Die Gorillas bedienen sich am üppigen Pflanzenbuffet in einem Wald in Uganda. Doch wenn das Ebolavirus, das sich derzeit im Land ausbreitet, auch sie erreicht, könnte es auch die Tiere tödlich treffen.
„Die Zeit, in der wir uns gerade in Bezug auf Ebola befinden, ist sehr kritisch. Ebola ist eine der Krankheiten, die uns sehr besorgt. Sie kann sich zwischen Mensch und Wildtier ausbreiten, Die Berggorillas hatten noch nie Ebola. Zum Glück. In den Wäldern tötet es die Tiere sehr schnell."
Anders ist es den Gorillas in Gabun und der Republik Kongo ergangen. 5000 Tiere sind in den letzten 30 Jahren dort an Ebola gestorben. Nach dem neuen Ausbruch Mitte Mai versuchen Tier- und Naturschützer in Uganda jetzt alles, um die Gorillas vor der Virusinfektion zu bewahren. Touristen sollen die Primaten aber weiter besuchen können. Damit Ebola also nicht in das Gebiet eingeschleppt wird, werden Mensch und Tier jederzeit genauestens untersucht.
„Die Tiere dürfen auf keinen Fall berührt werden. Wir stellen mit Infrarotthermometern sicher, dass die Besucher die Gorillas wirklich nicht anstecken. Wir brauchen die Besucher, weil sie Geld bringen. Das verhindert auch, dass Menschen in den Wald gehen und Wilderei betreiben."
Das Sicherste wäre es eigentlich, die Tiere vollständig vor den Menschen zu isolieren. Doch die Wildreservate sind auf die Einnahmen durch den Tourismus angewiesen.