Nach einer Stunde kommt Musealer neben vielen anderen Bayernprofis ins Spiel und hat gleich eine starke Aktion Dribbling, Pass auf Kane und anschließender Kopfball. Nur fünf Minuten später dann aber dieses Bild. Der 23-jährige am Boden bewusstlos, wie schon wenige Tage zuvor im Testspiel gegen Leipzig. Immerhin nach kurzer Pause steht, muss er wieder auf und geht vom Feld. Und die Bayern kündigen ein Statement an.
„Wir wussten und wissen Bescheid, aber Jamal wird sich dazu melden."
Und das tut er. Das Wichtigste zuerst.
„Mir geht es gut. Es wurden bei mir temporär kurz auftretende, aber gut behandelbare Absencen festgestellt, welche auf eine neurologische Dysfunktion zurückzuführen sind. Wichtig ist, es besteht kein darüber hinaus gehendes gesundheitliches Risiko."
Unser Experte erklärt.
„Sozusagen eine mildere Form einer Epilepsie. Da kommt es zu einer Art Kurzschlussreaktion im Hirn, was dazu führt, dass für wenige Sekunden diese Menschen sozusagen weggetreten sind. Getriggert wird das gerne durch emotionalen Stress, durch Anstrengung."
Wie passt das mit Profifußball zusammen?
„Da wird man das Training anpassen müssen. Unter medikamentöser Therapie, denke ich, wird er wunderbar weiterspielen können, vielleicht erst einmal etwas reduziert."
Unterstützung bekommt Musealer nicht nur von den Bayern. Hunderttausende haben auf sein Statement reagiert, unter ihnen Kollegen wie Rüdiger Sane und Wirtz. Dass die Bayern ihr Testspiel in Heidenheim mit vier zu zwei gewinnen. An diesem Tag Nebensache.