Im Supermarkt mithelfen und Lebensmittel abkassieren, im Restaurant kellnern oder auch im Büro ein paar Stunden arbeiten gehen – sieben Millionen Menschen in Deutschland arbeiten in beitragsfreien Minijobs. Künftig soll das nur noch für Schüler erlaubt sein – so zumindest einer der 30 Vorschläge, die die Rentenkommission in den letzten Monaten erarbeitet und nun vorgelegt hat.
„Die Kommission hat den Job gemacht, den die Politik seit Jahrzehnten versäumt hat. Die Rente wird auf breitere Füße gestellt, indem mehr Menschen einzahlen und eine Kapitalrente kommen soll."
Das Paket beinhaltet, dass nämlich auch Selbstständige, Abgeordnete und Beamte in die Rentenkasse einzahlen, dass jeder von seinem Bruttolohn Aktien kaufen muss als Zusatzrente, das Ende des Ruhestands mit 63 Jahren und dass das Renteneintrittsalter an die Lebenserwartung gekoppelt wird. Und die ist umso höher, je jünger man ist.
Ab 2041 soll das Rentenalter alle zehn Jahre um etwa ein halbes Jahr steigen ... Bedeutet: Heute 55-Jährige dürften weiterhin mit 67 Jahren in Rente, 45-Jährige müssten etwa bis 67,5 arbeiten, 35-Jährige bis 68. Wer heute 25 Jahre alt ist, könnte erst mit 68 oder 69 in Rente gehen. Die ganz Kleinen erwartet dann die Rente mit 70.
Wie stark das Rentenalter tatsächlich steigt, soll regelmäßig überprüft werden. Experten geht das noch nicht weit genug.
„Im Grunde genommen werden alle Dinge, die wirklich zwingend und schnell laufen müssten, ad acta gelegt. Wir brauchen eine Rente mit 70 bis 2030, wir brauchen die Abschaffung aller Anreize, vorgezogen in den Ruhestand zu gehen. Und dann hätten wir es eigentlich."
Morgen will die Bundesregierung dann über die Vorschläge beraten und bald entscheiden, ob die für uns wirklich Realität werden ...