Bis heute ist der 32-jährige schwer von der Tat gezeichnet, muss zu seinem Platz im Gerichtssaal geführt werden. Sein Augenlicht hat er fast vollständig verloren. Im Gesicht sind große Narben.
Suana Boeck, RTL-Reporterin: "Er wurde heute von seiner neuen Lebenspartnerin in den Gerichtssaal geführt, hatte sich bei ihr untergehakt und lief wirklich in so kleinen Schritten zu seinem Platz. Er ist sichtlich bewegt, wenn er seine Aussage macht, streicht sich mit der Hand immer wieder über den Oberschenkel und seine Stimme bricht."
Die Frau hatte ausgesagt, es war alles nur ein Unfall. Die Säure ist ihm beim Streit ins Auge gelaufen. Ihre Version eines Unfalls findet er völlig absurd.
Dominik Slotty, Nebenklagevertreter: "Er weiß, was er, was er wahrgenommen hat. Er weiß, was er damals gesehen hat und hat das auch klar so benannt. Und für ihn ist das absolut klar, dass sie das getan hat."
Die Anklage glaubt, nachdem der Ehemann die Scheidung wollte, soll die 27-jährige ihn im November letzten Jahres unter einem Vorwand in den Keller des gemeinsamen Hauses gelockt haben. Dort soll sie ihm von hinten hoch konzentrierte Ameisensäure, die sie im Netz gekauft hatte, über Kopf und Gesicht geschüttet haben, um ihn zu töten und von seiner Lebensversicherung zu profitieren, so der Vorwurf der Frau. Droht jetzt eine lebenslange Freiheitsstrafe? Das Urteil soll Ende April fallen.