Hoeneß nach erneutem Vorfall „sprachlos!“
Uli Hoeneß verfolgt das Spiel vor dem Fernseher, als Jamal Musiala erneut auf dem Platz zusammenbricht. Erst wenige Tage zuvor hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben. „Dass das vier Tage später wieder passiert, das hat mich vom Hocker gehauen“, sagt Hoeneß im Gespräch mit RTL. Als er anschließend einen Anruf erhält und von dem erneuten Vorfall erfährt, fehlen selbst dem sonst selten um Worte verlegenen Bayern-Patron diese zunächst: „Da war ich sprachlos, was selten genug vorkommt.“
Das medizinische Thema rund um Musiala sei beim FC Bayern bereits länger bekannt gewesen, erklärt Hoeneß. Es habe in der Vergangenheit immer wieder Hinweise gegeben. Neu sei allerdings, dass die Probleme nun während eines Spiels und damit für alle sichtbar aufgetreten seien – und das gleich zweimal innerhalb weniger Tage.
Wie sehr ihn die Situation beschäftigt, macht Hoeneß mit einer sehr persönlichen Aussage deutlich. „Ich gehe mit dem Gedanken abends ins Bett und wache morgens mit dem Gedanken an ihn auf“, sagt der 74-Jährige über Musiala. Für Hoeneß und den FC Bayern steht deshalb fest, dass der Nationalspieler in dieser Situation auf die volle Rückendeckung des Vereins zählen kann. „Es gibt eine bedingungslose Unterstützung für Jamal“, betont er.
Immerhin gibt es aus medizinischer Sicht offenbar positive Signale. Wie Hoeneß im RTL-Interview erklärt, hätten Neurologen bestätigt, dass aus ihrer Sicht keine Bedenken gegen Hochleistungssport bestünden. Dennoch müsse sich der FC Bayern an die neue Situation erst einmal „herantasten“. Besonders bitter sei der Zeitpunkt: „Wir waren immer der Meinung, dass nach der WM eine neue Ära für Jamal beginnt“, sagt Hoeneß. Doch ausgerechnet im ersten Spiel nach dem Turnier sei es dann zu dem Zusammenbruch gekommen.
Musiala hatte zuvor selbst öffentlich gemacht, dass bei ihm kurzzeitig auftretende Absencen festgestellt worden seien. Diese seinen auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen. Gleichzeitig betonte der 23-Jährige, dass diese gut behandelbar seien und kein darüber hinausgehendes gesundheitliches Risiko bestehe.