Das Heidebad in Halle, bei 30 Grad wollen sich hier gerade viele Menschen abkühlen - nur rein darf nicht mehr jeder.
Wer kein Deutsch spricht UND die Baderegeln nicht akzeptiert, muss jetzt draußen bleiben. Zu oft wurden die Regeln ignoriert, sagt uns Heidebad-Chef Mathias Nobel.
{OT 5 Mathias Nobel,
Geschäftsführer Heidebad Halle}
"Wir haben eine Regel, die muss eingehalten werden, das ist Regel Nummer eins: Nichtschwimmer in den Nichtschwimmerbereich. Und wenn man das halbstündlich kontrollieren muss, immer die gleichen ansprechen muss. Deswegen."
Erst gestern musste er ein Kleinkind retten, das in dem 13 Meter tiefen Heidesee im Schwimmerbereich stand.
{OT 7 Mathias Nobel,
Geschäftsführer Heidebad Halle}
"Die Verantwortung möchte ich nicht mehr tragen, weil es ist zu tief und ich möchte ungern das Kind dort tot rausholen."
Der Freibad-Chef weist am Eingang persönlich auf die Regeln hin - zwei Familien hat er seit Mittwoch abgewiesen.
{VÖXE}
{3} "Abweisen nicht. Man müsste eben versuchen, dann vielleicht mit Bildern oder so denen das zu erklären."
{4} "Schade, wenn sich das nicht anders lösen lässt. Aber kann ich den Besitzer schon verstehen."
{1} "Das ist voll und ganz gerechtfertigt."
Tatsächlich DARF der Chef per Hausrecht den Zutritt verwehren - wenn er die Sicherheit gefährdet sieht.
{OT 2 Christoph Naumann,
Rechtsanwalt}
"Das wäre dann keine Diskriminierung, Weil niemand kann eben verpflichtet werden, eine öffentliche Einrichtung, das Betreten zu gestatten, wenn eben unklar ist, ob derjenige die Anstaltsordnung einhält oder nicht."
Die Deutsche Lebenrettungsgesellschaft sieht die Einlass-Beschränkung im Heidebad als Extremfall und plädiert eher für Aufklärung.
{OT Martin Holzhause,
Pressesprecher DLRG}
"Heutzutage lassen sich Regeln, Hinweise leicht in viele Sprachen übersetzen und es lässt sich auch gut mit Symbolen arbeiten, wie das in vielen Gewässern auch schon getan wird."
Matthias Nobel steht hinter seiner Entscheidung. Er werde gerade viel beschimpft, sagt er. Aber die Sicherheit gehe vor.