Dass ihm dieser Gang schwerfällt, ist Keir Starmer anzumerken. Um 9:30 Uhr Londoner Zeit beendet der britische Premier die Spekulationen, die es schon eine ganze Weile gegeben hatte.
Ein letzter aufmunternder Applaus von Mitarbeitern und Anhängern. „Bei jeder Entscheidung, die ich getroffen habe, ging es darum, das Land, das ich liebe, an die erste Stelle zu setzen. Deshalb werde ich als Vorsitzender der Labour-Partei zurücktreten.“ Das bedeutet auch, seine Zeit als Premierminister geht zu Ende. Starmer kämpft zwei Jahre nach seinem Wahlsieg mit historisch schlechten Umfragewerten, nach schweren Verlusten bei den Kommunalwahlen im Mai und dem Rücktritt führender Kabinettsmitglieder aus Protest gegen seinen Führungsstil ist der Druck auf ihn massiv gestiegen.
„Die Frage, die sich meine Partei derzeit stellt, ist, ob ich am besten geeignet bin, uns in die nächsten Parlamentswahlen zu führen. Ich habe die Antwort meiner Fraktion auf diese Frage gehört und nehme die Antwort mit Würde entgegen.“
Er habe seine Entscheidung König Charles am Morgen mitgeteilt, so Starmer, der so lange im Amt bleiben will, bis ein Nachfolger gefunden ist. Als Favorit gilt für viele sein Rivale Andy Burnham. Der Bürgermeister von Manchester hatte Ende vergangener Woche bei einer Nachwahl in Nordengland einen klaren Sieg eingefahren und so den Druck auf Starmer noch mehr erhöht. Dessen Abschied aus Downing Street Number Ten ist nun also beschlossene Sache.
Verwendete Quellen: CNN, Sky News, Reuters, APTN