Riesige Nato-ÜbungWarum wir alle mit Einschränkungen rechnen sollten

Deutschland probt den Ernstfall!
Die Bundeswehr verlegt für die letzte Phase der Großübung Quadriga umfangreiches militärisches Gerät nach Litauen. Auf Deutschlands Straßen und Schienen soll es deshalb voller und lauter werden. Wir erklären euch, was das genau bedeutet.
Deutschland: Größte Militärübung seit dem Angriff Russlands auf die Ukraine

„In den kommenden Wochen werden wir der Bevölkerung schon einiges zumuten“, sagt der Generalinspekteur der Bundeswehr, Carsten Breuer, am Montag (22. April) in Berlin. Die Übung Quadriga ist in ihre letzte Phase gegangen. Bis Ende Mai werden Soldaten und Soldatinnen der 10. Panzerdivision der Bundeswehr und Gefechtsfahrzeuge nach Litauen verlegt. Rollen bald also Panzer durch deutsche Städte?
„Sie werden auf der Straße Schwertransporte sehen, wo gepanzerte Fahrzeuge auf Tiefladern transportiert werden. Sie werden lange Kolonnen von militärischen Lkw unterschiedlicher Nationen sehen“, so General Breuer.
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Außerdem werden Kolonnen mit deutlich niedrigerer Geschwindigkeit als üblich auf Autobahnen fahren und dadurch für Einschränkungen sorgen. Die Kolonnen sollen dabei auch durch Ortschaften führen. Zudem werde militärisches Gerät auf Zügen durch die Republik rollen. Hierbei soll jedoch darauf geachtet werden, dass der reguläre Zugverkehr nicht zu stark eingeschränkt wird. „Das ist die Zeitenwende, mindestens die militärische Zeitenwende“, sagt Deutschlands höchstrangiger Soldat.
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Bundesrepublik habe Schritte in Richtung Kriegstüchtigkeit gemacht
Seit dem Überfall Russlands auf die Ukraine sind die Nato-Partner in erhöhter Alarmbereitschaft. „Die Bundeswehr muss gerade in diesen Zeiten üben, üben und nochmals üben. Jeder Handgriff muss in diesem Handwerk auch sitzen“, so Breuer. Die deutsche Übung Quadriga ist Teil des Nato-Großmanövers Steadfast Defender, zu Deutsch etwa Standhafter Verteidiger.
Von der Bundeswehr sind über 12.000 Männer und Frauen vor allem des deutschen Heeres sowie 3.000 Fahrzeuge an dem Großmanöver beteiligt. Dabei trainieren die Streitkräfte die Alarmierung, die Verlegung an die Außengrenzen der Nato im Nordosten und Südosten sowie das Gefecht. Für die größte Nato-Übung seit dem Kalten Krieg sollen im Verteidigungsbündnis insgesamt rund 90.000 Soldaten mobilisiert werden.
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Geübt werden Marsch und Transport von Kräften aller deutschen Divisionen des Heeres auf Straße, Schiene, zur See und in der Luft. Zudem fungiert Deutschland als logistische Drehscheibe im Herzen Europas, wie Breuer sagt. (xes, dpa)
































