Anfang August verschwindet die 36‑jährige Valerie aus Lauben spurlos. Familie, Freundinnen und Nachbarn suchen verzweifelt, teilen Fahndungsaufrufe, sammeln Spenden für die Kinder.
Wochen später die traurige Gewissheit: Valerie wird tot in einem nahen Waldstück gefunden. Ihr Lebensgefährte wird festgenommen, sitzt wegen Totschlags auf der Anklagebank – doch ihre Angehörigen sind sicher: Es war Mord.
Markus G. wird extra mit einem speziellen Gefangentransportgurt in den Saal des Landgerichts Memmingen gebracht.
Der Gurt soll seine Bewegungsfreiheit so weit wie möglich einschränken.
Denn Markus G. gilt als deutlich gefährlicher, als er es selbst darstellt – davon ist auch die Schwester seiner getöteten Partnerin Valerie überzeugt.
Alles, was er macht, ist, inszeniert und alles, was er tut, // soll auch manipulieren. // weil alles dient einem Zweck.
Das wird heute vor Gericht auch klar, als mehrere Ex-Partnerinen von Markus G. aussagen...
Es ist der 5. August 2025, als Valerie nach einem Streit mit ihrem Partner spurlos verschwindet. Die Familie meldet sie als vermisst. Zwei Tage später taucht ihr Geldbeutel auf einem Baumarktplatz rund 50 Kilometer von Lauben entfernt auf. Wie er dorthin kam, weiß niemand - für ihre Angehörigen ist es unvorstellbar, dass die zweifache Mutter einfach untergetaucht sein soll. Erst kurz zuvor hatte die Familie noch gemeinsam die Taufe der Tochter gefeiert.
Ich hatte sogar ein schlechtes Gewissen, wenn ich geschlafen habe, weil ich gedacht habe, ich habe sie in der Zeit aufgegeben zu suchen.
Am 28. August dann die bittere Gewissheit: Ihre Leiche wird nur einen Kilometer vom Wohnhaus entfernt gefunden.
Einen Tag später gesteht Markus G. die Tötung. Gibt wohl vor, ein Streit sei eskaliert. Er wird wegen Totschlags angeklagt.
Es kommt erschreckend, denn nach außen wirkte die Familie perfekt. Doch Valeries Schwester ahnte, dass es Zweifel gab
Sie hat mich auf jeden Fall auch gefragt, woran man erkennt, dass man in einer Beziehung glücklich ist // und auch. Kam es auch dazu, dass sie das komplette Vertrauen in ihren Partner verloren hatte, als sie von seinen zusätzlichen Kindern erfahren hat.
Die Kinder aus den bisherigen Beziehungen hat Markus G. ihr wohl angeblich verschwiegen.
Vor Gericht wird jetzt klar, dass Valerie nicht die erste Frau ist, die durch Markus G. bewusst getäuscht wurde. Seine Ex-Frau sagt aus und auch Ronja D.
Sie war ebenfalls einige Monate mit Markus G. zusammen. Anfangs war es eine Traumbeziehung, doch dann:
Dann kam die Gewalt dazu. Das Kontrollieren, bestimmen. Mich. Klein halten, mir meine Freundin nehmen.
Ronja ist froh es rausgeschafft zu haben. Sie glaubt inzwischen Markus G. wollte sie nur ausnutzen:
Er kann nicht mit Geld umgehen. Er hat Schulden bis sonst wohin und hätte gerne eine Frau, die ihm alles finanziert. //
Er weiß genau, was er tut. Er weiß auch genau, was er bei Frauen sagen oder machen muss, damit sie ihm verfallen.
Das wird auch noch mal vor Gericht deutlich. Denn besonders perfide? Markus G. hatte schon kurz nach der Tat die nächste Frau.
Das ist natürlich für den gesunden Menschenverstand kaum nachvollziehbar, wie das überhaupt möglich ist, nachdem man jemanden getötet hat, sich schon in die nächste Beziehung zu stürzen und auch schon hier über Geschlechtsverkehr und andere Dinge nicht nur zu reden, sondern wie wir heute im Prozess erfahren haben, dann durchzuführen. Gerade mal eine Woche später.
Dr. Alexander Stevens ist der Nebenklagevertreter von Valeries Schwester. Sie kämpfen jetzt darum, dass Markus G. wegen Mordes und nicht wegen Totschlags veurteilt wird:
Die Auffindesituation der Leiche // passt unserer Meinung nach nicht zu dem bisherigen Anklagevorwurf eines Totschlags. Denn hier wird eines ganz deutlich. Die Tote. oder vielleicht auch nicht Tote wurde im Nachgang noch mit Frischhaltefolie eingewickelt, und zwar um den Kopf herum.
Das soll Markus G. getan haben, weil er offenbar nicht sicher war, ob Valerie wirklich tot oder nur bewusstlos war. Außerdem soll er absichtlich falsche Fährten gelegt haben, um von sich abzulenken.
Ende Mai wird das Urteil erwartet – dann entscheidet das Gericht, ob es bei Totschlag bleibt oder doch von einem eiskalten Mord ausgeht.
Meine Mutter anrufen. Nur wenn er dabei war.
, wohl auch dann im selben Zimmer mit der kleinen Tochter
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Insgesamt 24 Tage lang wurde nach der 36-Jährigen Valerie M. aus dem bayrischen Lauben gesucht.
Ich habe es, um ehrlich zu sein, bis zuletzt gehofft, dass ich sie wiederfinde //
Ich hatte sogar ein schlechtes Gewissen, wenn ich geschlafen habe, weil ich gedacht habe, ich habe sie in der Zeit aufgegeben zu suchen.
Es ist der 5. August 2025,
als Valerie nach einem Streit mit ihrem Partner spurlos verschwindet. Die Familie meldet sie als vermisst. Zwei Tage später taucht ihr Geldbeutel auf einem Baumarktparkplatz rund 50 Kilometer von Lauben entfernt auf. Wie er dorthin kam, weiß niemand – und für ihre Angehörigen ist es unvorstellbar, dass die zweifache Mutter einfach untergetaucht sein soll. Erst kurz zuvor hatte die Familie noch gemeinsam die Taufe von Valeries Tochter gefeiert.
Wochenlang suchen die Ermittler nach Valerie.
dann die bittere Gewissheit: Ihre Leiche wird nur einen Kilometer vom Wohnhaus gefunden.
Einen Tag später,
gesteht Markus G., der Vater ihrer Tochter, die Tötung – angeklagt ist er wegen Totschlags, das Motiv bis heute unklar. Nach außen wirkte die Familie glücklich, doch Valeries Schwester ahnte, dass es Zweifel gab.
Sie hat mich auf jeden Fall auch gefragt, woran man erkennt, dass man in einer Beziehung glücklich ist // und auch. Kam es auch dazu, dass sie das komplette Vertrauen in ihren Partner verloren hatte, als sie von seinen zusätzlichen Kindern erfahren hat.
Valerie wollte ausziehen, doch wegen der gemeinsamen Tochter ist sie doch geblieben. Wohlmöglich war das auch ein Auslöser für den Streit.
Vor Gericht wird jetzt jedoch klar, dass Valerie nicht die erste Frau ist, die durch Markus G. getäuscht wurde.
Der ist so voller Hass. Der war nur darauf aus, mich zu zerstören. Das sagte die Exfrau heute auch bei Gericht. Als sie sich trennen wollte, hat der Angeklagte sie übelst beschimpft, ihr monatelang keine Chance gegeben, ihre Sachen aus dem gemeinsamen Haus zu holen. Ihre Wertsachen waren am Ende komplett verschwunden, ihre Kleidung, ihre Schuhe zerschnitten.
Auch Ronja Dietz hat heute vor Gericht ausgesagt. Sie war ebenfalls einige Monate mit Markus G. zusammen.
Er weiß genau, was er tut. Er weiß auch genau, was er bei Frauen sagen oder machen muss, damit sie ihm verfallen. Das ist leider so.
Das wird auch noch mal vor Gericht deutlich. Denn besonders perfide? Markus G. hatte schon kurz nach der Tat die nächste Frau.
Geschlechtsverkehr und andere Dinge nicht nur zu reden, sondern wie wir heute im Prozess erfahren haben, dann durchzuführen. Gerade mal eine Woche später, wohl auch dann im selben Zimmer mit der kleinen Tochter
Dr. Alexander Stevens ist der Nebenklagevertreter von Valeries Schwester. Sie kämpfen jetzt darum, dass Markus G. wegen Mordes und nicht wegen Totschalgs veurteilt wird:
Die Auffindesituation der Leiche // passt unserer Meinung nach nicht zu dem bisherigen Anklagevorwurf eines Totschlags. Denn hier wird eines ganz deutlich. Die Tote. oder vielleicht auch nicht Tote wurde im Nachgang noch mit Frischhaltefolie eingewickelt, und zwar um den Kopf herum.
Das soll Markus G. getan haben, weil er offenbar noch nicht sicher war, ob Valerie wirklich tot war oder doch nur bewusstlos.
Ende Mai wird das Urteil erwartet. Bis dahin muss das Gericht entscheiden, ob es die Markus Gs. Tat „nur“ als Totschlag wertet – oder doch als Mord.
Erst zwei Tage vor dem Verschwinden habe die gesamte Familie die Taufe von Valeries Tochter zusammen gefeiert. Also aus Sicht der Angehörigen gab es keinen Hinweis, dass Valerie unglücklich gewesen sei.