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Steuerhinterziehung

Die Steuerhinterziehung ist in Deutschland eine Straftat, die im schwerwiegenden Fall mit einer Freiheitsstrafe geahndet werden kann.

Steuerhinterziehung picture alliance / dpa

Dass es sich bei der Steuerhinterziehung um kein harmloses Delikt handelt, haben in der Vergangenheit bereits viele Menschen, darunter auch Prominente wie der Präsident des FC Bayern München Uli Hoeneß und der Ex-Chef der Deutschen Post Klaus Zumwinkel, erfahren.

Der Steuerbetrug stellt eine Straftat dar, die je nach der Höhe der Hinterziehung unterschiedlich schwer geahndet wird. Man spricht im privaten Zusammenhang von Steuerhinterziehung, wenn Einnahmen durch eine Erwerbstätigkeit oder Kapitalvermögen nicht korrekt im Rahmen der jährlichen Steuererklärung angegeben werden. Bei einem Steuervergehen von bis zu 50.000 Euro wird in der Regel eine Geldstrafe und bei Beträgen ab 100.000 Euro eine Freiheitsstrafe verhängt. Grundsätzlich sieht die Gesetzgebung Gefängnisstrafen von sechs Monaten bis zu zehn Jahren vor.

Auch die Beihilfe zur Steuerhinterziehung wird vonseiten des Staates als Straftat geahndet. Um für steuerliche Vergehen eine Straffreiheit zu erlangen, bietet das Gesetz die Möglichkeit einer Selbstanzeige. Allerdings wird diese Form der Strafvermeidung nur gewährt, wenn bis zum Zeitpunkt der Anzeige noch kein Verfahren durch die Steuerbehörde eingeleitet wurde. Darüber hinaus verjähren Steuervergehen nach einem Zeitraum von fünf Jahren.

Ausgenommen von dieser Regelung sind besonders schwere Steuerhinterziehungen. Für diese sieht der Gesetzgeber wiederum einen zeitlichen Rahmen von bis zu zehn Jahren vor, bevor eine Verjährung eintritt. Um eine Steuerhinterziehung aufzudecken, steht dem Bundeszentralamt für Steuern seit dem Jahr 2005 beispielsweise das Mittel des Kontenabrufs zur Verfügung. Dabei handelt es sich um die Erlaubnis, auf die Kontostammdaten von Bankkunden in Deutschland zuzugreifen.

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