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Recklinghausen

Recklinghausen liegt im Ruhrgebiet und beheimatet etwa 112.000 Einwohner. Die Stadt gehört zur größten Metropolregion Deutschlands: Rhein-Ruhr.

Im Norden des Ruhrgebiets liegt die Stadt Recklinghausen. Etwa 112.000 Einwohner leben in der Ansiedlung, die als Sitz des (mit über 615.000 Einwohnern) bevölkerungsreichsten Kreises Deutschlands gilt: dem Kreis Recklinghausen. Recklinghausen besteht aus insgesamt 18 Stadtteilen. Gelegen ist die Stadt außerdem in der größten Metropolregion Deutschlands, der Metropolregion Rhein-Ruhr. Zu den nächstgelegenen Städten gehören Herne (etwa 15 km entfernt), Gelsenkirchen (etwa 20 km entfernt), Bottropp (ca. 30 km entfernt), Dortmund (ca. 35 km entfernt). Überregional ist Recklinghausen auch für die Ruhrfestspiele im Ruhrfestspielhaus bekannt, welches zu den ältesten und größten Theaterfestspielen Europas zählt.

Recklinghausen im Mittelalter

Datieren lässt sich die erste urkundliche Erwähnung Recklinghausens auf das Jahr 1017, als die Stadt unter dem Namen Ricoldinchuson erwähnt wird. Doch vermutet man, dass bereits in karolingischer Zeit, im frühen 9. Jahrhundert, eine örtliche Hofanlage sowie die Urpfarrei St. Petrus entstanden sind. Mitte des 12. Jahrhunderts gehörte die Stadt zum Verwaltungsbereich Vest Recklinghausen, der bis in das frühe 19. Jahrhundert dem Kurfürstentum Köln unterstellt war. Im Hochmittelalter entwickelte sich vor Ort eine Markt- und Kaufmannssiedlung. Etwa um 1236 wurde Recklinghausen das Stadtrecht verliehen.

Recklinghausen in der Neuzeit und Moderne

Als „Beistadt“ geriet Recklinghausen in der Mitte des 16. Jahrhunderts in den Einflussbereich der norddeutschen Hansestädte, die für einen positiven ökonomischen Einfluss sorgten. Doch dieser Einfluss wirkte nur bis ins 17. Jahrhundert hinein. In der frühen Neuzeit kam es im Vest Recklinghausen zu über hundert aktenkundigen Hexenprozessen, zu deren berühmtesten der Prozess um Trine Plumpe gehörte. Nach der kurzzeitigen Zugehörigkeit zum napoleonischen Vasallenstaat Großherzogtum Berg zwischen 1811 und 1813 ging die Stadt um 1815 schließlich in den Einflussbereich Preußens über. In den 60er Jahren des 19. Jahrhunderts wurde die erste Zeche im Stadtgebiet angelegt, die neue ökonomische Möglichkeiten für Recklinghausen eröffnete. 1945 nahmen amerikanische Truppen das Stadtgebiet ein. Nur vier Jahre später überschritt die Stadt offiziell die 100.000-Einwohner-Grenze.