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Das steckt hinter dem Phänomen

Warum schüttelt es Babys nach dem Pipimachen?

Viele Babys schütteln sich während des Pipimachens.
Viele Babys schütteln sich während des Pipimachens.
© iStockphoto, istock

26. März 2021 - 10:31 Uhr

Viele Eltern sind besorgt

Hat mein Baby vielleicht Schmerzen? Viele Eltern sind besorgt, wenn sich ihr Baby unmittelbar vor oder nach dem Pipimachen schüttelt. Doch die Sorge ist in der Regel unbegründet. Das steckt hinter dem Phänomen.

Wärmeverlust des Körpers die Ursache

Viele Babys durchfährt ein Schauder, bevor, während oder manchmal auch kurz nachdem sie Pipi gemacht haben: Die Kleinen schüttelt es für einen kurzen Moment einmal kräftig durch. Viele Eltern sind dadurch beunruhigt und können dieses Schütteln, das ihr Baby durchfährt, nicht einordnen. Manche haben sogar die Sorge, dass eine Erkrankung wie Epilepsie dahinter stecken könnte. Dabei ist die Erklärung für das plötzliche Erschaudern in der Regel harmlos.

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Ein Grund kann sein, dass der Körper durch das Urinieren Wärme verliert. Diesen Wärmeverlust möchte der Körper durch das Muskelzucken schnellstmöglich kompensieren. Dies ist beispielsweise auch die Funktion von Schüttelfrost: Wenn wir frieren, produziert unser Körper durch das Zucken der Muskeln Wärme.

Kurzer Schauer kann auch auf übervolle Blase hindeuten

Eine andere Erklärung für das kurzzeitige Erschauern ist der Reiz des vegetativen Nervensystems kurz vor der Entspannung der Muskulatur der Blase. Vor allem, wenn die Blase ziemlich voll ist, kann Babys kurz vor dem Wasserlassen ein solcher Schauer durch den Körper fahren. Dabei handelt es sich also um einen normalen Reflex, der keinen Grund zur Sorge darstellt.

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Eltern geben Tipps zur Windelfrei-Methode

Das Schütteln kann auch Vorteile haben

Wenn Sie als Eltern bei Ihrem Kind beobachten, dass es sich regelmäßig schüttelt, kurz bevor es Wasser lässt, erleichtert dies das Trockenwerden. Manchen Babys stoßen auch einen schrillen, kurzen Schrei aus, bevor sie ihr Geschäft verrichten.

Eltern könnten diese Zeichen also als Signal werten und nutzen, indem sie ihr Baby rechtzeitig abhalten, um das Baby auf diese Weise früh windelfrei zu bekommen.

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Sollten Sie sich allerdings unsicher sein und beobachten, dass ihr Baby sich auch unabhängig vom Pipimachen oft schüttelt oder es erschaudert, sollten Sie Ihren Kinderarzt um Rat fragen, um andere Auslöser ausschließen zu können. Im Zweifel sollten Sie also einmal zu viel als zu wenig zum Arzt gehen.

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