Gefährliche Fallen im Wald: Jäger spannt Drahtfallen für Mountainbiker – er steht wegen versuchten Mordes vor Gericht
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Ein Draht, von Baum zu Baum gespannt, auf Brusthöhe. Eine Falle ganz gezielt gebaut, in der Hoffnung, dass Mountainbiker sie nicht sehen und nicht mehr rechtzeitig bremsen können.
Wir haben diese Szene bewusst und nachgestellt, um zu zeigen wie gefährlich das sein kann. Denn so ein dünner Draht ist fast nicht zu sehen.
2024 hat er genau solche Fallen aufgebaut. Jäger Wilhelm Friedrich M.
"Die Staatsanwaltschaft sieht das so Sie sagen, wer Voll-gas über so einen Trail fährt oder über einen Waldweg und dann unvorbereitet hart gestoppt wird, der kann sich schwer verletzen. Ja, es kann sogar zum Tod führen. Und deswegen hat sie versuchten Mord an-geklagt."
Auch weil der Jagdpächter mehrfach Drähte aufgespannt hat - für die Anklage DAS Zeichen für Heimtücke - ein Mordmerkmal! Die Anwältin des Angeklagten sagt dagegen: Mord wäre nie seine Absicht gewesen.
"Er räumt ein, die Drähte gespannt zu haben."
"Mein Mandant wollte ein Signal setzen. Er wollte einfach, dass man kommt und mit ihm spricht."
"Jetzt hat er aber schon billigend in Kauf genommen, dass jemand zu Sturz kommt."
"Genau Das hat er nicht. Er wollte nicht und war sich sicher, dass der Draht reißt. Und wir werden im Rahmen der Beweisaufnahme noch hören, der sehr viele Biker gedacht haben, dass ein Ast sie streift oder ähnliches. Es ist nie ein Biker vom Rad gefallen."
Vor Gericht er-scheint Wilhelm Friedrich M. heute seiner Ehefrau. Seine Anwältin hat für ihn eine Erklärung verlesen. Mit uns reden wollte er nicht.
"Ich habe schon vorab versucht, mit dem Jagdpächter zu sprechen. Wollte wissen, was ihn geritten hat, das Leben eines Radfahrers aufs Spiel zu setzen. Über seine Frau ließ er nur ausrichten, er könne nicht mit mir sprechen, er sei zu traumatisiert von der Untersuchungshaft."
Im Verlauf des Prozesses werden noch zwei Sachverständige aussagen. Sie haben wohl selbst ausprobiert, wie gefährlich die gespannten Drähte für die Mountainbiker wirklich gewesen sind. Deren Einschätzungen werden für das Urteil maßgeblich sein.
