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Kinderarbeit

Arbeiten Kinder im Alter von unter 14 Jahren, spricht man von Kinderarbeit. Diese ist insbesondere in Entwicklungsländern ein großes Problem.

Kinderarbeit picture alliance / ZUMAPRESS.com

Arbeit, die von Kindern mit einem Alter von bis zu 14 Jahren ausgeführt wird, bezeichnet man als Kinderarbeit. Diese Definition wurde von der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) festgelegt. In der Kinderrechtskonvention der UN wird der Begriff anders definiert: Demnach ist Kinderarbeit jede wirtschaftliche Tätigkeit von Kindern und Jugendlichen unter 18 Jahren, wenn sie ihnen schadet oder den Schulbesuch behindert.

Kinder waren historisch betrachtet arbeitsfähig, sobald sie im Alter von ungefähr 14 Jahren bei einer religiösen Zeremonie in die Reihe der Erwachsenen aufgenommen wurden. In der protestantischen Kirche entsprach dies der Konfirmation und in der katholischen Kirche der Firmung. Im jüdischen Glauben betrifft es die Bar Mitzwa. Kinder, die jünger als 14 Jahre waren, wurden auch historisch gesehen nur in einem armen sozialen Umfeld und in Ausnahmesituationen als Arbeitskraft eingesetzt. Während der Industrialisierung mussten beispielsweise in den USA und in England Kinder mittelloser Familien in der Textilindustrie, im Bergbau und in Minen arbeiten: Manche Kinder waren erst vier Jahre alt. Anfang des 19. Jahrhunderts waren ein Drittel aller Fabrikarbeiter in den USA jünger als zwölf Jahre alt. Viele von ihnen nahmen bereits als Siebenjährige die Arbeit auf.

In Entwicklungsländern arbeiten laut UNICEF noch über 190 Millionen Kinder im Alter zwischen fünf und 14 Jahren (Stand 2015) – obwohl Kinderarbeit in fast allen Ländern verboten ist. Der 12. Juni wurde daher zum Tag der Kinderarbeit ernannt. An diesem Tag soll bewusst über den Umfang und über die Folgewirkungen informiert werden.

Bei RTL.de können Sie sich jederzeit über aktuelle Entwicklungen zum Thema Kinderarbeit informieren.