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FKK

Weshalb FKK, die Freikörperkultur, so beliebt ist, wo Nudisten in ihrer Freizeit nach Herzenslust nackt sein können und was Naturismus bedeutet.

Für viele Menschen in der ehemaligen DDR bedeutete FKK, Freikörperkultur, ein Stück persönliche Freiheit, die vom Staat sonst stark eingeschränkt war. Allgemein steht FKK „für Selbstbewusstsein und den Ausbruch aus gesellschaftlichen Zwängen“, so der Politiker Gregor Gysi, der ebenfalls deutlich macht, dass FKK nichts mit Erotik oder Sexualisierung des menschlichen Körpers zu tun hat.

Zur Entstehung der FKK

Am Ende des 19. Jahrhunderts entstanden in Deutschland erste FKK-Vereine. Mit dem Nacktbaden an der Ostsee und an Berliner Seen begann es. Jugendorganisationen wie der Wandervogel spielten dabei eine große Rolle. Ziel war es, aus den Industriestädten wieder hinaus in die Natur zu finden. Unter den Nationalsozialisten war FKK zunächst verboten. Ab 1942 war das Nacktschwimmen allerdings wieder erlaubt. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren DDR-Bürger zwar freizügiger als Naturisten in der BRD, dennoch gab es auch hier berühmte Orte für Nudisten wie den Englischen Garten in München und den Nacktbadestrand bei Kampen auf Sylt.

Orte und Feste der FKK

Im antiken Griechenland trugen Sportler ihre Wettkämpfe meist in nacktem Zustand aus. Der durchtrainierte, athletische Körper galt als schön und sollte zur Schau gestellt werden. Eine neue Freiheit fühlen, Statusgrenzen überwinden oder einfach zurück zur Natur – das sind Motive der modernen FKK. Zweierlei hat sie mit dem antiken Naturismus gemeinsam: die Verbindung mit geselligem Beisammensein und sportliche Betätigung. So gibt es an der Ostsee FKK-Strände zum Nacktbaden. Gruppen von Menschen fahren gemeinsam Rad oder spielen Golf. Bei Rockkonzerten und Festivals wie dem Burning Man im US-amerikanischen Nevada zeigen sich Besucher gerne spontan nackt.

FKK und das Gesetz: Wo ist Nacktsein erlaubt?

Sich in der Öffentlichkeit nackt zu zeigen, ist nicht generell verboten. Dort, wo Badestrände explizit als FKK-Strand ausgewiesen sind, sind Nudisten gerne gesehen. Überall sonst gilt die Regel: Wenn ein Nudist niemanden belästigt, wird er meistens geduldet. Dennoch können sich andere Menschen gestört fühlen. Gemäß §118 des Ordnungswidrigkeitengesetzes (OwiG), Belästigung der Allgemeinheit, kann ein Bußgeld verhängt werden. Meist wird jedoch auf eine Anzeige verzichtet und lediglich ein Platzverweis ausgesprochen.