Jetzt darf er 10 Jahre lang keine kurzen Hosen mehr tragen

So giftig ist die Bärenklau-Pflanze: Teenager erleidet heftige Verbrennungen

Der 16-jährige Alex erlitt durch den Kontakt mit Bärenklau schlimme Verbrennungen.
© iStockphoto, KenWiedemann, Kennedy News

01. Juli 2020 - 15:37 Uhr

Riesenbärenklau: Alex erleidet schlimme Verätzungen an Armen und Beinen

Die nächsten zehn Jahre wird Alex Lynas aus England keine kurzen Hosen oder T-Shirts mehr tragen können. Denn der 16-Jährige hat sich beim Kontakt mit der hochgiftigen Riesenbärenklau-Pflanze so heftige Verbrennungen zugezogen, dass er seine Arme und Beine nicht mehr dem Sonnenlicht aussetzen darf.

Warum Riesenbärenklau so gefährlich ist

Eigentlich sieht der Riesenbärenklau mit seinen weißen oder gelben Blüten so schön und harmlos aus. Doch die Pflanze hat es in sich! Denn bei Hautkontakt wirkt sie unter Einwirkung von Licht hochgiftig. Die Giftstoffe des Bärenklaus setzen bei Kontakt den natürlichen UV-Schutz unserer Haut außer Kraft. Die Folge: Die Sonne kann sich erbarmungslos durch unsere Haut brennen – es kommt zu Brandblasen, Verätzungen und Verbrennungen. Welche weiteren Symptome nach Kontakt mit der Pflanze auftreten können, haben wir hier aufgelistet.

+++ Woran genau Sie den Riesenbärenklau erkennen, das können Sie hier nachlesen. +++

Nach Verätzung durch Riesenbärenklau: Alex wird vor Schmerz ohnmächtig

Verbrannte Beine
Die Ärzte mussten die Brandblasen von Alex' verätzten Beinen herunterschaben.
© Kennedy News and Media

Diese schlimme Erfahrung musste auch Alex Lynas aus Aldwark, North Yorkshire in England machen: Beim Spielen am Fluss pflücken er und ein Freund mehrere der großen Stauden, um sie als "Schwert" zu benutzen. Bei dem Spiel-Kampf kommt die Pflanze mit Alex' Beinen, Armen, Ohren und Bauch in Berührung. Zunächst bemerkt der Schüler noch nichts von der Wirkung der Pflanze, doch als er am folgenden Tag ein Sonnenbad nimmt, bilden sich auf einmal schmerzhafte Quaddeln auf seinem Körper. Als die Ärzte die Brandblasen im Krankenhaus behandeln, wird Alex vor Schmerz ohnmächtig. "Das war der schlimmste Schmerz, den ich je erlebt habe. Ich kann es am ehesten damit vergleichen, wie es sich anfühlt, wenn man sich verbrüht", erinnert sich der Jugendliche im Interview mit Kennedy News.

+++ Umweltministerium warnt: Die Ausbreitung des Riesenbärenklaus muss gestoppt werden. +++

Kurze Hosen und T-Shirts sind tabu!

Weil seine verbrannte Haut jetzt so empfindlich ist, darf Alex das Haus nun nur noch mit Lichtschutzfaktor 50 verlassen. Auch kurze Bekleidung ist für den jungen Briten deshalb zukünftig tabu – zu groß die Gefahr, dass die Sonneneinstrahlung neue Verbrennungen auf seiner vernarbten Haut bewirken könnte. Die Ärzte schätzen, dass es bis zu zehn Jahre dauern kann, bis Alex wieder kurze Hosen und T-Shirts tragen darf. Das Schlimmste daran sei, sagt der Teenager, dass er wohl auch seine liebsten Outdoor-Sportarten nicht mehr ausüben darf.

Trotzdem hatte Alex Glück im Unglück: "Wenn die Pflanze meine Augen berührt hätte, hätte ich erblinden können", sagt der 16-Jährige.

Video: Riesenbärenklau berührt? Das sollten Sie jetzt tun!