„Sehr verehrte Kollegen von der CDU. Ich kann Sie ja von hier sehen. Und da kommen Zwischenrufe und auch Proteste. Ich sage Ihnen eins: Schauen Sie sich Ihre Kollegen links und rechts von Ihnen an. Einer von den beiden wird in der nächsten Legislaturperiode nicht mehr dasitzen, wenn Friedrich Merz mit Ihnen fertig ist. Sie haben die Botschaft nicht verstanden, die Ihnen die Wähler in Sachsen-Anhalt am vergangenen Sonntag geschickt haben. Das ist auch nicht weiter relevant, weil ihre Zeit ist ohnehin abgelaufen. Die Bürger wollen den Politikwechsel und sie werden ihn bekommen."
„Die Wählerinnen und Wähler haben ziemlich deutlich gesprochen. Sie haben auch uns, auch mir, eine deutliche Botschaft gegeben. Aber die absolute Mehrheit haben sie nicht, und die werden sie in Deutschland auch nicht erzielen. Nirgendwo in Deutschland werden Sie mit dieser Politik die Mehrheiten bekommen. Die Wahllokale waren noch keine sechs Stunden geschlossen, da haben Sie Ihren Spitzenkandidaten in Sachsen-Anhalt zum ersten Wahlbetrug aufgefordert, als sie ihm gesagt haben, er solle sich doch eine Mehrheit suchen, obwohl er das Wahlversprechen abgegeben hat, nur mit der absoluten Mehrheit der Mandate zu regieren."
„Wer arbeitet, Steuern zahlt und für sich und seine Familie sorgt, wird ausgeplündert und für dumm verkauft. Derjenige, der jeden Morgen zur Arbeit fährt, blutet an der Tankstelle wegen der viel zu hohen Steuern an der Zapfsäule. Wer dagegen in die Sozialsysteme einwandert und auf Kosten der Allgemeinheit lebt, der wird verhätschelt, rundumversorgt, selbst wenn er mit Haftbefehl gesucht wird. Deutschland ist mit insgesamt 26 Milliarden Euro Entwicklungshilfe noch vor der USA. Da frage ich mich: Warum ist das eigentlich so? Für die Welt ist das ganze Geld da, für die eigenen Menschen und Bürger nicht."
„Und wenn das wahr würde, was Sie hier propagieren, nämlich Remigration, was ja nichts anderes ist als eine ethnische Säuberung nach Handwerk, nach Hautfarbe und Herkunft. Nichts anderes. Meine Damen und Herren, das Wort, das Wort Remigration ist nichts anderes als ein Synonym für ethnische Säuberung nach Herkunft und Hautfarbe. Herr Chrupalla, Sie kommen selbst aus dem Handwerk. Wenn das Wirklichkeit wird, was Sie wollen. Jeder sechste, jeder sechste Beschäftigte im Handwerk hat einen ausländischen Pass. Wenn diejenigen, die in Deutschland arbeiten, das Land wieder verlassen müssen, weil sie Remigration auf ihre Fahne schreiben, dann kann das Handwerk in Deutschland nicht mehr arbeiten. Dann arbeitet kein einziges Pflegeheim mehr, dann arbeitet kein einziges Krankenhaus in Deutschland mehr, dann ist keine einzige Gaststätte mehr zu betreiben in Deutschland. Das wäre das Ergebnis Ihrer Remigrationspolitik, meine Damen und Herren."