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EHEC

Durch eine gehäufte Verbreitung des EHEC-Virus kam es 2011 zu einer EHEC-Epidemie. Lange wurde nach der Quelle des Erregers gesucht.

EHEC dpa

Das Enterohämorrhagische Escherichia Coli, kurz EHEC, ist ein Bakterium, das zum Teil lebensgefährliche Darminfekte verursacht. Bei EHEC handelt es sich um einen Stamm des Darmbakteriums Escheria coli, besser bekannt als E. coli. Eine Infektion mit dem EHEC-Erreger äußert sich in der Regel durch wässrigen, blutigen Durchfall, starke Bauchschmerzen, Übelkeit und Erbrechen. Jährlich werden laut Robert-Koch-Institut etwa 900 bis 1.200 EHEC-Fälle in Deutschland registriert, die jedoch meist ohne schwere Folgen verlaufen. Dennoch gehört der Erreger laut World Health Organization (WHO) zu den gefährlichsten Keimen, da er hochinfektiös ist und bei Nichtbehandlung tödlich enden kann.

Patienten, die unter starkem Durchfall und Erbrechen leiden, sollten daher unbedingt einen Arzt aufsuchen. Um festzustellen, ob es sich um eine Infektion mit dem EHEC-Erreger handelt, wird im Labor eine Kotprobe des Betroffenen untersucht. Richtig behandeln lässt sich das EHEC-Bakterium nicht, weshalb eine Vorbeugung umso wichtiger ist. Im Falle einer EHEC-Erkrankung ist es besonders wichtig, den Wasser- und Elektrolytverlust auszugleichen, der bei Durchfallerkrankungen auftritt. Die Bekämpfung des Erregers durch Antibiotika wird nicht empfohlen, weil auf diese Weise die Ausscheidung der Bakterien verlängert wird, das Krankheitsbild also noch verschlimmert werden könnte. Auch auf Medikamente, die die Darmbewegung hemmen, sollte verzichtet werden – diese behindern das Ausscheiden von Erregern und Giftstoffen.

Da EHEC-Bakterien natürlicherweise in den Därmen von Nutztieren vorkommen, wird das Bakterium häufig bei dem Verzehr von rohem Fleisch, Frischmilch oder Rohkost übertragen. Zur Vorbeugung ist demnach besonders bei der Zubereitung von Lebensmitteln eine sorgfältige Hygiene erforderlich: Rohe Lebensmittel müssen vor Verzehr gründlich gewaschen werden, zudem sollten für einzelne Lebensmittelgruppen verschiedene Schneidebretter und Messer verwendet und diese nach Gebrauch sorgfältig mit heißem Wasser gereinigt werden. Wichtig ist auch, die üblichen Hygienemaßnahmen einzuhalten und sich regelmäßig gründlich mit Wasser und Seife die Hände zu waschen, um eine Infektion mit dem EHEC-Erreger zu vermeiden.