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Fastenzeit

Die Fastenzeit ist eine Zeit des Verzichts, der Buße und Umkehr. Fastenzeiten gibt es in vielen Religionen. Die moderne Form des Fastens ist Smartphone-Fasten.

Fastenzeit

Fastenzeiten sind Zeiten des Verzichts auf Nahrung zwischen Sonnenauf- und -untergang, Zeiten der Enthaltsamkeit, Buße, religiösen Besinnung und Umkehr. Die zwei Fastenzeiten im Christentum finden vor Ostern und vor Weihnachten statt. Die wichtigste Fastenzeit ist die österliche Zeit. Sie beginnt am Aschermittwoch und dauert 40 Tage bis zum Ostersamstag. Es ist die Vorbereitungszeit auf das Osterfest. Der lateinische Name lautet Quadragesima. In der katholischen Kirche wird sie „österliche Bußzeit“, in der evangelischen Kirche „Passionszeit“ genannt. Die winterliche Fastenzeit war ursprünglich auch 40 Tage lang. Sie dient bis heute als Adventszeit der Vorbereitung auf das Weihnachtsfest, wird aber kaum noch als strenge Fastenzeit wahrgenommen.

Die Fastenzeit im Islam

Die Fastenzeit der Muslime findet im Ramadan statt. So wird der neunte Monat des islamischen Mondkalenders bezeichnet. In diesem Monat wurde nach islamischem Glauben der Koran auf die Erde herabgesandt. Es besteht einmonatige Fastenpflicht vom Aufgang bis zum Untergang der Sonne laut Sure 2, Vers 184 des Korans. Das muslimische Fasten betrifft den Verzicht auf Speisen, Getränke, Rauchen und Geschlechtsverkehr. Das Fasten wird als Enthaltsamkeit verstanden. Zum Fasten ist jeder Muslim verpflichtet, der im Besitz seiner geistigen Kräfte, volljährig und körperlich in der Lage ist. Für Kranke, Schwangere und Kinder gelten Ausnahmen. Am Ende der jährlichen Fastenzeit wird das „Eid al-Fitr“, das Fastenbrechen gefeiert.

Fastenzeiten in anderen Religionen

Auch in vielen anderen Religionen gilt das Fasten als Zeit der Umkehr und Reue, zum Beispiel im Judentum. Jom Kippur ist der wichtigste jüdische Feiertag und zugleich strenger Ruhe- und Fastentag. Je nach jüdischem Kalender fällt das Fest auf ein unterschiedliches Datum. Mit dem vorherigen Fest Rosch ha-Schana bildet Jom Kippur den Höhepunkt und den Abschluss der Tage der Umkehr.

Moderne Formen des Fastens

Fast vergessene Begriffe wie Enthaltsamkeit, Besinnung, Reue und Umkehr durch das Fasten bekommen heutzutage neue Bedeutung. Sie wandeln sich zu modernen Formen des Umgangs mit der Umwelt und sich selbst wie „Handy-Fasten“ oder „Smartphone-Fasten“. Bei diesem Fasten wird nicht auf Fleisch, sondern auf die Kommunikation und anderweitige Nutzung des Smartphones verzichtet, da dies zur Sucht werden kann.