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Warschau

Warschau ist die Hauptstadt Polens. Etwa 1,7 Millionen Einwohner leben in der polnischen Metropole, die auf eine bewegte Geschichte zurückblickt.

Warschau picture alliance / pressefoto_korb | Micha Korb

Warschau ist die Hauptstadt Polens. In Warschau leben etwa 1,7 Millionen Einwohner, entlang der zum UNESCO-Weltkulturerbe gehörenden Warschauer Altstadt führt ein Teilstück der 1048 Kilometer langen Weichsel vorbei. Warschau gilt als ökonomisches und kulturelles Zentrum Polens, etwa 15 Prozent des Bruttoinlandsproduktes Polens werden in der Hauptstadt erwirtschaftet. In Warschau liegen außerdem das Nationaltheater (Teatr Narodowy) sowie das Nationalmuseum (Muzeum Narodowe w Warszawie). Die Stadt mit ihrem Chopin-Flughafen sowie dem Zentralbahnhof Warszawa Centralna gilt auch als infrastrukturelles Zentrum des Landes.

Die frühe Geschichte Warschaus

Die Stadt Warschau blickt auf eine bewegte Geschichte zurück. Zu den frühen Zeugnissen von Besiedlung auf dem heutigen Stadtgebiet gehören die Ausgrabungen von Stare Brädno, einem Handelsposten, der auf dem heutigen Stadtgebiet etwa im zehnten und elften Jahrhundert existierte. Später lagen in der Region die Siedlungen Kamion (elftes Jahrhundert) und Jazdow (13. Jahrhundert), aus denen sich später das heutige Warschau formieren sollte. Um 1413 wurde Warschau Hauptstadt des historischen Herzogtums Masowien, 1526 ging die Region schließlich direkt an das Königreich Polen über. Seit 1596 ist Warschau als Hauptstadt Polens anerkannt. Weitreichende Zerstörungen erlitt Warschau durch den Großen Nordischen Krieg (1700-1721) sowie den Polnischen Thronfolgekrieg (1733-1738). Infolge des Wiener Kongresses geriet Polen mit der Hauptstadt Warschau in den Einflussbereich der russischen Zaren.

Zweiter Weltkrieg, Sowjetunion und Gegenwart

Im Zweiten Weltkrieg kam es 1939 zur Schlacht um Warschau, die zu großen Zerstörungen führte. 1940 wurde das Warschauer Ghetto errichtet, das als Sammellager für die Deportierung in das Vernichtungslager Treblinka fungierte. 1944 kam es zum Warschauer Aufstand, 1945 marschierte die Rote Armee in Warschau ein. An die Zeit unter sowjetischem Einfluss erinnert der Warschauer Kulturpalast, der zwischen 1952 und 1955 im sozialistischen Klassizismus errichtet wurde, 1955 wurde in Warschau der Warschauer Pakt geschlossen. Infolge der SolidarnoÅ›c-Bewegung kam es 1989 schließlich zu freien Wahlen, heute ist Warschau ein modernes Wirtschaftszentrum im Herzen Europas.