Wollte er die Motorradfahrerin hier umbringen?
Bikerin Shivani ist eigentlich auf einer entspannten Sonntagsausfahrt, als sie von diesem Auto gerammt wird. Die 27-Jährige übersteht den Unfall zum Glück nur leicht verletzt, erhebt aber schwere Vorwürfe. Vier Männer in einem Auto hätten immer wieder wild gestikuliert, sie verfolgt und dabei wohl betrunken gewirkt. Beim Einscheren hätten sie die Frau dann gerammt – und seien einfach weitergefahren.
Ihr Freund verfolgt das Auto daraufhin, doch der Fahrer entkommt – und schildert wenig später eine ganz andere Version.
„Sie sind immer wieder sehr schnell gefahren, dann wieder langsamer geworden, haben beschleunigt, wieder abgebremst und uns bedrängt. Ich wusste nicht einmal, dass es eine Frau war."
Die Polizei nimmt den Fahrer und seinen Cousin zwei Tage später fest, die anderen Männer bleiben frei. Während des Gefangenentransports versucht der Fahrer noch zu flüchten, scheitert aber. Nun läuft gegen beide ein Verfahren wegen Stalkings und versuchten Mordes. Sie sitzen aktuell in Untersuchungshaft – und Shivani hofft auf ein Urteil, dass die Straßen für Motorradfahrer sicherer macht.
„Ich möchte alle bitten – weibliche Biker, männliche Biker und Menschen von überall: Wenn ihr auf indischen Straßen schon einmal etwas Ähnliches erlebt habt, dann erzählt eure eigene Geschichte und teilt eure Erfahrungen. Das ist nicht normal. Solche Situationen und Vorfälle auf indischen Straßen dürfen nicht als normaler Teil des Lebens angesehen werden. Lasst uns stark sein und zusammenhalten – für sichere Straßen und für die Sicherheit von Frauen.“
Ihre Offenheit macht Mut, immer mehr Frauen melden sich zu Wort, berichten von ähnlichen Vorfällen. Wenn es in Shivanis Fall zu einer Verurteilung kommt, dürfte zumindest ein gefährlicher Fahrer für einige Zeit von der Straße verschwinden.
Verwendete Quellen: Instagram/rebelwheels_sia_