Heute in Euskirchen - Blumen an der Haustür von Stephanie H. Hier lebte sie mit ihren zwei Kindern und ihrem Noch-Ehemann Marcel H.
Als unser Reporter DEN gestern fragt, wie es ihm mit dem Verschwinden von Stephanie geht, wirkt der 51-Jährige mitgenommen.
„Scheiße. Wie soll es einem gehen? Ich weiß es nicht. Mit dem Kinder und alles relativ schwer. Und dann weißt du nicht, was wirklich Sache ist."
War das alles nur Schauspiel? Denn jetzt wurde Marcel H. festgenommen. Der Verdacht der Ermittler: Er soll seine Frau Stephanie getötet haben.
Vor einer Woche wird Stephanie H. aus Euskirchen als vermisst gemeldet. Die zweifach Mama soll laut ihrem Ehemann mittags noch aus dem Haus zur Arbeit gegangen sein.
„Irgendwann nachmittags rief meine Tochter mich per WhatsApp an. Wo ist die Mama? Die ist nicht auf der Arbeit."
Wusste er etwa da schon längst wo sie ist? Vor kurzem trennt sich Stefanie H. von ihrem Ehemann. Die beiden wohnen aber weiter unter einem Dach zusammen. Marcel H. beteuert:
„Wir haben uns noch nie also klar normalen Streitigkeiten, die man so hat. Aber wie gesagt, ich habe meine Frau noch nie irgendwie angepackt oder sonst irgendwas. Die durfte immer alles."
Er erzählt auch: während die Mutter seiner Kinder vermisst ist, hat er Müll zur Deponie gebracht...
„Wir wussten aus den Befragungen des Ehemannes, dass er sich eben auf diesem Wertstoffhof auch aufgehalten hat, um dort Müll zu entsorgen. Entsprechend haben wir dort auch Maßnahmen durchgeführt."
Hinweise führen dann zu diesem nahegelegenen Waldstück. Dort findet die Polizei schließlich die Leiche der 46-jährigen Mutter.
„Zeitnah anknüpfend an den Leichenfund in Zülpich sind Ermittlerinnen und Ermittler der Mordkommission nach Euskirchen gefahren, konnten dort den 51-jährigen Tatverdächtigen widerstandslos festnehmen. Der Mann ist dann hier ins Polizeipräsidium gebracht worden."
Dass ihr eigener Ehemann im Verdacht steht Stephanie H. getötet zu haben. Für ihre Nachbarn unbegreiflich.
„Es ist auf jeden Fall gruselig und angsteinflößend"
„Das ist für mich im Moment ganz, ganz schrecklich, was? Was deine Familie halt auch oft passiert."
„Mir sind doch schon ein paar Tränen geflossen. So was darf nicht passieren. Da sind ja noch kleine Kinder. Furchtbar. Einfach furchtbar."
Für Marcel H. gilt die Unschuldsvermutung. Die Ermittler müssen jetzt klären was genau Stephanie H. zugestoßen ist - und warum sie sterben musste.