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Selbstmordanschlag

Beim Selbstmordanschlag nimmt ein Mensch seinen eigenen Tod in Kauf, um ein Attentat zu verrichten. Das Attentat zielt darauf ab, anderen Menschen zu schaden.

Selbstmordanschlag Istockphoto

Bei einem Selbstmordanschlag lässt ein Mensch in der Regel einen Sprengstoffgürtel explodieren, den er selbst trägt, und versucht dabei, so viele andere Menschen wie möglich zu töten. Ein solches Attentat hat meist politische Beweggründe und soll für Verunsicherung, Angst und eine hohe Todeszahl sorgen. Die Wirtschaft reagiert bei Terroranschlägen oft mit Beunruhigung, denn eine instabile Sicherheitslage wirkt sich negativ auf die Investitionsbereitschaft und damit auf das Wirtschaftswachstum aus.

In einem Land, das ansonsten als sicher gilt, ist das Abrutschen der Börse in vielen Fällen die erste Reaktion auf einen Selbstmordanschlag. Wenn die Vermutung herrscht, dass die Regierung keine Sicherheit garantieren kann, befürchtet die Wirtschaft das Ausbleiben ausländischer Investitionen oder aber, dass Fachkräfte aus dem Ausland das betroffene Land in Zukunft meiden. Für Länder, die sich in einem Krisengebiet befinden und in denen immer wieder Selbstmordanschläge verübt werden, bleiben die Attentate für die Wirtschaft manchmal sogar ohne Konsequenzen. Die Unternehmen dort haben sich auf die Gefahr des Terrors eingestellt und Investitionen aus dem Ausland sind im Allgemeinen rar.

Ein Selbstmordanschlag kann sich natürlich auch gezielt gegen die Wirtschaft eines Landes richten. Der 11. September 2001 ist ein bekanntes Beispiel hierfür: Die Entführung von vier Flugzeugen fügte der Luftfahrtindustrie großen Schaden zu, daneben wurden die Hauptsitze einiger wichtiger Unternehmen im World Trade Center komplett zerstört. In den darauffolgenden Tagen und Wochen gab es zudem die Gefahr eines großen Krieges und die Börsen reagierten mit kräftig fallenden Kursen.

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