen, ohne auf ein Vertragsende zu warten.
Contabo im Test: Vor- und Nachteile
- Viel Leistung je Euro: Deutlich mehr Arbeitsspeicher und Platz als betreute Angebote.
- Kein Preissprung: Der Betrag bleibt über die gesamte Laufzeit gleich.
- Monatlich kündbar: Mindestlaufzeit ein Monat, kein Jahresvertrag.
- Standorte wählbar: Unter anderem Rechenzentren in Deutschland.
- Einrichtungsgebühr entfällt: Derzeit im Rahmen einer Aktion.
- Voller Zugriff: Sie bestimmen jede Einstellung selbst.
- Keine Sicherungen: Nur Momentaufnahmen von Hand, nichts Automatisches.
- Keine Website-Installation: Alles läuft über die Kommandozeile.
- Nettopreise: Aus 4,99 € werden 5,94 € brutto.
- Oberfläche kostet extra: Komfort gibt es nur gegen Aufpreis.
- Hilfe nur schriftlich: Kein Telefon, Antworten können dauern.
- Kein Umzugsdienst: Die Übertragung machen Sie selbst.
Was kostet Contabo?
Drei Stufen stehen zur Wahl, monatlich abgerechnet. Alle Preise ohne Mehrwertsteuer.
| Stufe | Netto | Brutto | Im Jahr netto | Für wen |
|---|---|---|---|---|
| Cloud VPS S | 4,99 € | 5,94 € | 59,88 € | Einzelnes Projekt, Übung |
| Cloud VPS L | 14,99 € | 17,84 € | 179,88 € | Produktive Anwendungen |
| Cloud VPS XL | 26,99 € | 32,12 € | 323,88 € | Hoher Speicherbedarf |
- Kreditkarte, PayPal und Überweisung: Alle gängigen Wege.
- Monatliche Abrechnung: Mindestlaufzeit ein Monat.
- Einrichtungsgebühr: Entfällt derzeit – beim Abschluss prüfen.
Sicherheit, Datenschutz und Support
- Sicherheit liegt bei Ihnen: Betriebssystem und Programme aktuell halten, Zugänge absichern, Schutzregeln setzen. Ein vernachlässigter Server im Netz wird binnen Tagen angegriffen – das ist keine Übertreibung, sondern Alltag.
- Sicherungen einrichten: Es gibt nur Momentaufnahmen von Hand. Richten Sie am ersten Tag eine automatische Kopie ein, die täglich läuft und woanders landet – sonst ist bei einem Fehler alles weg.
- Standort wählbar: Rechenzentren in Deutschland stehen zur Verfügung, daneben Standorte in anderen Regionen. Achten Sie bei der Bestellung darauf, wenn Sie personenbezogene Daten verarbeiten.
- Verschlüsselung selbst besorgen: Ein Zertifikat gehört nicht zum Paket. Es gibt kostenlose Anbieter, die Einrichtung übernehmen Sie aber selbst.
- Hilfe nur schriftlich: Über Anfragen, ohne Telefon. Für einen Server, dessen Ausfall Umsatz kostet, ist das zu wenig – dann brauchen Sie jemanden, der selbst eingreifen kann. ALL-INKL.COM hat eine Telefonnummer.
Contabo Erfahrungen und Bewertungen
Die Rückmeldungen fallen so unterschiedlich aus wie die Nutzergruppen. Vier Punkte wiederholen sich.
- Gelobt wird die Leistung. Fachleute berichten, sie bekämen hier für einen Bruchteil, was anderswo ein Vielfaches kostet.
- Gelobt werden die stabilen Preise. Kein Aktionspreis, der später steigt – das wird ausdrücklich als Vorteil genannt.
- Kritisiert wird die Wartezeit auf Antworten. Für einen Server, der Umsatz trägt, nennen Nutzer das zu langsam.
- Kritisiert wird die fehlende Führung. Wer ohne Vorkenntnisse bucht, steht vor einer leeren Maschine und bekommt keine Hilfestellung.
Alternativen zu Contabo
- Hetzner: Ähnliches Segment, deutscher Anbieter, mit übersichtlicherer Verwaltung.
- Cloudways: Server mit Betreuung – teurer, dafür ohne eigene Verwaltungsarbeit.
- Alfahosting: Fertiges Hosting mit Betreuung rund um die Uhr – für alle, die einfach eine Website wollen.
Fazit: Lohnt sich Contabo?
Für Fachleute ist das ein sehr gutes Angebot. Viel Rechenleistung für wenig Geld, keine Preissprünge nach zwölf Monaten, monatlich kündbar und Rechenzentren in Deutschland. Wer einen Übungsserver, eine Testumgebung oder eine selbstverwaltete Anwendung braucht, findet kaum günstigere Hardware.
Für alle anderen ist es die falsche Wahl, und zwar deutlich. Es gibt keine automatischen Sicherungen, keine Website-Installation und keine Hilfe, die für Sie eingreift. Ein Server, den niemand pflegt, ist binnen Wochen ein Sicherheitsrisiko.
Unser praktischer Rat: Stellen Sie sich vor der Bestellung eine einzige Frage – können Sie einen Server selbst absichern und aktuell halten? Wenn ja, greifen Sie zu. Wenn nein oder unsicher, nehmen Sie ein betreutes Paket; die paar Euro Unterschied sind gut angelegt. Und wenn Sie zugreifen: Richten Sie am ersten Tag eine automatische Sicherung ein, bevor Sie irgendetwas anderes tun.
Häufig gestellte Fragen zu Contabo
Eine E-Mail mit Zugangsdaten und einen leeren Server. Keine Vorinstallation, keine Website-Einrichtung, keine Sicherungen. Betriebssystem, Webserver, Datenbank und Verschlüsselung richten Sie selbst über die Kommandozeile ein. Das ist das Geschäftsmodell, kein Versäumnis.
Der Einstieg liegt bei 4,99 € im Monat netto, also 5,94 € brutto. Die höheren Stufen kosten 14,99 und 26,99 € netto, brutto 17,84 und 32,12 €. Es gibt keinen Aktionspreis, der später steigt – der Betrag bleibt über die gesamte Laufzeit gleich.
Nur wenn Sie den Aufwand nicht rechnen. Bei einem betreuten Anbieter sind Aktualisierungen, Sicherungen, Verschlüsselung und Postfächer enthalten, hier nichts davon. Wenn Sie monatlich zwei Stunden für Pflege brauchen und Ihre Zeit mit 20 € ansetzen, liegt der Server effektiv bei über 45 € im Monat.
Nein, nur Momentaufnahmen von Hand. Richten Sie deshalb am ersten Tag eine automatische Kopie ein, die täglich läuft und woanders landet – bevor Sie irgendetwas anderes tun. Ohne das ist bei einem Fehler oder Angriff alles verloren.
Technisch ja, die Leistung reicht bei Weitem. Sie müssen es aber selbst installieren: Webserver aufsetzen, Datenbank anlegen, WordPress hochladen, Verschlüsselung einrichten. Wer WordPress mit einem Klick will, ist bei einem Hosting-Anbieter deutlich besser bedient.
Nein, und das unterscheidet den Anbieter von vielen anderen. Was Sie im ersten Monat zahlen, zahlen Sie auch im dreißigsten. Zusammen mit der Mindestlaufzeit von einem Monat bedeutet das: Sie gehen kein Risiko ein und können jederzeit aussteigen.
Netto. Auf alle Beträge kommt die Mehrwertsteuer hinzu: Aus 4,99 € werden 5,94 €, aus 14,99 € werden 17,84 €. Sind Sie vorsteuerabzugsberechtigt, ist das ein durchlaufender Posten. Privat zahlen Sie den Bruttobetrag.
Rechenzentren in Deutschland stehen zur Verfügung, daneben Standorte in anderen Regionen. Achten Sie bei der Bestellung gezielt darauf, wenn Sie personenbezogene Daten verarbeiten – die Wahl treffen Sie selbst, und sie wird nicht automatisch auf die EU beschränkt.
So sicher, wie Sie ihn machen. Sie müssen Betriebssystem und Programme aktuell halten, Zugänge absichern und Schutzregeln setzen. Ein vernachlässigter Server im Netz wird binnen Tagen angegriffen – das ist keine Übertreibung, sondern Alltag.
Eine komfortable Oberfläche gehört nicht zum Angebot, sie lässt sich gegen Aufpreis dazubuchen. Das ist im Servermarkt üblich, verschiebt aber die Rechnung: Wer sie braucht, zahlt am Ende deutlich mehr als den beworbenen Einstiegspreis.
Einen Monat. Es gibt keinen Jahresvertrag und keine lange Kündigungsfrist – das ist ein echter Vorteil gegenüber Anbietern, die zwölf oder vierundzwanzig Monate voraussetzen. Sie können den Server also gefahrlos ausprobieren.
Für Entwickler und Systemverwalter, die einen Server selbst absichern und aktuell halten können und viel Leistung je Euro brauchen. Wer diese Frage nicht klar mit Ja beantwortet, sollte ein betreutes Paket nehmen – bei Alfahosting oder webgo sind die paar Euro Unterschied gut angelegt.
