In der Nacht kommt zunächst US-Mediziner Peter Stafford in Berlin an.
Er ist infiziert mit dem lebensgefährlichen Ebolavirus. Ein Konvoi fährt ihn direkt in die Charité.
Dort wird er auf eine Sonderisolierstation gebracht: „ Diejenigen, die in Kontakt mit den Infizierten kommen, sind in Raumanzügen. Mit eigener Luftzirkulation. Werden alle vier Stunden ausgetauscht. Das heißt, wir haben bis zu 52 Mitarbeitende, die einen Patienten in 24 Stunden betreuen."
Gegen den Ebola-Erreger, den der US-Arzt in sich trägt, gibt es noch kein Medikament. Aber für ihn maximale Versorgung: „Es werden vor allem Symptome behandelt. Und je schneller diese Behandlung beginnt, desto höher sind die Überlebenschancen."
Missionsarzt Stafford hat sich während der Arbeit infiziert: „Peter hat sich angesteckt, als er gerade operierte. Seine Frau, die auch Ärztin ist, ein weiterer Kollege und die Kinder stehen unter Quarantäne.“
Den aktuellen Ebola-Ausbruch meldet der Kongo vergangene Woche. Am Sonntag ruft die Weltgesundheitsorganisation dann eine Notlage aus. Denn die WHO-Experten haben einen Verdacht: „Angesichts des Ausmaßes gehen wir davon aus, dass es wahrscheinlich schon vor ein paar Monaten begonnen hat."
Der Infektionsherd liegt im Osten des Kongo. Die Region wird nicht von der Regierung, sondern von einer Miliz beherrscht. Die beutet Bodenschätze wie Coltan, Kobalt und Gold aus, hat wenig Interesse an einem Lockdown.
Die WHO versucht jetzt hier durch Tests und Isolation der Infizierten den Ebola-Ausbruch einzudämmen.
Aus der Krisenregion wird jetzt auch die Familie von Peter Stafford ausgeflogen. Die Charité soll auch sie aufnehmen.
Verwendete Quelle: eigene RTL-Recherche, RTRS, APTN, DPA