Hier in diesem Haus in Hamburg-Bramfeld endet die Suche nach der vermissten 15- Jährigen.
Blumen, Kerzen und Kuscheltiere erinnern an das Leben, das viel zu früh beendet wurde.
„Du hattest so viele Träume, so viel Zukunft, so viel Zeit. Wir sind unendlich traurig, dass dir all das genommen wurde"
Steht da auf einem der Plakate.
Polizeibeamte finden das Mädchen leblos in der Wohnung der Mutter. Wo sie offenbar nur zu Besuch war.
„Die 15-Jähirge kehrt am Samstag nicht wie vereinbart in die Jugendein-richtung zurück, in der sie lebt. Die Verantwortlichen alarmieren daraufhin die Polizei und melden sie als vermisst. Um kurz vor 2 Uhr in der Nacht finden Polizisten sie hier in der Wohnung ihrer Mutter leblos mit mehreren Verletzungen. Rettungskräfte der Feuerwehr können nur noch den Tod der 15-Jährigen feststellen."
Die 43 Jahre alte Mutter wird festgenommen. Hat sie et-was mit dem Tod ihrer Tochter zu tun? Die Ermittler haben genau diesen schlimmen Verdacht. Aber welche Mutter könnte ihrem eigenen Kind DAS antun?
Laut Polizei gibt es Indizien dafür, dass sie psychisch erkrankt sein könnte.
Wohl auch deshalb hat die 15-Jährige nicht zu Hause gelebt, sondern in einer Wohngruppe, er-zählt uns auch dieser Nachbar:
„Ich hab mitgekriegt, dass öfters Streit war. Dass sie laut war und dass sie in die Klinik gebracht worden ist."
„Und dann ist das Jugendamt gekommen, oder? Was ist genau passiert?"
„Ist nur die Polizei gekommen. So wie ich weiß und gehört habe. Und haben die Kinder rausgeholt mit Jugendamt."
Die kleine Schwester der 15-Jährigen lebt in einer Pflegefamilie, erzählen uns noch Nachbarn. Die sich gewundert haben, warum die Mutter überhaupt wieder aus der Psychiatrie entlassen wurde.
Noch heute soll die 43-Jährige einem Haftrichter vorgeführt werden.
Die Freunde des getöteten Mädchens werden sich am Abend hier treffen. Sie wollen der 15-Jährigen gedenken; des jungen Lebens, das zu früh genommen wurde - vielleicht von ihrer Mutter, die sie doch eigentlich beschützen sollte.