Er soll sich als Herr über Leben und Tod gesehen haben. Und unsere Reporterin erfährt jetzt noch ein weiteres, schockierendes Detail! „Er soll vor Kollegen gesagt haben, Wir waren am Wochenende in Polen und haben die Schwiegermutter totgespritzt.“
Seit August vergangenen Jahres sitzt Johannes M. in Untersuchungshaft. Jahrelang betreut der mittlerweile 40-jährige Arzt unheilbar kranke Menschen. Mit einem tödlichen Medikamentencocktail könnte er 15 seiner Patienten ermordet haben, so die Anklage der Staatsanwaltschaft! Die Opfer: zwischen 25 und 94 Jahren.
Nachdem Johannes M. den Patienten die tödlichen Medikamente verabreicht hat, habe er in einigen der Wohnungen einen Brand gelegt. Dieses Video zeigt, wie der Arzt von einem der Tatorte wegrennt.
Unsere Reporterin Samina Faizi hat exklusive Informationen, die jetzt weitere schlimme Details über Johannes M. enthüllen.
"Die Ermittler gehen davon aus, dass er Anfang 2024 gemeinsam mit seiner Frau zu der schwerkranken, im Sterben liegenden Schwiegermutter nach Polen gereist ist und sie dort ebenfalls totgespritzt hat. Dafür spricht einerseits, dass er sich im Vorfeld die nötigen Medikamente besorgt hat und andererseits auch eine Aussage, die er im Kollegenkreis seines damaligen Arbeitgebers getätigt hat. Da hat er nämlich im Rahmen einer Teamsitzung gesagt: Wir sind am Wochenende nach Polen gefahren und haben die Schwiegermutter totgespritzt."
Dieser neue Vorwurf ist auch der Staatsanwaltschaft bekannt, die uns bestätigt: "Wir haben inzwischen 96 Fälle, in denen wir einen Anfangsverdacht bejaht haben, in denen wir also prüfen, ob auch hier ein tatsächlicher Tötungsdelikt vorliegen könnte. Einer dieser Fälle ist tatsächlich zum Nachteil der Schwiegermutter von Johannes M., die in Polen zu Tode gekommen sein soll."
Am kommenden Montag wird sich Johannes M. vor dem Berliner Landgericht verantworten müssen. Da geht es um die ersten 15 Fälle, die ihm von der Staatsanwaltschaft vorgeworfen werden. Den möglichen Mord an seiner Schwiegermutter beinhaltet diese Anklage noch gar nicht. Es wird also noch ein langer Weg zur ganzen schrecklichen Wahrheit.